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Warum die Alliierten Auschwitz nicht bombardierten

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#1 - 22.01.2008, 09:40 von Johan G.L. van Stappen

Danke für den interessanten Artikel, aber der (gutmeinenden) Redakteur hat sich meines Erachtens einige "Bären aufbinden lassen".

Hier meine Kritik:

1) Der letzte Paragraph seines Essays : "die wenigen Überlebenden (eines Bombardements) hätten nicht gewusst wohin zu fliehen". Das ist (leider) nicht entscheidend, weil es darum hätte gehen sollen, diese industrielle Vernichtungsfabrik zu zerstören. Auch wenn es schlimmstenfalls das Leben sämtliche Häftlinge gekostet hätte (was militärtechnisch gesehen gut zu vermeiden gewesen wäre, siehe unten), dann hätte sich die Zerstörung noch immer gelohnt.....für die weitere Millionen zukünftige Opfer unterwegs nach Ausschwitz !
Aber sogar dieses Schreckensszenario (vollständige Zerstörung Auschwitz aus der Luft) wäre unnötig und vermeidbar gewesen. Es war vollkommen möglich ausreichend genau zu bombardieren, gerade im Osten (komme gleich dazu).
Und Bahnlinien und Gaskammer ließen sich nicht so leicht ersetzen wie der Autor behauptet, vor allem nicht ohne bedeutsame Unterbrechung der angestrebten und durchgeführte "Tötung am Laufenden Band". Mann möchte sich bewusst machen, dass die Wannsee-Konferenz eindeutig das "Problem Endlösung" geschildert hatte : es war gar nicht möglich soviele Millionen umzubringen ohne eine geschmiert laufende Vernichtungsmaschinerie von wahrlich industriellen Ausmaß. Sämtliche Versuchen aus der "Vor-Wannsee-Zeit" (Erschießungen, Galgen, Vergasungen mittels LKW's) waren gescheitert, trotz rücksichtslose und menschenverachtende Einstellung der Henker !

2) In 1942 (Karski) war es tatsächlich technisch noch nicht möglich von England aus Einsätze gegen Polnisches Grundgebiet zu fliegen . Die Luftwaffe war noch sehr stark und allierte Flieger hätten es kaum geschafft Deutschland zu überqueren, noch abgesehen von eigener Reichweitenproblematik .
Aber schon im Sommer 1943 (und nicht erst Juli 1944, wie im Artikel behauptet) waren die Amerikaner instande dies durchzuführen. Es wurden damals schon Einsätze geflogen gegen die Ölfelder in Rumänien, wobei Bomber aus England , Libyen und Italien starteten, und (nach Bombenabwurf) weiterflogen zur Landung in Rußland, wo sie aufgetankt worden sind.

3) Auch wenn man hätte vermeiden wollen , dass Goebbels den Allierten "Judenmord" vorwerfen könnte (wahrlich bizarre Idee) , wäre es militärtechnisch gesehen möglich gewesen präzisere Bombardierungen durchzuführen, sprich nur technische Anlagen (Bahngleisen, Gaskammern) zu treffen ohne viel Schaden an den Baracken der Opfer.
Die "übliche" Ungenauigkeit der allierte Bomberflotten lag nur darin begründet, dass sie aus überlebensnotwendig große Höhe operieren müßten (ung. 9 km Höhe, über Deutschland). Aber gerade bei den Angriffen auf die rumänische Ölfelder sind sie viel niedriger angeflogen und haben dadurch eine viel bessere Präzision erreicht. Gerade im Osten wäre dies möglich gewesen, weil diese Gebiete von der Luftwaffe (und Flak) viel weniger intensiv verteidigt wurden als das deutsche Kernland.
Auch hatten die Engländer mit der De Havilland Mosquito einen schnellen und präzisen Bomber, der im WWII viele (nächtliche) Präzisionsbombardements durchgeführt haben und die (in geheime Missionen) auch von England bis Schweden geflogen sind : eine mit Auschwitz vergleichbare Distanz.
Es stimmt dagegen wohl, dass die englische Royal Air Force kein Interesse hatte an Präzisionsbombardements mit deren nächtlich operierende Lancaster-Bomberflotte. Historiker haben sich bis heute nicht darüber einigen können ob dies aus Unfähigkeit oder aus Terrorabsicht entstanden ist....

