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Gedächtnis und Intelligenz: Nahrung fürs Hirn

Getty Images Kann Essen schlau machen - oder auch dumm? Studien über den Einfluss der Nahrung auf die Intelligenz von Mensch und Tier liefern teils verblüffende Ergebnisse.
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#1 - 26.06.2017, 11:16 von schwampf

Ursache und Wirkung

Ob die Studie ewas taugt, ist nicht nachzuvollziehen, da man nicht weiss,
wie genau sie zustande kam. Denn grundsätzlich ist es ja so, dass Eltern mit einem höheren Bildungsgrad
im Durchschnitt intelligenter sind als mit niedrigem Grad und sich zudem besser ernähren.
D.h. Intelligente Eltern= intelligente Kinder= bessere Ernährung. Die Intelligenz der Kinder ist also dann keine Folge der Ernährung sondern nur ein zusammen mit der besseren Ernährung die Folge einer ganz anderen Ursache (Vererbte Intelligenz)

#2 - 26.06.2017, 11:35 von andros0813

Was ist denn bitteschön schlechte Ernährung? Das soll wissenschaftlich sein (oder erscheinen)?
In wenigen Sätzen wird alles vermischt, von knappen Ressourcen, Diät, hungern, zu wenig gesundes Essen bis
Nahrungsbeschränkung. Die geistge Entwicklung des Menschen ist um einges facettenreicher als hier dargestellt.
Achso, Sommerloch..nun verstehe ich es erst (habe heute nur ein Brötchen gegessen, allerdings mit Avocado bestrichen..ist das gute oder schlechte Ernährung)

#3 - 26.06.2017, 12:41 von GrinderFX

Zitat von andros0813
Was ist denn bitteschön schlechte Ernährung? Das soll wissenschaftlich sein (oder erscheinen)? In wenigen Sätzen wird alles vermischt, von knappen Ressourcen, Diät, hungern, zu wenig gesundes Essen bis Nahrungsbeschränkung. Die geistge Entwicklung des Menschen ist um einges facettenreicher als hier dargestellt. Achso, Sommerloch..nun verstehe ich es erst (habe heute nur ein Brötchen gegessen, allerdings mit Avocado bestrichen..ist das gute oder schlechte Ernährung)
Schlechte Ernährung.
Mag sein, dass dank der Avocado teilweise genügend Vitamine gegessen wurden, hingegen fehlt es aber vollkommen an Protein und vor allem Creatin.
Dieses hat uns erst zu dem gemacht was wir sind. Wir sind mittlerweile wissenschaftlich weiter als dieser Artikel und erzählen möchte, nur wollen das viele einfach nicht hören.

#4 - 26.06.2017, 12:46 von hr.lich-daemlich

Irgendwie sinnfrei

Kinder, die in Armut leben und Junk-Food bekommen leben mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in einer geistig weniger anspruchsvollen Umgebung. Über viele Jahre hinweg ist natürlich klar, dass die geringere Herausforderung zu einer geringeren Entwicklung führt. Ich seh da weniger die Nahrung als Einfluss, sondern die Umgebung. Sollte die kleiner gewachsene Ratte zum Beispiel größere Nahrungsquellen kennen, dann wird sie sich mit den größeren Artgenossen darum streiten müssen und hat gar nicht die körperliche Voraussetzungen um diese Kämpfe zu gewinnen. Deswegen merkt sie sich die kleinen Orte an denen sie etwas zu essen bekommt ohne sich mit großer Konkurrenz rumzuschlagen. Sollte sie es nicht tun, wird sie nicht genügend Essen bekommen, den Kampf gar nicht erst weiter führen können und sterben. So funktioniert Evolution: Die kleine "schlaue" Ratte überlebt, weil sie in der Masse der normal Ausgeprägten nicht überleben kann.
Nur um klar zu stellen: Gute Basiserhährung ist wichtig um überhaupt die Denkmurmel ordentlich zu benutzen, aber sie muss auch benutzt werden, sonst entwickelt sie sich nicht. Das Gehirn ist ähnlich wie ein Muskel, wiederkehrende Aufgaben werden automatisiert, die dahinter liegenden Bahnen gestärkt, entsprechende Gehirnareale je nach Nutzung vergrößert.
Die Studie erscheint völlig Sinnfrei, aber vielleicht macht sie ja irgendwie Sinn irgendwann.

#5 - 26.06.2017, 13:59 von max_schwalbe

Keine Bohne auf abstrakte Korrelationen

Solange mir keiner zeigt, dass raffinierter Zucker im Laborversuch die Entwicklung von Nervenzellen hemmt oder diese schädigt, bleiben solche abstrakten Datenanalysen metaphysisch. Da spielen dann viel zu viele Faktoren mit rein, die man nicht mit berücksichtigen kann, und die Aussagekraft versinkt in der Glaskugel. Ein Beispel zu den Fischölen: Aus Laborversuchen weiß man inzwischen, dass nicht die Fischöle direkt, sondern daraus gebildete Metaboliten nach Aufnahme in den Körper verantwortlich sind für die teilweise positiven Effekte. Wenn man herausfindet, welcher dieser Metaboliten Hauptverantwortlich für die positiven Effekte ist, wird man auch eine klare Empfehlung geben können. Dazu muss man aber in Grundlagenforschung investieren und an der Basis Expermiente durchführen. Das Korrelieren der Aussage mehrer Studien, die sich wiederum auf Daten anderer Studien beziehen, ist stille-Post-Effekt pur. Wenn Politik und big Pharma doch die Grundlagenforschung wieder ernster nehmen und nicht als ineffektiv abzun würde, wären wir längst weiter!

