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Zeitzeugen der Nachkriegszeit: "Es hat keine 30 Sekunden gedauert, bis ich dem Führer

Not und Trümmer, GIs und Kohleklau: "Erinnern Sie sich an die Nachkriegszeit?", fragten wir. Das Echo war riesig, jetzt erzählen die Zeitzeugen - auf einestages und in der neuen Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE.
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#1 - 30.01.2018, 18:05 von Ute Antje Seemann

waren meine ersten englishen Woerter, die ich mit 4 Jahren lernte. Wir durften es den Eltern NIE erzaehlen, dass wir zur naechsten Kaserne liefen, und "bettelten"! auch vor den PX Laeden der englischen Besatzungssoldaten und ihren Frauen. BFN - british forces network hitparade ....

#2 - 30.01.2018, 18:19 von Thomas Jaeger

Nicht alle hatten das Glück, die Nachkriegszeit in der Heimat verbringen zu können. Bewegende Zeitzeugenberichte aus der Kriegsgefangenschaft sammelt z. B. Udo Pörschke in seinem Buch. Auf jeden Fall auch lesenswert!

#3 - 30.01.2018, 18:30 von Reikhard Angendorff

So viele(s) einfach vergessen?

Was ist mit all den Millionen Flüchtlingen aus den Vertreibungsgebieten, wo sind deren Stimmen? Hans-Graf Lehndorff: "Ostpreußisches Tagebuch" - da würde sich das so ganz anders lesen. Die Einnahme der Stadt Königsberg durch die Russen und die heute unglaublichen Jahre danach. Erst 1947 war für ihn das unmittelbare Leiden vorbei durch Ausreise/Vertreibung, für noch Unzählige ging es noch lange lange weiter.
Die Wolfskinder in Litauen, die versprengt durch die Lande und durch die Zeit irrten, teils noch bis in die 90er Jahre ihr wahres Zuhause suchten?
Die verbliebenen Deutschen in Oberschlesien?

Spielt alles keine Rolle bei so einem Thema?

Hm.

#4 - 30.01.2018, 19:19 von erwin fortelka

Ich kann mir gut vorstellen,

....dass die Resonanz zu diesem Thema überwältigend war. Es gibt aber noch ein weiteres Thema zum Komplex "Nachkriegszeit" Ich bin sicher, es würde eine weitere Spiegel-Ausgabe ebenso füllen: "Flucht und Vertreibung".
Schön, wenn die Redaktion das aufgreifen würde.
Erwin Fortelka

#5 - 30.01.2018, 20:29 von Hans Braunwarth

Ich habe das

nicht selbst erlebt, selbst bin ich ein Schwabe (geb 1957, Familie in Langenau seit 1515). Aus den Erzählungen der Freunde meiner Eltern, meiner Schwiegereltern und anderer Freunde kann ich das Leid der Heimatvertriebenen gut nachvollziehen. Mit unendlichen Mühen geflohen und in die BRD/DDR gelangt wurden sie, von der ortsansässigen Bevölkerung, oft als Menschen 2. Klasse behandelt. Sie waren halt Flüchtlinge! Wie heute auch ist das Flüchtlingsdasein kein Zuckerschlecken, es gab/gibt jedoch einen Unterschied. Die Flüchtlinge damals wollten sich integrieren (auch wenn manche gar kein deutsch konnten ( zB wegen Verschleppung). Alle sprachen einen anderen Dialekt. Der Willle war da, es gab/gibt heute in Deutschland Kommunen die ihre Wirtschaftskraft aus dieser Zeit schöpfen.
Heute kann man den Unterschied zwischen einem damaligen Flüchtling und einem Einheimischen nicht mehr erkennen.
Ausser wenn ich extremen Dialekt spreche :-)

#6 - 31.01.2018, 06:39 von Jörg Ludwig

Vertreibung

Sicher ist das Leid der Vertriebenen auch wert, erzählt zu werden. Aber das mindert doch nicht das Interesse daran, wie es den 'Einheimischen' erging. Auch mehr oder weniger harmlose Erinnerungen sollen erzählt werden. Und das wiederum heißt nicht, dass kein Platz für die 'anderen' Geschichten bleibt.

#7 - 31.01.2018, 09:14 von nils gronmeyer

als Baujahr 1962...

..habe ich die Erinnerungen meines Vaters und meiner Großeltern aus dieser Zeit oft nachgefragt.
Interessant waren die "Lücken" auf der einen wie auf der anderen Seite die nicht immer, aber dann manchmal doch zusammen passten. Nun sind alle schon gestorben und es bleiben viele Fotos, Dokumente ( die Essensmarken !), die Geschichten und 2 Koffer mit Kinderkleidung, oft genug aus ehem. Uniformresten zusammengenäht.
Spät wurden diese Nachkriegserfahrungen, speziell für derKinder/ Jugend literarisch aufgearbeitet und ich bin froh das mein Senior das noch lesen konnte.

#8 - 31.01.2018, 10:09 von Thorsten Becker

Kohleklau

Meine Oma, Mutter und Onkel wurden beim Kohleklauen erwischt. Die Konsequenz war das mein Opa bei der Kripo Bremen entlassen wurde. Verglichen mit heutiger Rechtssprechung ein sehr hartes Urteil, bedeutete es doch Hunger und Entbehrungen für die gesamte Familie. Und das für wenige Stück Kohle zu einer Zeit in der die Weser zugefroren war.

#9 - 31.01.2018, 11:25 von Tobias Lege

wie immer nur die halbe Wahrheit

Was ist mit Churchill, der den Bombenterror gestartet hat - googlet mal Churchill Dresden Zitat. Oder die Rheinwiesen. Alles Progaganda und Halbwahrheiten.

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