4) Es ist wohl unaufrichtig, von "Uneinigkeit unter den Juden" zu sprechen, nur weil der Vorstand der Jewish Agency selbstverständlich nicht "offiziell" vorschlagen konnte, Juden zu bombardieren. Die konnten politisch gesehen nicht anders, aber hätten bestimmt (mit Bedauern für die Opfer) zustimmend der Vernichtung der Gaskammern und Logistik Auschwitz's begrüßt.

5) Das gut dokumentierte Verhalten der meisten Protagonisten (siehe Artikel : McCloy, Sinclair, Frankfurter, Stimson, Roosevelt) läßt nur eine plausibele Erklärung zu : es gab auch in deren Kreisen einen Antisemitismus, selbstverständlich weit weniger öffentlich als Hitler's oder Goebbels' , aber dafür nicht weniger tief verankert in deren jeweiligen Gesellschaft. Auch wenn man diese Leute natürlich nicht davon beschuldigen möchte, dass sie es gut fanden, dass die Nazis den Volkermord vollstreckten, kann man sie andererseits nicht davon freisprechen, dass es diese Protagonisten gut passte, dass sich Nazi-Deutschland dadurch für immer und ewig und weltweit diskreditierte. Hat mancher möglicherweise den Holocaust als eine (willkommene?) Selbstdemontage der Nazis betrachtet ?

Die Schande von Auschwitz betrifft so gesehen einen großen Teil unsere Welt, und möglicherweise sollten wir uns alle sehen als Nachfahren von Tätern. Es ist damit jedenfalls verständlicher, dass Israel sich bis heute als isoliert und ohne wirkliche Verbündete auf der Welt betrachtet.

#2 - 08.09.2009, 22:23 von

Die These, das Roosevelt Antisemit gewesen sei, wird durch Nicholson Baker in 'Human Smoke', New Yourk, 2008 unterstützt.
Es ist jedenfalls zu unterstreichen, dass es für die Verfolgung von deutschen und ausländischen Mitbürgern jüdischer Konfession durch die deutsche Regierung keinerlei Entschuldigung geben konnte und kann!

#3 - 08.09.2009, 22:23 von Joachim Trettin

Die "Leistungsträger" unter Hitler hatten nach Stalingrad in zunehmenden Grad eine Sensibilität dafür entwickelt, welche persönlichen Folgen eine militärische Niederlage mit sich führen könnte. Luftangriffe auf die Anlagen der Vernichtungslager hätten ihnen die Erkenntnis näher gebracht, dass ihr verbrecherisches Tun sowohl unter Observation stand als auch nicht hingenommen wird. Es ist sträflich, diesen Faktor zu unterschätzen.

#4 - 08.02.2013, 09:09 von Tihomir Radakovic

Das genaue Ausmaß der Todesmaschinerie der Deutschen während der Nazi-Diktatur wurde selbst den Amerikanern erst nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt. Als Erklärung für deren Untätigkeit beschuldigen die Kommentator hier Roosvelt direkt, und Churchill und Truman indirekt des Antisemitismus, und das ist in diesem Zusammenhang ungeheuerlich und heuchlerisch. Währen Sie den bereit einen Angriff zu befehlen der ganz sicher das Leben von hunderten vielleicht sogar tausemden Häftlingen auslöschen wurde, um die tötung eben dieser um paar Tage oder Wochen zu verzögern? Reicht es Ihnen nicht als Information dass es nur bei einem Angriff der garnicht dem Lager galt über 180 Häftlinge umgekommen sind? Bei einem direktem Angriff gäbe es viel mehr Opfer zu beklagen. Ich kann mir vorstellen dass selbst ein Roosvelt bei diesem Befehl moralische bedenken hatte. Man wusste zu dem Zeitpunkt viel zu wenig über diese Lager, vor allem das genaue Ausmaß war unbekannt, ja unglaublich. Und selbst wenn man die genauen Zahlen gewusst hätte, wäre "Erfolg" eines solchen Angriffs äusserst fraglich, weil zu dem Zeitpunkt eh schon mehr Menschen durch Erschießen an Ort und Stelle (Russland) als durch Vergasen umgebracht wurden.

