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Körper und Psyche: Wie Entzündungen Depressionen auslösen

Corbis Depressionen haben ihren Ursprung nicht allein in der Psyche. Immer deutlicher zeigen Studien: Oft sind Entzündungen im Körper mit im Spiel. Wie stark steuert das Immunsystem unsere Gefühlslage?
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#10 - 17.04.2015, 09:08 von steffenbaensch777

Ursache für Entzündungen im Hirn

Studien haben gezeigt, dass Entzündungen im Hirn durch alle möglichen Formen von Erniedriegungen, Mobbing und andere seelische Kränkungen auftreten.
Sind sind also nicht anderes als ordinäre Gewalt, die jedoch nie gesühnt wird.

#11 - 17.04.2015, 09:08 von elblette

Doofe Überschrift

OK, die Studienlage ist kompliziert, man weiß, dass Depressionen und Entzündungen irgendwie zusammenhängen (können). Alles weitere ist ungeklärt. Wird im Artikel auch so dargelegt. Die Überschrift suggeriert allerdings, dass der Sachverhalt klar ist und im Artikel erklärt wird. Jaja, ich weiß, Klickfutter, macht man so, aber es nervt trotzdem.

#12 - 17.04.2015, 09:18 von suplesse

Depression?

Der Begriff Depression wird inflationär missbraucht. Eine richtige endogene Depression ist was völlig anderes, als eine weinerliche Stimmung oder sogenannte Niedergeschlagenheit, verursacht durch Ereignisse. Entzündungen und ähnliches wirken sich auf den Gemütszustand aus, das ist doch klar. Das ist aber auch alles.

#13 - 17.04.2015, 09:21 von calimbo

diese Informationen sind alt

Ich wundere mich immer wieder, wie es möglich ist, das in Deutschland Informationen/Studien als neu betextet werden, die schon viele Jahre alt sind: der Zusammenhang zwischen Depressionen und Entzuendungen ist doch schon (jedenfalls in den USA) seit vielen Jahren bekannt und durch viele Studien belegt. Muss man denn in Deutschland alles nochmal erfinden bzw rausfinden? Man könnte fast meinen, unsere deutschen Wissenschaftler und Journalisten können kein Englisch ( und schauen also nicht ueber den deutschen Tellerrand) sonst wuerden sie ja vermutlich nicht "olle Kamellen" als Neuheiten ausgeben...

#14 - 17.04.2015, 09:38 von horstmoik

Für mich als Betroffenen

wäre es schön eine zu den heutigen Medikamenten alternative Behandlung zu erhalten. Ich habe Anfang des Jahres meinen SSRI-Hemmer abgesetzt, weil ich aus heiterem Himmel Suizidgedanken bekam. Nebenwirkungen dieser Art sind mMn nicht zu akzeptieren!

#15 - 17.04.2015, 09:39 von marenghi

Zitat von diskantus
das stimmt so nicht. Auch wenn die westliche Medizin es gerne hätte: die Psyche steuert den Körper, nicht umgekehrt.
Da sind bei Ihnen aber Jahrzehnte psychologischer und medizinischer Forschung spurlos vorüber gegangen :) .

Es ist ein Wechselspiel in ALLE Richtungen. Googlen Sie mal nach "Bleistiftexperiment", das ist die Kurzeinführung zum Thema in der Psychologie, dass sogar pure mechanistische Muskelkontraktion Emotionen hervorruft. Also: Sie lächeln nicht nur, wenn Sie gut gelaunt sind, sondern Sie sind auch gut gelaunt, wenn Sie - auf Kommando - lächeln. Tun Sie´s!

#16 - 17.04.2015, 09:40 von charly44

"Auch der Einsatz von Antibiotika wie Tetrazyklinen oder von Anti-Tumornekrosefaktor-Arzneien ist derzeit Gegenstand von Studien"
Eine sehr stärke Unterdrückung von TNF-Alpha und IL-6 kann man sich auch leicht selber basteln: man achte dazu auf einen normal-hohen Spiegel von Vitamin D:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=41044

Einfach mal 20 Euro ausgeben und den 25OHD-Wert beim Arzt messen lassen. Bei einem später nachgewiesenen Mangel übernimmt sogar die krankenkasse die Kosten.

Vitamin D kann man sich auch in D selber machen:
1) im Hochsommer 2)zur Mittagszeit 3) ohne Sonnencreme für 10 Minuten pro Seite in 4) Badekleidung in der Sonne liegen. 5) Auf das Duschen in den nächsten 2 Stunden verzichten. 6) Ein Alter unter 50 Jahren wäre ideal.

Im Winter muss man sich dann was anderes überlegen wo man sein Vitamin D herbekommt.
Bitte auf alle diese Punkte achten. Im Zweifel: Messen lassen hilft.

#17 - 17.04.2015, 09:45 von Pfaffenwinkel

Das wussten schon die Alten,

alles im Körper hängt mit allem zusammen.

#18 - 17.04.2015, 10:20 von Chaosfee

Zitat von diskantus
"können die Psyche so stark beeinflussen, dass die Betroffenen depressiv werden" das stimmt so nicht. Auch wenn die westliche Medizin es gerne hätte: die Psyche steuert den Körper, nicht umgekehrt.
Da sollten Sie aber nochmal genauer recherchieren.

Depressionen entstehen nicht ausschließlich durch vorangegangene Traumata.
Es reicht auch ein Ungleichgewicht des Gehirnstoffwechsels, das Fehlen oder der Überfluss bestimmter Hormone und schon landet man in der schlimmsten Depression ohne niemals ein schlimmes Ereignis erlebt zu haben. Darum können manche Medikamente sogar Depressionen auslösen, weil sie in die Gehirnchemie eingreifen.

Serotonin . . . ein Mangel daran kann die Stimmung schwanken lassen.
Immerhin besteht unser Gehirn und damit unser Denken und Fühlen auch nur aus elektrischen und chemischen Reaktionen und wenn da etwas schiefläuft, gerät das System durcheinander.
Daher können viele Depressionen auch mit speziellen Ernährungen, Verhaltenstherapien und Medikamenten sehr gut behandelt werden.

#19 - 17.04.2015, 10:50 von MaxJoy

Tragisch

Es ist tragisch, aber symptomatisch für den Zustand unseres Medizinsystems, dass ein wirksames Medikament gegen Depressionen keine Zulassung erhalten wird, weil sein Patentschutz demnächst abläuft und die Pharmaindustrie deshalb nicht investieren mag. Sollte es dann nicht die Aufgabe des Staates sein, einzuspringen, wenn dieses System derart versagt?

Nach 150 Jahren Forschung wird es mittlerweile immer schwieriger und teurer, noch andere und bessere Medikamente zu finden als die, die wir bereits haben. Da können wir es uns eigentlich nicht leisten, alte und bewährte Medikamente wegen fehlender Profitmöglichkeit auszusortieren oder neue Anwendungsmöglichkeiten zu ignorieren ...

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