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Körper und Psyche: Wie Entzündungen Depressionen auslösen

Corbis Depressionen haben ihren Ursprung nicht allein in der Psyche. Immer deutlicher zeigen Studien: Oft sind Entzündungen im Körper mit im Spiel. Wie stark steuert das Immunsystem unsere Gefühlslage?
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#50 - 19.04.2015, 22:05 von uban1

danke limubei

mein aktueller zahnarzt (dozent an der uni) rät inzwischen von implataten ab da er als gutachter viele zu viele komplikationen mit entzündungen mitbekommt. implatate nicht nur der zahn, sondern auch alle anderen 'fremdkörper' wie zb auch tote zähne. die neueste forschung soll inzwischen viel über die zusammenhänge dieser fremdkörperer, immunnsytsem und entzündungen haben.

da ich 4-5 von den im mund habe kann ich nur hoffen dass mein immunsystem das lange genug mitmacht bzw ich muss mein immunsystem unterstützen.

mein vitamin-d sollte auf einem hohen level sein, habe die letzten 3 monate gezielt NEMs eingenommen, 400.000 ie zum auffüllen der (vermuteten) defzite.

#51 - 20.04.2015, 15:16 von chen-men

Chronische Infektionen

Zitat von limubei
Zahnwurzel! ( ... ... ) Ein gesundes Immunsystem kann den Herd eindaemmen. Aber in anderen Faellen belasten dies Erreger den Koerper. Wurzelkanal kann nicht desinfiziert werden. Ich habe diese unangenehme Erfahrung gemacht und mache sie derzeit immer noch. Ich werde mir diesen Zahn entfernen lassen. Es entsteht auch immer wieder unangenehmer Mundgeruch!
Lassen Sie Ihren Serum-Ferritinwert überprüfen: ältere Menschen speichern oft Eisen (weil wir keinen Ausscheidungsmechanismus für Eisen haben) - und viele Krankheitserreger werden nur richtig aggressiv, wenn sie genügend Eisen haben (sogenannter "Virulenzfaktor").
Als Richtschnur sollte man die Ferritinwerte gesunder noch wachsender Kinder nehmen, allenfalls 25 ng/ml: Diese Kinder haben das Problem nicht. Schrammen, kleine Verletzungen heilen schnell und ohne Probleme.

Das ist auch bei mir der Fall, obwohl ich schon im Rentenalter bin. Wie erreiche ich das (obwohl wir in der Familie die häufigste Erbkrankheit Hämochromatose = Eisenspeicherung haben)? Ganz einfach: Blutspenden (denn mit Blut wird Eisen entzogen), alternativ gleichartige Aderlässe, bis das überflüssige gespeicherte Eisen weg ist (hilft auch gegen Körpergerüche): Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder...

(Nur am Rande: Gegen die chronische Borreliose, die eng mit Depressionen verknüpft ist, hilft das NICHT, weil Borrelien die Besonderheit haben, daß sie kein Eisen benötigen - die verwenden stattdessen Mangan. - Gegen die chronische Borreliose hilft zuverlässig Doxycyclin...)

#52 - 22.04.2015, 15:12 von huckfinn9

Bio-Psychiatrischer Dogmatismus

Ein namhafter Psychiater hat einmal gesagt, dass der westliche Mensch mehr von der Atombombe verstünde, also von sich selbst. Was Wunder, dass die einem modernen Aberglauben vergleichbaren Versuche nicht aufhören, das komplexe menschliche Erleben auf isolierte biochemische Mechanismen zu reduzieren. "Psyche" und "Körper" sind bloße Abstraktionen, die nicht dinghaft aufeinander wirken können. Man vermischt hier notorisch verschiedene Ebenen der Beschreibung. Auf der Ebene der Endokrinologie gibt es keine Depression. Die synchrone Besserung auf verschiedenen Ebenen kann auch einen Placebo-Effekt durch die "ärztliche Bemutterung" darstellen. Die einseitige erbbiologische Ausrichtung vieler Psychiater kann im Übrigen auch mit einem mangelnden Verständnis des psychischen Aspekts zusammenhängen, denn wo man etwas beobachten und messen zu können glaubt, da kann man sich sicher fühlen und vor allem Beziehung vermeiden. Wenn aber ein Psychiater sich hinstellt und von vornherein die biochemische Brille aufsetzt, dann raubt er seinen Klienten ihre Geschichte und damit ihre Identität. Über solche iatrogenen Effekte sollte man auch einmal nachdenken. Wenn Gelder überwiegend in einen bestimmten Forschungszweig fließen, muss man sich nicht wundern, wenn dieser überrepräsentiert ist. Man muss ja schließlich zeigen, dass die Gelder nicht fehlinvestiert sind.

#53 - 27.04.2015, 17:47 von Putenbuch

Den Zusammenhang zw. Depression und Immunsystem

durfte ich am eigenen Leib erfahren.

Eine etwa zwanzig Jahre lang nicht entdeckte Zöliakie. 20 Jahre lang mehr oder weniger starke Depressionen: in weniger als 2 Wochen verschwunden nach Ernährungsumstellung.

Herzlichen Glückwunsch.

#54 - 27.04.2015, 20:39 von Alias Alias

Ist Kapitalismus

eine Entzündung?

#55 - 12.09.2015, 13:44 von lathea

Das ist jedem Arzt bekannt und jeder behauptet, dass er nichts dagegen tun könne, es sei denn sein Handeln wäre illegal

Zitat: "Im Blut von Depressiven konnten Forscher in verschiedenen Untersuchungen deutlich höhere Konzentrationen des Tumornekrosefaktors und bestimmter Interleukine als im Blut von Gesunden finden". Warum sollte man denn keine höhere Konzentration des Tumornekrosefaktors u.a. finden. Schliesslich werden seit Jahren bei einigen Krebsarten Antidepressiva zur Behandlung eingesetzt. In der Schweiz wurden vor Jahren sogar Nikotinpflaster als Anti-Krebs-Medikament zugelassen. Interessanter wäre die Frage, warum Anti-Krebs-Mittel in psychiatrischen Abteilungen getestet werden und warum bereits in den 60-70-er Jahren bis dahin noch als Morbus-Hodgkin bekannte Krankheiten bei bestimmten Personen (mit einer jedem Arzt bekannten Genetik auf dem X-Chromosom) plötzlich zur Depression erklärt wurden und ein einfaches diagnostisches Erkennungsmittel aus der Radiologie zur Erkennung dieser Krebsart, das noch z.B. in älteren Pschyrembel-Versionen aufgeführt ist, plötzlich in diesem Zusammenhang nicht mehr in medizinischen Nachschlagewerken aufgeführt wird.

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