#5 - 11.06.2013, 12:18 von Christian Hagmann

Ich frage mich gerade, warum es aus dem polnischen Untergrund keine direkten Anschläge auf die Bahnlinien gab. Eine Frage aus heutiger Sicht (heute kann man ja angeblich sogar im web Anleitungen zum Bombenbau finden), vielleicht gibt es hier einen Geschichtskundigen der dazu etwas weiß. Sogar ohne Sprengstoff können Bahnlinien beschädigt werden. Gab es keinen entsprechenden militanten Widerstand in Polen? Schade dass niemand diese Verbrechen wenigstens behindern konnte.

#6 - 12.06.2013, 12:19 von Jan Sobieski


>Ich frage mich gerade, warum es aus dem polnischen
> Untergrund keine direkten Anschläge auf die Bahnlinien
> gab.

Im besetzten Polen gab es hunderte solcher Anschläge, nicht nur auf die Bahnlinien sondern auch direkt auf die Züge. Jede Bahnbeschädigung wurde jedoch innerhalb kürzester Zeit - mit "Hilfe" der Zwangsarbeiter(!) - repariert. Nach den meisten Anschlägen fanden in den umliegenden Ortschaften blutige Vergeltungsaktionen statt.

> Gab es keinen entsprechenden militanten Widerstand in
> Polen?

Ist das Boshaftigkeit oder nur eklatantes Unwissen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es 2013 Menschen in Deutschland geben kann, die von dem polnischen Widerstand während des 2 Weltkrieges nichts mitbekommen haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Besetzung_Polens_1939%E2%80%931945#Polnis cher_Widerstand_1939.E2.80.931945

> Schade dass niemand diese Verbrechen wenigstens
> behindern konnte.

Es war nicht das einzige Verbrechen, das in dieser Zeit nicht verhindert werden konnte.

#7 - 07.11.2013, 10:08 von Katrin Koelle

Mal ganz abgesehen davon, dass Auschwitz eben leider Gottes keineswegs das einzige Vernichtungslager war - es ist absolut nicht nachzuvollziehen und auch nicht zu entschuldigen, dass die Alliierten es versäumt haben, wenigstens die in diese Todes-Fabriken führenden Bahngeleise unbrauchbar zu bomben.

Damit wären noch viele hunderttausend Menschen möglicherweise vor dem Schlimmsten bewahrt worden. Die schreckliche Wahrheit ist wohl, dass das Schicksal der Todgeweihten für die Alliierten größtenteils eher marginale Bedeutung hatte.

Das Argument, die Bombardierung der Bahnlinien oder eventuell sogar Lager hätte nicht geholfen oder jedenfalls nicht so effizient wie ein möglichst rascher Sieg über die Nazis, ist naiv bis zynisch.

Man muss sich das versuchen vorzustellen: Da sind die Menschen dort gefangen und haben Todesangst. Sie wissen, die Amerikaner, Russen und Briten sind gar nicht mehr so weit. Sie wissen, Deutschland wird schwer bombardiert, die Bomber haben also große Reichweiten.

Die Menschen erleben sogar, wie in ihrer unmittelbaren Nähe tatsächlich Bomben fallen. Sie hoffen auf Hilfe, auf Befreiung, auf Rettung. Und dann passiert - nichts!

Dabei wusste man offensichtlich spätestens 1944, welche Mordmaschine da tobt, man kannte die Gaskammern und sogar deren genaue Lage. Und man wusste mit Sicherheit, dass die Opfer per Bahn verschleppt wurden.

Wie gesagt, das ist noch unverzeihlicher als das Dichtmachen der Grenzen und die geradezu lächerlichen Quotenregeln für jüdische Flüchtlinge ab 1938 (oder früher, bin nicht sicher).

