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US-Mission in Somalia 1992: "Wir tun Gottes Werk"

J. Scott Applewhite/ AP Per "Operation Neue Hoffnung" wollten US-Truppen vor 25 Jahren Bürgerkrieg und Hunger in Somalia beenden. Die Mission im "failed state" schlug dramatisch fehl - und ein Clanführer ließ sich feiern.
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#1 - 07.12.2017, 14:33 von Bülent Alper

Der Bell AH (Attack Helicopter) Cobra

besitzt keine Türen, aus denen MG-Läufe herauslugen könnten, sondern Kabinenhauben.
Meine Klugscheißerei dient der Kritik an der mutmaßlich willentlich beim Leser geweckten Assoziation zu Vietnam-Bildern. Muß das sein ?

#2 - 07.12.2017, 14:43 von Frank Friemel

Black Hawk Down

Ein eindrucksvoller Film - auch wenn die Thematik einseitig dargestellt wird. Wann gibt's mal wieder so einen fesselnden Film zu sehen?

#3 - 07.12.2017, 15:21 von Florian Stratil

Zur falsch dargestellten Cobra kommt dann auch noch das Titelbild mit kanadischen Soldaten unter der Überschrift "US-Einsatz in Somalia".

#4 - 07.12.2017, 15:58 von Thomas Keferstein

war selber..

im Rahmen des UN Einsatzes von Oktober 93 bis Februar/märz 94 da unten in Belet uen..sinnlos Geld rausgepulvert... diesen ländern ist nicht ansatzweise zu helfen..nur kapieren wir Westler das nicht.. da unten ist keine hilfe erwünscht.. da wurden brunnen, strassen, schulen gebaut .. kurz nach abzug der truppe war alles hinüber.

#5 - 07.12.2017, 16:27 von Alexander Dobermann

Naja

@Thomas Keferstein: Ich war auch dort aber ganz so sinnlos sehe ich die Angelegenheit nicht. Wir hatten ja eigentlich auch einen anderen Auftrag vor Ort, der dann aber auf Grund des Erdbebens in Indien nicht stattgefunden hat, also waren die humanitären Ziele dann eher Behelf. Zudem war es damals der erste BW-Einsatz unter Waffen im Rahmen einer UN-Mission. Da haben sich auch bei der BW vor Ort einige nicht mit Ruhm bekleckert. Lehrreich war es allemal auch wenn viel schief gelaufen ist und die Situation der Flüchtlinge vor Ort hätte wohl auch ganz anders ausgesehen wenn keine Truppen vor Ort gewesen wären. Deutlich anders.

#6 - 07.12.2017, 16:38 von Achim Cremer

Sie sollten auch erwähnen, dass obwohl die Amerikaner ihre Truppen aus Somalia zurückgezogen haben, sie aber weiterhin fleißig im Hintergrund die Strippen ziehen und mit verschiedenen lokalen Warlords kollaborieren, indem sie sie mit modernen Waffen ausstatten, was die Situation weiter verschlimmert. Das ist der eigentliche menschenverachtende Skandal.

#7 - 07.12.2017, 16:42 von Thomas Keferstein

Nun ja..

ich war damals bei einer sicherungskompanie junger Feldwebel. die Ausrüstung war alles andere als wüstenkompatibel, die uniform von den Franzosen. später erst gab es dir richtige die man heut auch noch kennt. aber woher hätte man es auch haben sollen. Ich halte jeden Einsatz in Afrika für fragwürdig.. Somalia war ein ganz spezieller Fall. Religiöser Fanatismus, Clanwesen, Denke und Verhaltensweisen wie im ersten Jahrtausend nach Christus.. Ich denke mal daran hat sich bis heut nichts geändert..

#8 - 07.12.2017, 17:11 von Alexander Dobermann

Der Einsatz

war damals ja auch ziemlich flott zusammengestrickt worden. Die Ausrüstung (auch wenn sie in Teilen nicht von der BW war) fand ich so schlecht nicht, wir hatten ja den Tropenkram von den Franzosen.
Das sich dort wenig bis gar nichts verändert hat denke ich auch, das liegt aber auch nicht in unserem Einflussbereich. Dennoch sehe ich gerade die Zeit vor Ort nicht als sinnlos an. Ich bin mir sicher, dass eine größere Anzahl von Menschen nur deshalb überleben konnte weil wir dort vor Ort waren und die Italiener hätten wohl noch mehr Leute durch Malaria verloren wenn es unseren gut sortierten San-Bereich nicht gegeben hätte.
Über Sinn und Unsinn solcher Einsätze läßt sich immer streiten, ich versuche mir einfach immer vorzustellen was gewesen wäre wenn wir nicht da gewesen wären.

#9 - 08.12.2017, 02:11 von Rolf Oetinger

Fluchtursachen in Afrika

Tja, unsere Kanzerlin will in Afrika Fluchtursachen beseitigen. Nun, sie könnte sich statt auf den Riesenkontinent Afrika auch nur auf Somalia konzentrieren und hätte, denke ich - keine Chance da wirklich die Fluchtursachen zu beseitigen. Nicht den Hauch.

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