#6 - 26.06.2017, 14:08 von mama_arbeitet

schlicht falsch

Zitat von GrinderFX
Schlechte Ernährung. Mag sein, dass dank der Avocado teilweise genügend Vitamine gegessen wurden, hingegen fehlt es aber vollkommen an Protein und vor allem Creatin. Dieses hat uns erst zu dem gemacht was wir sind. Wir sind mittlerweile wissenschaftlich weiter als dieser Artikel und erzählen möchte, nur wollen das viele einfach nicht hören.
Es fehlt Ihnen in einem Brötchen mit Avocado also vollkommen das Protein? Lustig.
Angenommen, es handelt sich um ein Weizenbrötchen, so käme man bei 100g Weizen auf gut 14g Protein.
Bei 100g Avocado immerhin auf 2g.

Ein Proteinmangel ist hierzulande eher schwer zu schaffen, da selbst Gemüse Protein enthält - oder wie oft hören und lesen Sie von Marasmus oder Kwashiorkor?
Was Kreatin angeht, so bildet der menschliche Körper selbst täglich ca. 2g, soweit ich das in Erinnerung habe. Ein Mehr ist vielleicht für Bodybuilder interessant, jedoch nicht für die Allgemeinheit. Die Aufnahme durch tierische Produkte ist recht gering, Sportler supplementieren das sowieso...

#7 - 26.06.2017, 14:29 von Kerze der Freiheit

Na ich weiß nicht. Beim IQ-Test des Spiegels von Eysenck aus dem Jahr 1987 erzielte ich einen IQ-Wert von 143 bis 144. Der Schachgroßmeister Kasparow hingegen erhielt "nur" 135. Dabei esse ich Weißbrot und Weißbrot im Übermaß, mag Schokolade und Fleisch. Mag ja sein, dass, wenn ich jetzt mehr Obst, Gemüse und Vollkornprodukte essen würde, mehr Fragen des Tests richtig beantworten würde, aber das halte ich doch eher für unwahrscheinlich. Rauchen und Alkohol mag die Intelligenz beeinflussen, vor allem, wenn man es mit diesem Zeug übertriebt, ein Mangel an Vitaminen etc. trägt sicher auch dazu bei, aber der Genuss von Weißmehl etc. dürfte wohl kaum einen Einfluss haben. Wie man das ceteris-paribus herausfinden will, würde mich mal wirklich interessieren.

#8 - 26.06.2017, 14:41 von GrinderFX

Zitat von mama_arbeitet
Es fehlt Ihnen in einem Brötchen mit Avocado also vollkommen das Protein? Lustig. Angenommen, es handelt sich um ein Weizenbrötchen, so käme man bei 100g Weizen auf gut 14g Protein. Bei 100g Avocado immerhin auf 2g. Ein Proteinmangel ist hierzulande eher schwer zu schaffen, da selbst Gemüse Protein enthält - oder wie oft hören und lesen Sie von Marasmus oder Kwashiorkor? Was Kreatin angeht, so bildet der menschliche Körper selbst täglich ca. 2g, soweit ich das in Erinnerung habe. Ein Mehr ist vielleicht für Bodybuilder interessant, jedoch nicht für die Allgemeinheit. Die Aufnahme durch tierische Produkte ist recht gering, Sportler supplementieren das sowieso...
Der Körper stellt nur etwa die Hälfte der benötigten Menge an Kreatin her. Nehmen sie kein Kreatin durch die Nahrung zu, haben sie einen Kreatinmangel.
Protein hat eine Wertigkeit und die ist bei Weizen so ziemlich am schlechtesten. Ihr Frühstück bestand also aus schlechten Kohlenhydraten, sehr schlechtem Protein und viel Fett.

#9 - 26.06.2017, 14:56 von fpa

Immerhin ein Anfang

Immerhin ein erster Schritt weg von viel zu plumpen und voreiligen Kausalitätsschlüssen hin zur Erfassung einer immensen wechselseitigen Komplexität.

Wobei der Rahmen wahrscheinlich leider immer noch zu eng gefasst ist. Hier zwei Beispiele von Wissenschaftsseiten (und nicht etwa von esoterischen Spinnern):
(1) Der Einfluss des Mikrobioms:
"Could gut microbes choose the menu for you?" - http://www.gutmicrobiotaforhealth.com/en/gut-microbes-choose-menu/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5102282/
(2) Die Arbeitsweise des Gehirns in Sachen Erinnerungen
Forschungsergebnisse von Hannah Monyer, Susumu Tonegawa u.a.

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