Die Schuld ging von Deutschland aus, das steht außer Zweifel. Aber die Länder, die die Verzweifelten zurück ins Verderben schickten statt sie aufzunehmen, haben durch das Unterlassen ihrer Hilfe den millionenfachen Mord mit möglich gemacht.

#8 - 07.11.2013, 10:08 von Katrin Koelle

>Danke für den interessanten Artikel, aber der (gutmeinenden) Redakteur hat sich meines Erachtens einige "Bären aufbinden lassen".
>
>Hier meine Kritik:
>
>1) Der letzte Paragraph seines Essays : "die wenigen Überlebenden (eines Bombardements) hätten nicht gewusst wohin zu fliehen". Das ist (leider) nicht entscheidend, weil es darum hätte gehen sollen, diese industrielle Vernichtungsfabrik zu zerstören. Auch wenn es schlimmstenfalls das Leben sämtliche Häftlinge gekostet hätte (was militärtechnisch gesehen gut zu vermeiden gewesen wäre, siehe unten), dann hätte sich die Zerstörung noch immer gelohnt.....für die weitere Millionen zukünftige Opfer unterwegs nach Ausschwitz !
>Aber sogar dieses Schreckensszenario (vollständige Zerstörung Auschwitz aus der Luft) wäre unnötig und vermeidbar gewesen. Es war vollkommen möglich ausreichend genau zu bombardieren, gerade im Osten (komme gleich dazu).
>Und Bahnlinien und Gaskammer ließen sich nicht so leicht ersetzen wie der Autor behauptet, vor allem nicht ohne bedeutsame Unterbrechung der angestrebten und durchgeführte "Tötung am Laufenden Band". Mann möchte sich bewusst machen, dass die Wannsee-Konferenz eindeutig das "Problem Endlösung" geschildert hatte : es war gar nicht möglich soviele Millionen umzubringen ohne eine geschmiert laufende Vernichtungsmaschinerie von wahrlich industriellen Ausmaß. Sämtliche Versuchen aus der "Vor-Wannsee-Zeit" (Erschießungen, Galgen, Vergasungen mittels LKW's) waren gescheitert, trotz rücksichtslose und menschenverachtende Einstellung der Henker !
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>2) In 1942 (Karski) war es tatsächlich technisch noch nicht möglich von England aus Einsätze gegen Polnisches Grundgebiet zu fliegen . Die Luftwaffe war noch sehr stark und allierte Flieger hätten es kaum geschafft Deutschland zu überqueren, noch abgesehen von eigener Reichweitenproblematik .
>Aber schon im Sommer 1943 (und nicht erst Juli 1944, wie im Artikel behauptet) waren die Amerikaner instande dies durchzuführen. Es wurden damals schon Einsätze geflogen gegen die Ölfelder in Rumänien, wobei Bomber aus England , Libyen und Italien starteten, und (nach Bombenabwurf) weiterflogen zur Landung in Rußland, wo sie aufgetankt worden sind.
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>3) Auch wenn man hätte vermeiden wollen , dass Goebbels den Allierten "Judenmord" vorwerfen könnte (wahrlich bizarre Idee) , wäre es militärtechnisch gesehen möglich gewesen präzisere Bombardierungen durchzuführen, sprich nur technische Anlagen (Bahngleisen, Gaskammern) zu treffen ohne viel Schaden an den Baracken der Opfer.
>Die "übliche" Ungenauigkeit der allierte Bomberflotten lag nur darin begründet, dass sie aus überlebensnotwendig große Höhe operieren müßten (ung. 9 km Höhe, über Deutschland). Aber gerade bei den Angriffen auf die rumänische Ölfelder sind sie viel niedriger angeflogen und haben dadurch eine viel bessere Präzision erreicht. Gerade im Osten wäre dies möglich gewesen, weil diese Gebiete von der Luftwaffe (und Flak) viel weniger intensiv verteidigt wurden als das deutsche Kernland.
>Auch hatten die Engländer mit der De Havilland Mosquito einen schnellen und präzisen Bomber, der im WWII viele (nächtliche) Präzisionsbombardements durchgeführt haben und die (in geheime Missionen) auch von England bis Schweden geflogen sind : eine mit Auschwitz vergleichbare Distanz.
>Es stimmt dagegen wohl, dass die englische Royal Air Force kein Interesse hatte an Präzisionsbombardements mit deren nächtlich operierende Lancaster-Bomberflotte. Historiker haben sich bis heute nicht darüber einigen können ob dies aus Unfähigkeit oder aus Terrorabsicht entstanden ist....
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>4) Es ist wohl unaufrichtig, von "Uneinigkeit unter den Juden" zu sprechen, nur weil der Vorstand der Jewish Agency selbstverständlich nicht "offiziell" vorschlagen konnte, Juden zu bombardieren. Die konnten politisch gesehen nicht anders, aber hätten bestimmt (mit Bedauern für die Opfer) zustimmend der Vernichtung der Gaskammern und Logistik Auschwitz's begrüßt.
>
>5) Das gut dokumentierte Verhalten der meisten Protagonisten (siehe Artikel : McCloy, Sinclair, Frankfurter, Stimson, Roosevelt) läßt nur eine plausibele Erklärung zu : es gab auch in deren Kreisen einen Antisemitismus, selbstverständlich weit weniger öffentlich als Hitler's oder Goebbels' , aber dafür nicht weniger tief verankert in deren jeweiligen Gesellschaft. Auch wenn man diese Leute natürlich nicht davon beschuldigen möchte, dass sie es gut fanden, dass die Nazis den Volkermord vollstreckten, kann man sie andererseits nicht davon freisprechen, dass es diese Protagonisten gut passte, dass sich Nazi-Deutschland dadurch für immer und ewig und weltweit diskreditierte. Hat mancher möglicherweise den Holocaust als eine (willkommene?) Selbstdemontage der Nazis betrachtet ?
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>Die Schande von Auschwitz betrifft so gesehen einen großen Teil unsere Welt, und möglicherweise sollten wir uns alle sehen als Nachfahren von Tätern. Es ist damit jedenfalls verständlicher, dass Israel sich bis heute als isoliert und ohne wirkliche Verbündete auf der Welt betrachtet.

