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NS-Täter in der DDR: Wie die Stasi SS-Leute aus Auschwitz erpresste

AP Als ehemaliger Auschwitz-Wachmann im antifaschistischen Musterstaat leben? Eigentlich undenkbar. Doch tatsächlich arrangierte sich die DDR mit vielen, die im KZ Dienst getan hatten. Der Preis: ein Zwangspakt mit der Stasi.
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#10 - 25.08.2014, 09:39 von wilfried weber

in der brd wurden

die nazis weniger verfolgt sondern sogar gefördert und in den USA wurden sie mit kußhand aufgenommen.
von braun hatte hunderte tote auf dem gewissen und lebte in den USA wie Gott in Frankreich.

#11 - 25.08.2014, 10:58 von Arne Müller

Mitleid

Nach dem Artikel kann man ja richtig Mitleid mit den armen, erpressten NS-Tätern bekommen, die nicht wie in der Bundesrepublik in höchste politische Ämter aufsteigen konnten.

Vielleicht hat die Historikerin ja Zeit und Lust, sich einmal damit auseinanderzusetzen, wieviele der SED-Blockflöten in die FDP und CDU diffundiert sind oder wieviele Stasi-Mitarbeiter mit Kusshand von den Geheimdiensten der Bundesrepublik empfangen wurden.

#12 - 25.08.2014, 11:30 von Tom Freyer

War im Westen nicht anders

Und im Westen machten viele unter Adenauer Karriere oder bekamen von den USA einen Persilscheein.
Also hier mit dem Finger auf andere zeigen ist leicht, aber den Schmutz vor der eigenen Haustuere nicht sehen wollen.

#13 - 25.08.2014, 11:53 von Hans-Gerd Wendt

SPON... etwas weiter oben

Ein Fall fortwährenden staatlichen Versagens: Mindestens 1,1 Millionen Menschen starben im KZ Auschwitz, doch von den Tätern, die dort Dienst taten, wurden nur 29 von einem Gericht der Bundesrepublik verurteilt. Zuletzt schien die Justiz in einem letzten Aufbäumen noch einmal 30 ehemalige SS-Leute zur Verantwortung ziehen zu können - zu Anklagen wird es aber allenfalls in Einzelfällen kommen.

#14 - 25.08.2014, 14:37 von Oswald Koslowsky

Wer mit einem Finger auf andere deutet, zeigt mit dreien auf sich selber!

#15 - 25.08.2014, 14:53 von Siegfried Müller

Stasi

"Wie die Stasi SS-Leute aus Auschwitz erpresste"
Das hatte der BND nicht nötig, die kamen freiwillig und wurden mit Kusshand aufgenommen!

#16 - 25.08.2014, 16:25 von Siegfried Wittenburg

@ Oswald Koslowski

"Wer mit einem Finger auf andere deutet, zeigt mit dreien auf sich selber!" - Aber alle Finger zeigen auf Deutsche der damaligen Zeit, in Ost wie in West, und kaum einer war besser als der andere. Man meinte, dieses überwunden zu haben. Doch heute zeigen viele Finger wieder pauschal auf Juden, ohne zu differenzieren.

#17 - 25.08.2014, 16:52 von Siegfried Wittenburg

Bestätigung

Ich kann diesen Artikel nur bestätigen. Als Nachkriegsgeborener habe ich mit dem schwärzesten Teil der deutschen Geschichte nichts zu tun. Doch einer "meiner" IM war vormals Nazi, NSDAP, SS, danach Mitglied der SED und ein kleiner Funktionär, der das staatlich verbriefte Recht hatte, über mich zu bestimmen und mich zu einem „besseren Menschen“ zu erziehen, womöglich nach seinem Vorbild. Er versuchte es, wir gerieten heftig aneinander und er petzte an die Stasi. Früher hätte er der Gestapo gemeldet. Kurz vor seinem Tod hat er mir „gebeichtet“ und bedauerte, nicht im Westen gelebt zu haben, denn dort hätte er besser leben können. Es ging ihm nicht um irgendeine Ideologie, sondern um sein spießiges, kleinbürgerliches Leben im jeweiligen Mainstream, das man in jedem Fall durch bedingungslose Anpassung leben konnte. Doch das ist Geschichte. Und dieses bringt dieser Beitrag zum Ausdruck. Fazit: Für mich beginnt Deutschland am 3. Oktober 1990. Und für dieses Land stehe auch ich in der Verantwortung wie Millionen andere ebenfalls. Vielleicht fühlt sich weiterhin jemand angesprochen.

#18 - 26.08.2014, 06:40 von Dark View

Gesetze, Gesetze

Wurde die Strafverfolgung durch ausländische Staaten auch mit Hinweis auf von Hitler noch schnell erlassen Dekrete verhindert? So wie die von Klaas Carel Faser, dessen Auslieferungsgesuch der Niederlande im Rahmen eines europäischen Haftbefehls noch im Jahr 2010 (!) abgelehnt wurde. 1947 in den Niederlanden zunächst zum Tode verurteilt, später mit Hilfe eines bundesdeutschen Polizisten (und "ehemaligen" Nazis) aus dem Gefängnis geflohen und nach Deutschland abgesetzt, und bis zu seinem Tod 2011 zufrieden hier lebend. Wikipedia weiß mehr: http://goo.gl/yFVOZx

#19 - 26.08.2014, 08:13 von Heinz Winkler

Komisch

In der DDR gab es keine Nazis als Ministerpräsidenten, Minister, Staatsekretäre, Landräte, Polizeioffiziere, Offiziere bei der NVA, Lehrer und und und. In der BRD gab es das alles. Also war die DDR unmenschlich weil sie diese Leute nicht in Lohn und Brot belassen hat. Oder verdrehe ich da etwas?

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