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taz da!

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#1 - 16.04.2009, 09:55 von Werner von Schleiden

Lieber Michael Sontheimer,

einen Satz wie "Die "taz" wurde auch zur erfolgreichsten Journalistenschule der Nation ..." sollte man nicht ohne den geringsten Beleg in die Welt setzen. Wenn Sie solche pure Behauptung als Journalismus verstehen wollen und das auch noch bei der "taz" so gelernt haben sollten, widerlegt das Ihre steile These aufs Ironischste. Das wird Ihnen - und der "taz" - nicht gerecht.

Ich verbuche das mal unter solche Oma-Weisheiten wie "Ein Jahr auf der Straße ist besser als jede Schauspielschule" oder "Das Leben schreibt die besten Geschichten". Für die NDR-Talkshow würd's gerade reichen.

Wenn ich mir allerdings die Absolventenlisten anschaue, halte ich die Hamburger Journalistenschule, jetzt Henri-Nannen-Schule immer noch für wesentlich beeindruckender. Und auch erfolgreicher - wie immer man Erfolg definieren mag.

#2 - 14.03.2014, 12:12 von Kai Bonte

taz da!

Streitkultur hat einen Namen: Am 17. April 1979 lag die erste "taz" an Deutschlands Kiosken - als Fehdehandschuh der Linken an die bürgerliche Presse. "taz"-Mitgründer Michael Sontheimer erinnert sich an Zeitungmachen am Rande des Nervenzusammenbruchs und Haschischschwaden aus der Dunkelkammer.

#3 - 17.04.2019, 18:54 von

Glückwunsch

Als "Ossi' konnte ich erst nach der Wende taz-Abonnent werden und bin es bis heute geblieben. Das ist für mich auch eine Art Unterstützung für ein unabhängiges Journalismus-Modell, das diese Gesellschaft dringend nötig hat.
Auch wenn sie dort mit Zahlen nicht können oder der Wunsch mitunter die Wahrnehmung färbt, ich wünsche ihr mindestens weitere 30 Jahre Bestehen und das sichere Ankommen im Social Media Zeitalter.

#4 - 17.04.2019, 19:30 von Ralf Reske

Nee, nee

Der Herr Sontheimer hat LEIDER recht. Wenn man sich die Viten diverse Schreiberlinge in der deutschen Medienlandschaft anschaut, dann haben doch erstaunlich viele, nachdem andere Existenz ersuche gescheitert waren, bei der taz angeheuert und sich dann verteilt. Natürlich schreiben sie auch in den neuen Biotopen den gleichen linksradikalen Mist wie am Anfang, wenn auch verbal etwas abgeschwächt. Aber diese Brutstätte steht ja inzwischen kurz vor der Pleite und das ist gut so.