Vielen Dank für Ihren Kommentar, der bei mir wichtige Wissenslücken gefüllt hat und dem ich, was seine Schlussfolgerungen betrifft, uneingeschränkt zustimme.

#9 - 14.03.2014, 11:53 von Kai Bonte

Warum die Alliierten Auschwitz nicht bombardierten

US-Präsident Bush hat bei seinem Besuch in Israel eine Frage erneuert, die Historiker und Zeitgenossen bis heute beschäftigt: Warum haben die Alliierten im Zweiten Weltkrieg zwar deutsche Städte, nicht aber das KZ Auschwitz bombardiert? Die Gründe sind vielschichtig. Von Hans Michael Kloth

#10 - 24.09.2014, 17:12 von Peter Schlueter

Die Einwaende

Herr Tihomir Radakovich die Sie bringen :: Als Erklärung für deren Untätigkeit beschuldigen die Kommentator hier Roosvelt direkt, und Churchill und Truman indirekt des Antisemitismus, und das ist in diesem Zusammenhang ungeheuerlich und heuchlerisch.:: kann ich nicht unterstuetzen. Es ist hinlaenglich bekannt, dass Churchill den Angriff der Deutschen Luftwaffe auf das Industiecenter in Coventry im November 1940 wissentlich zuliess, um den Deutschen nicht zu verraten, dass sie ihren Code genackt hatten. Auch hier starben Menschen. was die Vermutung zulaesst, dass Menschenleben nicht allzu hoch eingeschaetzt wurden. Soviel zu Churchills Untaetigkeit. Nicht zu vergessen, dass die Englaender 1946 unter spaeter alles versuchten, um Juden die Einreise nach Palaestina (damals ein britisches Protektorat) unmoeglich zu machen. Aus dieser Sicht ist der Vorwurf einer antisemitischen Verhaltensweise der damaligen allierten Maechte durchaus verstaendlich.

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