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Ernährung und Sport: Vitaminpräparate schwächen Trainingseffekte

Corbis Viele Sportler schlucken Vitamin C und E, um den Muskelaufbau zu fördern. Tatsächlich bewirken die Stoffe das Gegenteil: Neue Studien zeigen, dass sie Trainingseffekte sogar abschwächen können.
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#1 - 18.01.2015, 09:49 von Torsten Schreiber

Wissenschaftsjournalismus der Spitzenklasse

Die vollkommen isolierte Betrachtung von Vitamin-Präparaten unsinnig wild gemischt mit Analysen von Lauf- und Krafttrainingseinheiten geht zunächst einmal weit an der Realität vorbei, in der der mittelmäßig gebildete Hobby-/Leistungssportler sehr stark auf die konkreten Bedürfnisse seiner Sportart zugeschnittene Kombipräparate zur Ergänzung nimmt. Egal, on Läufer oder Kraftsportler: es findet massivste gegenseitige Ermutigung statt, durch Supplemente gesunde Ernährung (was immer genau das sein mag) zu (Achtung) supplementieren, vulgo ergänzen. Der immer wieder erzeugte Eindruck, viele Hobbysportler wären unintelligente Pillenschlucker ist schlicht zum Lachen.
Im Übrigen ist anzumerken, dass die Einnahme von "Präparaten" (man muss es ja supergefährlich klingen lassen, um möglichst kein Vorurteil auszulassen, Ernährungsergänzung wäre viel sinnvoller) paradigmatisch zwischen Kraftsportlern und Läufern dramatisch unterschiedlich ist. Bekanntermaßen steht erstere Gruppe diesen Themen weitaus offener gegenüber.
Abschließende Bemerkung:
Egal, was die kluge Frau Wissenschaftsjournalistin mit Physikabschluss schreibt, nach einer Sporteinheit ultra sports refresher mit Zink, Selen, Magnesium und der patentierten Protein-KH-Mische (interessanterweise umgestellt auf eine trendigere niedrigere KH-Kombo) zu nehmen, ist grundsätzlich eine sehr gute Idee.
Und im Übrigen weiß jeder vernünftige Mensch, dass ohnehin Gemüse durch nichts zu ersetzen ist, wenn man seinen Körper wirksam vor Übersäuerung schützen möchte.

#2 - 18.01.2015, 10:23 von marenghi

Kommentar der Kreisklasse

Das einzige, was wild und unsinnig ist, ist Ihr Kommentar. Lesen Sie sich den nochmal durch und vergleichen Sie Ihre aus der Luft gegriffenen Spekulationen und Erfindungen mit dem, was die Wissenschaftler tatsächlich gemacht haben: Zwei saubere Studien zur Aussage "Vitamin C + E und Trainingseffekt", bei Ausdauer- sowie bei Kraftsportlern. Es ging um Antioxidantien und ihre Wirkung bei Training.

Da steht nichts über Zink, Selen und Magnesium.

Langsam geht mir dieses undifferenzierte wutbürgerliche Wissenschaftsbashing - am besten gemixt mit Aluhüten und anderen Verschwörungstheorien - auf den Senkel.

Broscience ist keine Science.

#3 - 18.01.2015, 10:26 von Robeuten_II

Hallo,

ich hatte schon vor Jahren ein seltsames Gefühl, wenn in der Muckibude Multivitaminsaft ausgeschenkt wurde; das ist keine neue Erkenntnis. Es wäre noch zu ergänzen, daß man den Trainingseffekt ebenfalls durch Einnahme von NSAR (Diclofenac, Ibuprofen, Aspirin usw.) deutlich reduzieren kann!!!
Zum Vorschreiber: es ist nachgewiesen, daß bei extrem austrainierten Spitzensportlern bestimmte Nahrungsergänzungsmittel etwas bringen. Es ist ebenso nachgewiesen, daß Sie und ich davon nullkommanull profitieren!

#4 - 18.01.2015, 10:48 von walter_e._kurtz

Marketing

Wenn der Hersteller sagt, es hilft, dann immer rinn damit!
Werbung lügt doch nicht! :-)

#5 - 18.01.2015, 10:52 von o-w

Ich finde,..

..dass 32 Probanden für eine saubere klinische Studie zu wenig Aussagekraft haben. Aber für eine erste wissenschaftliche Aussage ist das durchaus ausreichend. Bei einer Erhöhung der Probandenzahl und Verlängerung der Einnahmedauer wäre sie durchaus belegbar.

