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Reporter in Kuwait 1991: "Krieg ist eine blutrünstige Bestie"

Gerhard Kromschröder Er dokumentierte, was die Militärs verschwiegen: Als am 17. Januar 1991 die alliierten Luftangriffe auf den Irak begannen, erhielt Gerhard Kromschröder als einziger deutscher Printjournalist ein Visum für Bagdad. Ansichten eines Kriegsreporters.
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#1 - 15.01.2016, 13:29 von Sibylle Owama

Richtiger Artikel zur richtigen Zeit!

Und da fragt man sich woher all der Hass auf die westliche Welt kommt... Der Terror aus Nah-Ost ist des Westens Baby.
Zum Zeitpunkt der Geschehnisse bin ich in die 5. Klasse gegangen. Die Deutsch-Lehrerin damals hat den Irak dämonisiert und die Amerikaner glorifiziert. Schöne Welt...

#2 - 15.01.2016, 14:11 von Manuel Lisa

Diesen Artikel sollte man

Herrn Gabriel mal vorlegen, wenn er die nächste Waffenlieferung in den Nahen Osten absegnet. Und allen Zauderern, die den IS gewähren lassen, oder die Talibanbanditen. Die zu bekämpfen hat niemand die Eier. Aber heimlich Flinten dort in verhökern. So gesehen, sind noch viel zu wenig Flüchtlinge hier.

#3 - 15.01.2016, 14:34 von jochen speck

Mal übersetzt für Katja Iken:

Herr Kromschröder erlebte als Kind die Bombennächte,die Zivilisten den Tod brachten manchmal zehntausenden pro Nacht und Stadt. Die Brandbomben waren so konstruiert,daß sie für die Zivilbevölkerung größtmöglichen Schaden anrichteten. Und nun erinnert er sich vorwurfsvoll, an die Bomben im Irakkrieg/1991.Eine Erinnerung an Schrecknisse von Kriegen ist berechtigt,eine Schuldzuweisung muß differenziert erfolgen und nicht,mal so,mal so,je nachdem es in politische Schablonen paßt.Auch im 2.Irakkrieg berichtete ein Reporter täglich von den Bomben auf Bagdad,im Heimatstudio ließ man dazu ein Ehepaar von den Bombennächten in Hamburg berichten. Ein ZDF-Journalist fragte den Bagdad-Reporter:Steht denn überhaupt noch ein Haus in Bagdad ?Der Reporter aus Bagdad,verlegen: 2 Paläste von Saddam Hussein sind getroffen,das Landwirtschaftsministerium und auch ein Hotel !Nochmal zur Vorbeuge:Berichte über Schrecknisse in Kriegen ,sind legitim und notwendig !

#4 - 15.01.2016, 14:52 von Markus Döring

Naiv

@Sibylle Owama: Ihr Erklärungsansatz greift genauso zu kurz wie der Ihrer damaligen Lehrerin. Ich war seinerzeit in der 11. Klasse und habe mich als einer der wenigen der von unserer linken Lehrerschaft quasi verordneten "Friedensdemonstration" verweigert.

Die Wurzeln des Terrors sind älter und tiefer, als sie glauben. Z.B. hier: http://www.spiegel.de/einestages/anschlag-in-mekka-1979-wie-der-islamistische-terror-begann-a-1070500.html

#5 - 15.01.2016, 16:20 von Richard Kotlarski

Krieg gegen einen Massenmörder

Was Spon verschweigt, damals hatte Saddam Hussein gerade 100.000 Kurden abgeschlachtet oder vergast und 1,5 Millionen aus ihren Dörfern vertrieben. Und zugleich Kuweit überfallen.
Der große Fehler 1991 war nicht der Krieg, sondern Saddam Hussein an der Macht zu lassen. Denn Saddam nutzte dies, um zehntausende Schiiten ermorden zu lassen.
Daher rührt der Hass, der heute Schiiten und Sunniten zu unerbittlichen Feinden macht.

#6 - 15.01.2016, 17:30 von Jochen Hoffstätter

#5

Der Hass ist älter, erinnert sei an den Krieg des Irak gegen den Iran, der Hussein nur führen konnte weil ihn die USA unterstützten.
Sie hatten gegen Khomeini noch eine Rechnung offen.
Zitat vom damaligen US Verteidigungsminister Rumsfeld: " Saddam ist ein Bastard aber er ist unser Bastard!" Auf das heutige Syrien bezogen ist
der Syrische Präsident Putins Bastard.
Immer hat jemand jemanden, den man die Drecksarbeit machen lässt.

#7 - 16.01.2016, 07:24 von Victor Knox

Welcher Befreiungskrieg kam denn ohne Kollateralschäden aus? Statistisch sind selbst ein Drittel der eigenen Militärverluste auf Friendlyfire zurückzuführen. Der Auschluss von Kollateralschäden und FF ist praktisch unmöglich. Nur ist die Kausalitätskette in diesem Falle auf den größenwahnsinnigen Hussein zurückzuführen.

Und wieso stellt eigentlich niemand die Frage, welche Staaten Hussein abseits der angeblich BRD-Chemiewaffen aufrüsteten?
Die Gewehre sowie die Panzer, Lkw und Artillerie plus die meisten seiner Bomber und Kampfjets und auch die auf Israel abgefeuerten Raketen seiner Besatzerarmee stammten aus Waffenlieferungen des Ostblock bzw. Rudsland. Selbst die DDR lieferte Waffen an den Baath-Verbündeten Hussein.

#8 - 16.01.2016, 14:09 von Omar Afzal

Jetzt

wurde der Irak doch von uns befreit, ist doch alles gut jetzt.

#9 - 25.01.2016, 12:51 von Julius Klausmann

Wahrheit ist nicht oft auch Wahrheit

Der Bericht von G. Kromschröder ist auch deshalb so wertvoll weil er schon auch aufdeckt wie es zu dem Krieg im Irak/Iran/Kuwait kam. Unter Aufklärung verstehe ich auch alle Facetten der Zusammenhänge zu zeigen. Wie konnte der Irak unter Saddam Hussein zu einer so bedrohlichen Militärmacht werden? Oder: An welchen Lieferungen und Projekten zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen waren deutsche Firmen beteiligt? Ja es ist richtig das der Iran in den späten 80 er Jahren maßgeblich von deutschen Firmen "ausgestattet" wurde. 68 Firmen sind zu nennen die die deutschen Exportschlager: a) Atomwaffentechnik, b) Waffen-und Raketentechnik, c)Giftgas, auch auf Umwegen über Brasilien oder Ägypten in den Irak geliefert und bezahlt bekamen. Das Auge der Export Genehmigungen und der Bundesregierung haben darüber "gewacht". Alle haben zugeschaut und einige haben gut verdient daran. Erst macht man die Mörder stark und dann wundert sich die Welt?