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Enorme Wissenslücken: Viele Deutsche verharmlosen Depressionen

Getty Images Noch immer haben viele Menschen ein falsches Bild von Depressionen, zeigt eine Umfrage. Eine gängige Meinung: Wer unter der Krankheit leidet, hat etwas Schweres durchgemacht und sollte mal in den Urlaub fahren.
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#1 - 28.11.2017, 15:04 von karlsiegfried

Schweres durchgemacht

Ich mache jeden Tag schweres durch. Und zwar wenn ich zum Beispiel SPON lese. Als denkender Mensch kann man nur noch depressiv werden. Das hat nichts mit SPON zu tun, sondern mit der Flut und Masse von unlösbaren Problemen dieser Welt. Urlaub hilft wirklich. Keine deutsche Zeitung, kein ARD oder ZDF mit ihren psychisch ruhig stellenden Rentersendungen und so weiter. Das ist wirklich erholsam. Leider muss isch immer wieder zurück, weil mich kein Urlaubsland dauerhaft aufnehmen und auch kein Hartz IV bezahlen kann. Wer weiss Rat?

#2 - 28.11.2017, 15:04 von Richard.Fluehmann

Ausgezeichnete Bilder

Es gibt wohl kein Medium in Deutschland, dass seien Beiträge mit so guten Photomaterial illustriert wie Der Spiegel.

#3 - 28.11.2017, 15:14 von ergo-oetken

Kulturabhängiger Umgang mit ganz normalen Reaktionen

Eine Depression zu entwickeln, ist letztlich eine angemessene Reaktion auf Überforderung. Oft wird sie transgenerational weiter getragen https://alzheimer.ch/de/gesellschaft...n-und-revolte/ Selbstverständlich entwickeln nicht nur Menschen, die in Deutschland leben depressive Symptome. Besonders ist in unserem Land lediglich, dass man mit der Behandlung von depressiven Erkrankungen Geld verdienen kann und das konstante Ignorieren emotionaler Bedürfnisse als Tugend gilt.

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

#4 - 28.11.2017, 15:15 von Pfaffenwinkel

Depressionen

gab es vermutlich schon immer. Die Begriffe hierfür waren nur anders, z.B. Schwermut. Wer will, kann heute durchaus etwas dagegen unternehmen und damit leben.

#5 - 28.11.2017, 15:26 von xvxxx

Zitat von karlsiegfried
Ich mache jeden Tag schweres durch. Und zwar wenn ich zum Beispiel SPON lese. Als denkender Mensch kann man nur noch depressiv werden. Das hat nichts mit SPON zu tun, sondern mit der Flut und Masse von unlösbaren Problemen dieser Welt. Urlaub hilft wirklich. Keine deutsche Zeitung, kein ARD oder ZDF mit ihren psychisch ruhig stellenden Rentersendungen und so weiter. Das ist wirklich erholsam. Leider muss isch immer wieder zurück, weil mich kein Urlaubsland dauerhaft aufnehmen und auch kein Hartz IV bezahlen kann. Wer weiss Rat?
Und schon der erste Kommentar bestätigt die im Artikel gemachten Aussagen.
Lieber Mitleser, sie haben nicht verstanden um was es geht.

#6 - 28.11.2017, 15:28 von Plasmabruzzler

Psychologie hat den Ruf, eine vage und ungenaue Wissenschaft zu sein. Das mag auch stimmen. Leider wird aber medial und im Volksmund das Wort Depression für sämtliche depressiv anmutenden Zustände missbraucht und hat dadurch seine eigentliche Bedeutung fast verloren. Viele sprechen ja auch von der Grippe, auch wenn ein grippaler Infekt gemeint ist.
Eine echte Depression zu diagnostizieren ist schwierig und die Behandlung jener ebenso. Wer depressiv ist, ist nicht einfach nur (kurzfristig) traurig und es würde wahrscheinlich helfen, das Wort nicht bei jedem Zipperlein zu benutzen.

#7 - 28.11.2017, 15:36 von curly988

Ich war selbst betroffener. Drei Therapien und Medikamente waren nötig damit es besser wurde. Noch heute bin ich anfällig für Winterdepressionen.

Das ständige " und warum war das so ? " - in Erwartung dann einen schlimmen Schicksalsschlag zu hören bzw das ständige " ja aber das ist ja nicht wirklich eine Krankheit" kann ich manchmal nicht mehr hören.

Ich versuche dann ruigh zu erklären was es mit Depressionen auf sich hat. Verstecken möchte ich mich nämlich nicht mehr. Das habe ich jahrelang gemacht .

#8 - 28.11.2017, 15:36 von realplayer

Jeder Psychologe rät morgens keine Nachrichten oder Zeitungen zu lesen um nicht gleich deprimiert Richtung Arbeitsplatz zu marschieren.

#9 - 28.11.2017, 15:49 von Klinsmeier

@ergo-oetken

Sie haben sich offenbar nicht die Mühe gemacht, auch nur auf die wesentliche Aussage in diesem recht kurzen Artikel einzugehen. Drum nochmal: vor allem die schweren Depressionen haben einen endogenen Ursprung und sind eben nicht die Reaktion auf eine Belastung.
Und: was soll diese seltsame Anklage, dass mit der professionellen Behandlung von Depressionen auch Geld verdient wird?

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