#6 - 18.01.2015, 10:55 von FlorianLippke

32 Probanden /2 = valide???

Vitaminpräparate schwächen Trainingseffekte...
und das wird uns durch eine Studie über zehn Wochen mit gerade mal 32 Probanden die zur Hälfte Placebo schlucken bewiesen?
Mal wieder eine Studie die so auch in der Cosmopolitan hätte stehen können. Was ist denn daran empirisch bewiesen? Reliabel oder valide kann eine Datenerhebung in diesem lächerlichen Umfang sicher nicht sein!
Entscheidend ist natürlich auch das Alter und Geschlecht der getesteten Personen. Dann ist diese kleine nicht aussagekräftige Messung auch nur auf das getestete Alter übertragbar. Zudem ist eine Studie mit Placebos im allgemeinen schwierig, da sichergestellt werden muss das hier die Probanden mit und ohne Placebo vergleichbar sind.
Die Gütekriterien empirischer Forschung sind hier mit Sicherheit nicht eingehalten worden!
Vielleicht sollte sich die Autorin dieses Artikels erst mit den Daten der Studie befassen bevor sie eine derart effekthascherische Überschrift wählt.

#7 - 18.01.2015, 11:00 von malwieder

schreiber schreibt wirren quatsch

Ihre vorgeblich heile Welt der Mischung aus sportlichem Training und teurem Konsum der angesagten Nahrungszusätze ist tatsächlich nur für Halbgebildete erträglich. Man muss sich nur mal im Netz zu den Webseiten der Anbieter durchwühlen. Krass! Solch eine kritiklose Anbetung von „Wissenschaft“, die aber offenbar weder von den Anbieters noch den Kunden verstanden wird, wird man woanders nicht finden. Keiner kommt auf die naheliegendste Idee: einfach mal laut zu sagen „Verstehe ich nicht!“. Fachwissenschftlich ist das eh Murks, der auch nicht klappt, dafür aber viel Geld einbringt. Und wer ist der beste Zeuge dafür, dass ein Bild nicht gefälscht, irgendeine Wirkstoffkombination tatsächlich wirksam ist? Der, der das für zuviel Geld soeben erworben hat. Grauslich - und oft nahe an Körperverletzung, was da angeboten wird.

#8 - 18.01.2015, 11:30 von cos74

Noch so eine Studie....

Okay, mit 1000 Probanten, querr durch alle Bevölkerungschichten mag eine Vitamine und Muskelaufbau-Studie zu einem wahrscheinlich objektiven Ergebnis kommen. Leider gibt es zu viele widersprüchliche Studien zum Thema Vitamine, das liegt auch daran, dass man nicht wirklich viel Geld mit ihnen verdienen kann und therapeutisch der nutzen doch sehr begrenzt ist.
Interessanter wären Studien: Vitamine und Imunsystem.
Auch die Theorie der freien Radikalen wird immer wieder mit neuen Studien in Frage gestellt.
Am Ende ist man nicht schlauer als vorher...

#9 - 18.01.2015, 11:43 von Sal.Paradies

Wo ist das Problem?

Ich verstehe diese Aufregung hier nicht. Was sollen denn diese gegenseitigen Beschimpfungen? Können wir nicht nach dem Mott verfahren "Jedem das Seine" ? Als normaler/naiver Konsument ist mir doch klar, dass ich niemals zu 100% eine Sicherheit über die Auswirkungen haben kann. Und dann noch dazu, dass der menschliche Körper per se niemals völlig gleichgeschaltet ist. Wenn jemand diese zusätzlichen Präperate nehmen möchte, dann kann er das doch tun. Ich persönlich präferiere hier eindeutig das "Orginal", also echtes Obst und echtes Gemüse. Wie blöd soll ich denn sein, wenn ich zugunsten einer "Pille" auf einen super/frischen/leckeren Obstshake verzichte?! Ich mache 3xWoche Studio Kraft/Cardio und wenn es das Wetter zulässt, dann auch gerne 1Std Fahrrad/Laufen durch den Wald. Meine "Belohnung" nach Studio/Freisport = einen tollen Shake/Salat würde ich niemals gegen irgend ein "künstliches" Produkt eintauschen. Ich spreche jetzt aber nicht von Säften wie z.B. Karottensaft/Gemüsesaft, etc..! Davon habe ich auch immer wieder einige Flaschen Zuhause, weil ich da auf die schnelle mal einen Schluck zu mir nehmen kann, wenn gerade nix frisches im Haus ist. Und ja, mir ist ja klar, dass Ihr hier über diese Studie streitet. Aber mal ehrlich. Jemand der, um gesund leben zu wollen, eine gute Mischung aus gutem Essen und Sport findet, der kann auf Zusatzpräperate durchaus verzichten. Und wer es trotzdem möchte, soll es eben nehmen. Punkt ! Immerhin sprechen wir hier doch von "Erwachsenen"! Da sollte jeder selbst entscheiden was er nimmt und woran er glaubt... ;-)

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