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Vietnamkrieg-Lotterie: Nummer 163, bereitmachen zum Sterben

AP Jeder Amerikaner zwischen 18 und 25 Jahren verfolgte am 1. Dezember 1969 dieses Glücksspiel. Zu gewinnen gab es kein Geld, nur das eigene Leben.
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#1 - 01.09.2016, 12:36 von Peter Becker

War

"....how shitty war is that it's started by politicians and has to be finished by ordinary people that don't really want to kill anybody. "
(Bruce Dickinson - 22nd August 1992)
.... passt auch hier.

#2 - 01.09.2016, 12:41 von Markus Witte

verstanden habe ich die Regeln jetzt nicht.

#3 - 01.09.2016, 13:23 von Philipp Börker

Tag, Anfangsbuchstabe UND?

Die Nummern 14, 163 und 365 mussten ja wohl auch eine Bedeutung gehabt haben, oder warum war es besser, eine hohe Nummer zu haben?

#4 - 01.09.2016, 14:02 von Urs Arnold

Lotterieprinzip

Zur Vereinfachung des Lotteriprinzips: 366 Kugeln wurden der Reihe nach gezogen. In den Kugeln befanden sich die Daten eines Schaltjahres. Beispiel: Der 14. September wurde als erstes gezogen, erhielt also die Nummer 1. Der 31. August wurde als elftes gezogen, bekam also die Nummer 11. Betroffen waren alle Männer mit den Jahrgängen 1944 bis 1950.

Es ging bei der Lotterie schlichtweg darum, eine Priorisierung der potentiellen Soldaten vorzunehmen. Schon vor der Lotterie war dabei klar, dass Männer mit Nummern über 200 nicht zur Musterung aufgeboten werden würden. Die USA brauchte zwar Soldaten, so viele dann aber auch nicht ...

#5 - 01.09.2016, 14:22 von Christian De Wille

Also noch mal...

Verstehe ich das System so richtig...

Gezogen wird z.B. der 1.September, alle Jungs geboren am 1.9. halten die Luft an, jetzt wird eine Nummer gezogen z.B. die 349. Alle 1.9. Jungs atmen einmal seufzend aus.
Nun wird der 11.März gezogen...wieder halten alle die Luft an...gezogen wird die Zahl 8...alle 11.März Jungs schreien laut "Scheiße!"
?

#6 - 01.09.2016, 14:43 von Urs Arnold

Fast richtig, Herr De Ville. In dieser ersten Vietnam-Lotterie vom 1. Dezember 1969 wurden die Nummern nicht separat gezogen. Sie ergaben sich ganz einfach daraus, wann das Datum in der Lotterie gezogen wurde. 14. September war das allererste gezogene Datum, ergo erhielt es die Nr. 1. So gibg es weiter.

#7 - 01.09.2016, 14:55 von Jens Renner

Draft lottery

Bei Wikipedia ist es ganz gut erklärt:
https://en.wikipedia.org/wiki/Draft_lottery_(1969)#Method

Dabei kam es auf die Zahl in der Kugel (Tag des Jahres) sowie die Reihenfolge der Ziehung an.

Die Tage 1 bis 366 des (Schalt-)Jahres, entsprechend 1. Januar bis 31. Dezember, wurden auf Zettel geschrieben und in Kugeln verpackt. Nach und nach wurden die Kugeln gezogen, wobei Personen mit zuerst gezogenen Geburtsdaten um so wahrscheinlicher einberufen wurden. Dies galt für alle Jahrgänge 1944 bis 1950.

Beispiel: Die erste Kugel enthielt die Zahl 258, entsprechend dem 14. September (258. Tag im Jahr). Alle Personen der sieben Jahrgänge mit Geburtstag am 14.9. wurden einberufen. Ebenso ging es mit den nachfolgend gezogenen Daten.

Nachdem die Personen mit Geburtsdaten aus den ersten 195 gezogenen Kugeln einberufen wurden, war der Bedarf gedeckt. Alle anderen, deren Geburtstage zum Schluss gezogen wurden, wurden nicht einberufen.

Interessant ist dabei die Tatsache, dass die Daten nicht gleichverteilt waren. Geburtstage im November und Dezember wurden häufiger am Anfang gezogen, da die Kugeln monatsweise in den Behälter gekippt und nicht gründlich vermischt wurden.

#8 - 01.09.2016, 15:03 von Johann Alpers

Ich verstehe die Presse nicht: So ein umfangreicher Bericht, und da wird aber ganz und gar nicht erklärt, wie denn nun diese Lotterie funktionierte.

"Sie schrien uns zu - 31. August: 11! 24. Mai: 31! 3. September: 49!""
ja und? Was soll uns das sagen.

Danke an Christian De Wille, für die Erklärung!
Wäre eigentlich Aufgabe des Autors gewesen.

#9 - 01.09.2016, 15:18 von Stefan Ganzmann

@ Johann Alpers, Nr. 8

Da sind Sie nicht alleine, auch ich verstand es erst durch Forist Jens Renner, Nr.7.
Ist aber nicht das einzig unverständliche, der Autor studiert zwar Geschichte in Freiburg. Ok, aber in welchem? Geschichte Studieren kann man sowohl in Freiburg im Üechtland/CH (der junge Mann wohnt ja in der Schweiz) als auch in Freiburg im Breisgau/D ...
Steffen Ganzmann

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