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Alternative Medizin: "Wir müssen den Menschen als Ganzes betrachten"

Corbis Sowohl Patienten als auch Ärzte sehnen sich nach mehr Menschlichkeit in der Medizin. Davon ist Jutta Hübner, Expertin für Komplementärmedizin, überzeugt. Im Interview erklärt sie, warum sich immer mehr Patienten von der Schulmedizin abwenden - und Heilung in alternativen Methoden suchen.
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#1 - 19.04.2013, 18:12 von ladywanda

Kommunikation ist alles...

Ohne eine gut funktionierende Kommunikation zwischen Arzt und Patient - und zwar auf Augenhöhe - ist alles medizinische Können nur Stückwerk. Und hier beginnt ja schon das absurde Theater unseres Gesundheitswesens: wie soll ein Arzt eine Diagnose stellen, wenn er maximal acht Minuten Zeit hat für das Gespräch mit dem Patienten?
Es ist mehr als überfällig, hier die GOÄ vom Kopf auf die Füße zu stellen. Es ist ein Gebot der Vernunft - denn schließlich verusachen Fehldiagnosen Folgeschäden in Millionenhöhe - von dem damit verbundenen menschlichen Leid gar nicht zu reden.
Man kann sich allerdings die ketzerische Frage stellen, wie vernunftgeleitet die Funktionäre und Lobbyisten der notleidenden Pharmaindustie sind...

#2 - 19.04.2013, 18:17 von freidimensional

Die Dame hat ja einiges interessantes zu sagen,

Zitat von sysop
Sowohl Patienten als auch Ärzte sehnen sich nach mehr Menschlichkeit in der Medizin. Davon ist Jutta Hübner, Expertin für Komplementärmedizin, überzeugt. Im Interview erklärt sie, warum sich immer mehr Patienten von der Schulmedizin abwenden - und Heilung in alternativen Methoden suchen.
das ist zu respektieren, aber die apodiktische Haltung, dass Globuli schon mal zu gar nix nütze sind, weil es biochemisch ganz unmöglich ist und solche Sachen:
Vielleicht sollte sie (und ihre Schwestern und Brüder im Geist der positivistischen Medizin, die nur materielle und keine energetischen Fakten respektiert) sich mal Gedanken machen, ob der Mensch nicht mehr ist als Biochemie...
Und sich mal mit der Tatsache befassen, dass jeden Tag medizinische "Wunder" passieren, die mit Biochemie oder sonstigem medizinischem Schulwissen rein gar nicht erklärt werden können.
Ja, vom gelernten Schulmediziner werden solche Vorkommnisse dann als sog. "Spontanheilung" angesehen, aber das Wort erklärt auch nix, allenfalls das eigene Unwissen, und es verweist auf den großen Bereich des Unbekannten, und so viel Bescheidenheit würden auch den Ärzten gut anstehen:
Zu erkennen, dass die unbekannten Faktoren schon mal deutlich zahlreicher sind als die bekannten.
Aber gut, "den Menschen als Ganzes betrachten", das ist zumindest mal ein Ansatz für künftige Weiterentwicklung.
Viel Glück dabei...

#3 - 19.04.2013, 18:18 von browneyes

Da ist sie wieder, die Religion...

"Solche Vorschläge laufen aber eher darauf hinaus, dass wir die Schulmedizin und die alternative Medizin, die eine ganz andere Grundlage hat, gleichberechtigt nebeneinander stellen - und sich beide Systeme auch noch gut vertragen sollen. Das ist schädlich für unsere Patienten und Rückschritt von hundert Jahren."
...es kann nur einen geben. Und das ist der Schulmediziner. Der wiederum braucht einen finanziellen Anreiz um sich seinen Patienten als Mensch zu nähern. Dabei tragen doch die Menschen die komplementäre Methoden suchen ihr Geld von ganz alleine dorthin, wo sie finden, was sie suchen. Aber die dort haben ja die falsche Religion. Die glauben nämlich nicht, das Evidenz eine statistisch feststellbare Grösse ist. Die glauben, das die individuelle Befindlichkeit die Evidenz für Wirksamkeit ist. Und dafür zahlen sie dann auch: das es bei ihnen persönlich wirkt und nicht statistisch gesehen bei einer doppelt verblindeten Kontrollgruppe.

#4 - 19.04.2013, 18:20 von Kai Denker

Hokuspokus

Sehr richtig, dass wir keine Esoterik brauchen! Ich frage mich aber, wieso sich sinnvolle Kritik an gegenwärtigen Gesundheitssystem immer wieder an diesem Hokuspokus abarbeiten muss. Homöopathie und ähnliche Esoterik sind schlicht Betrug und haben in einer Diskussion zur Verbesserung der medizinischen Versorgung nichts verloren. Diskutiert werden sollten sie allenfalls noch von Psychiatern und Strafrichtern. Zur Erforschung und Nutzbarmachung von "psychosomatischen Effekten" in der Medizin (vom Patientengespräch bis hin zu Placebos), die andere (auch teure) Behandlungen unnötig machen können, benötigt man weder Verweise auf esoterischen Betrugsmist, noch dieses unsägliche Plastikwort "ganzheitlich".

#5 - 19.04.2013, 18:23 von kas075

Verwechslung?

Wenn man als "ganzheitlichen" Ansatz versteht, die Menschen in ihren sozialen Beziehungen und in ihrem Weltbild zu akzeptieren und dies in Diagnose und Behandlung einzubeziehen, dann ist das seit langem Bestandteil der Schulmedizin! Das dies in unserem System das auch von Krankenkasse geschaffen wurde, oft nicht wirtschaftlich erbringbar ist, darf man nicht der Schulmedizin anlasten. Nicht verwechseln darf man dies mit dem m.E. hilflosen Versuch, jedes postulierte "Heil"Mittel und vage Energiefeld plus sonstigen esoterischen Quark als "ganzheitlichen" Ansatz zu verkaufen. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Branche Riesenumsätze mit minimalem wirtschaftlichen Einsatz und Risiko verbindet.

#6 - 19.04.2013, 18:41 von freidimensional

Wenn Sie es so sehen wollen,

Zitat von kas075
Wenn man als "ganzheitlichen" Ansatz versteht, die Menschen in ihren sozialen Beziehungen und in ihrem Weltbild zu akzeptieren und dies in Diagnose und Behandlung einzubeziehen, dann ist das seit langem Bestandteil der Schulmedizin! Das dies in unserem System das auch von Krankenkasse geschaffen wurde, oft nicht wirtschaftlich erbringbar ist, darf man nicht der Schulmedizin anlasten. Nicht verwechseln darf man dies mit dem m.E. hilflosen Versuch, jedes postulierte "Heil"Mittel und vage Energiefeld plus sonstigen esoterischen Quark als "ganzheitlichen" Ansatz zu verkaufen. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Branche Riesenumsätze mit minimalem wirtschaftlichen Einsatz und Risiko verbindet.
dann sollten Sie sich auch mal mit den um vieles höheren "Riesenumsätzen" der Pharma-Industrie und Krankheits-Industrie befassen und deren Lobby- und Geschäftspolitik, in der nach allem, was man wissen könnte, der share-holder-value mehr zählt als die Bemühung, den Menschen wirklich gesundzubekommen.
Mag sein, dass viel Betrug dabei ist bei den "alternativen", darüber zu streiten ist Zeitverschwendung. Aber warum um Himmels Willen hat der berühmte deutsche Schreiberling vor Jahrzehnten wohl folgendes gedichtet:
"Was bringt den Doktor um sein Brot?
a- die Gesundheit, b- der Tod!
Drum hält der Arzt, auf dass er lebe,
uns zwischen beidem in der Schwebe"
Soweit es mich betrifft, will ich mich nicht durch die Segnungen der Schulmedizin halb-tot als Umsatzträger einer Branche durch die vorgesehenen Stadien bis zum Exitus durchschleusen lassen, sondern ganz einfach eines: GESUND SEIN, und wenn das ein Esoterik-Fuzzi an mir mit-bewirken kann, dann isses ok. Wer heilt, hat recht. Oder nicht?

#7 - 19.04.2013, 18:43 von browneyes

Wenn Sie einen psychosomatischen Effekt erleben wollen...

Zitat von Kai Denker
... von "psychosomatischen Effekten" in der Medizin (vom Patientengespräch bis hin zu Placebos), die andere (auch teure) Behandlungen unnötig machen können, benötigt man weder Verweise auf esoterischen Betrugsmist, noch dieses unsägliche Plastikwort "ganzheitlich".
...dann messen Sie mal Ihren Puls wenn Sie ein Knöllchen unter dem Scheibenwischer finden. Dann brauchen Sie den Begriff auch nicht mehr in Anführunszeichen setzen. Und ganzheitlich heisst ja nur, das ich genau das in Betracht ziehe: dass ein unschuldiges Papierchen auf magische Art und Weise Ihre Nebenniere beinflußt. Da ist doch gar kein Wirkstoff drin, in dem Papierchen, oder?

#8 - 19.04.2013, 18:53 von roeber

Die Schulmedizin hat 100 Jahre lang geschlafen, warum brauchen wir sie heute noch?

Zitat: "Wenn wir also die Homöopathie in die evidenzbasierte Medizin integrieren wollen, lösen wir gerade diese Systeme auf. Solche Vorschläge laufen aber eher darauf hinaus, dass wir die Schulmedizin und die alternative Medizin, die eine ganz andere Grundlage hat, gleichberechtigt nebeneinander stellen - und sich beide Systeme auch noch gut vertragen sollen. Das ist schädlich für unsere Patienten und Rückschritt von hundert Jahren."
Geht die "evidenz" basierte Schulmedizin hundert Jahre zurück, in das Zeitalter der Elektro- und Quantenphysik, das sie verschlafen hat, wäre das ein Segen und überhaupt nicht schädlich für die Patienten! Es geht um den Menschen und nicht um die Medizin, die auf dem Markt der Krankheitsindustrie und noch lange nicht auf dem Markt der wahren Gesundheitindustrie angekommen ist! Wann endlich werden die Mediziner begreifen, in einer Welle die die Information ihres Gesprächpartner zu ihrem Handy überträgt ist auch nichts drin, und trotzdem, können sie heute mit ihm rund um den Globus Informationen austauschen!!!!! Die Schulmedizin, die dem Menschen heute immer noch als ein chemisch-mechanisches Wesen sieht und immer noch nicht begriffen hat, das alle chemischen Elemente und mechanische Teile, letztendlich nur aus einem Ganzen bestehen, nämlich aus Energie und Information, hat heute keine Existenzberechtigung mehr! Die Menschen sehen sich nach einer NEUEN Medizin. Und die gibt es es bereit und sie wird kommen, schneller als es die etablierte Schulmedizin glaubt.

#9 - 19.04.2013, 18:55 von postit2012

Eine kleine Frage...

Zitat von freidimensional
... Vielleicht sollte sie (und ihre Schwestern und Brüder im Geist der positivistischen Medizin, die nur materielle und keine energetischen Fakten respektiert) sich mal Gedanken machen, ob der Mensch nicht mehr ist als Biochemie...
Vielleicht sind Sie so freundlich, dem geneigten Leser zu erklären, was Sie unter "energetischen Fakten" verstehen?

Allerherzlichsten Dank
postit

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