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Lichtmangel: "Eine Winterdepression muss ich niemals mit Medikamenten behandeln"

DPA Lichtmangel ist der Auslöser für die saisonale affektive Störung, besser bekannt als Winterdepression. Dagegen hilft eine Lichttherapie. Welches Licht das richtige ist und wie lange es angewendet werden muss, erklärt Psychiater Dieter Kunz im Interview.
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#1 - 02.10.2013, 18:04 von freiheitsglocke

Habe das ganze zunächst für esoterischen Käse gehalten und dann doch mal eine Lichtdusche im Krankenhaus ausprobiert. Habe mir anschließend selbst eine besorgt und seitdem nie wieder Probleme mit Winterdepressionen gehabt. 30 Minuten pro Tag bei 1000 Lux reichen völlig, um den Winter zu einer wundervollen Jahreszeit zu machen!

#2 - 02.10.2013, 18:07 von freiheitsglocke

Zitat von freiheitsglocke
Habe das ganze zunächst für esoterischen Käse gehalten und dann doch mal eine Lichtdusche im Krankenhaus ausprobiert. Habe mir anschließend selbst eine besorgt und seitdem nie wieder Probleme mit Winterdepressionen gehabt. 30 Minuten pro Tag bei 1000 Lux reichen völlig, um den Winter zu einer wundervollen Jahreszeit zu machen!
Selbstkorrektur: 10000 Lux meinte ich.

#3 - 02.10.2013, 19:12 von Rickie

Wieso esoterischer Käse? Schauen Sie sich um auf der Welt! Warum ist Alkohol in allen nördlichen Regionen ein so starkes Problem? Warum werden wir im Dunkeln müde und im Hellen wach? Warum werden wir trübe gestimmt, wenn es draußen trübe ist, und warum geht es und gut, wenn - insbesondere im Herbst/Winter - draußen Strahlewetter ist? Nein, das Ganze leuchtet schon ein. Im wahrsten Sinne des Wortes.

#4 - 02.10.2013, 19:50 von hf-de-ve

Ich empfehle...

den botanischen Garten, insbesondere das Tropenhaus, dort ist es nicht nur hell, sondern auch feucht-warm, man sieht endlich wieder grüne Pflanzen und kann sich gründlich durchwärmen!

#5 - 02.10.2013, 20:41 von jemandjemand

Geheimtipp: draußen spazieren

mir wurde auch mal empfohlen, möglichst viel natürliches Sonnenlicht draußen "abzuholen" - vor allem um meinen Vitamin-D Spiegel zu heben. Das hat leider überhaupt nicht geklappt. Seitdem teste ich immer zum Herbstanfang und den Winter über alle 2 Monate meinen Vitamin-D Spiegel und nehm dann bei Bedarf (und den hab ich im Winter immer) extra Vitamin-D zu mir. Zum Testen nutzen ich ein Vitamin D Test den man zu hause machen kann und dann in ein Labor einschickt - da mein Arzt mir keinen verschreibt. Ich glaube, dass machen die grundsätzlich erst, wenn einem die Haare ausfallen ;-) Dabei gibt es sogar Studien, die einen deutlichen positiven psychischen Effekt durch eine gute Vitamin-D Versorgung zeigen...
Vitamin D Tests gibts hier: http://www.vitamindtest.org.uk/ und hier: http://www.cerascreen.de/vitamin-d-test.html
und Vitamin-D findet man massenhaft bei Amazon oder Nu3
Im moment warte ich gerade auf meine Ergebnisse für diesen Herbst - hab aber schon mal mit 5.000 IE Vitamin-D pro Tag angefangen.
Ich spaziere dann mal nach hause (dunkel) und dreh die Lampen an ;-)

#6 - 02.10.2013, 20:42 von mielforte

Das wirksamste Mittel gegen die Herbst/Winterdepression

ist das Wissen um dessen Ende. Mit Geduld erreichen Sie alles, sogar das nächste Frühjahr.

#7 - 03.10.2013, 23:45 von enkidu78

optional

Lichttherapie ist völlig überteuert und albern. Da hatte wirklich Jemand eine clevere Geschäftsidee. Dabei gibt es entsprechende Leuchtmittel mit Tageslichtspektrum ab 10€ beim Aquaristik/Terrarium- oder Fotobedarf.
Optimal sind die sogenannten 5-Banden Röhren von Osram. Sie bilden das Tageslichtspektrum am besten ab

#8 - 03.10.2013, 11:41 von freiheitsglocke

Zitat von Rickie
Wieso esoterischer Käse? Schauen Sie sich um auf der Welt! Warum ist Alkohol in allen nördlichen Regionen ein so starkes Problem? Warum werden wir im Dunkeln müde und im Hellen wach? Warum werden wir trübe gestimmt, wenn es draußen trübe ist, und warum geht es und gut, wenn - insbesondere im Herbst/Winter - draußen Strahlewetter ist? Nein, das Ganze leuchtet schon ein. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Is' klar. Aber dass der Einfluss SO krass ist, dass er selbst so stakre Depressionen vertreibt, wie ich sie hatte, hätte ich nicht für wahrscheinlich gehalten. Dafür erschien mir die Lösung zu einfach, um wahr zu sein. Ich bin schließlich über Jahre hinweg mit Medikamenten behandelt worden, bis eine Assistenzärztin mal auf die Idee kam, dass es auch was mit der Jahreszeit zu tun haben könnte.

Im Nachhinein ist die Feststellung ziemlich banal. Aber wenn man mitten im Saft steht, kommen x Ursachen in Frage.

#9 - 04.10.2013, 08:50 von michael.pfeiffer

mhplus Krankenkasse unterstützt Lichttherapie

Die Aussage, wonach Krankenkassen die Lichttherapie nicht bezahlen, ist nicht mehr aktuell. Seit September 2013 können Versicherte der mhplus Krankenkasse erstmals von einem Zuschuss profitieren. Dafür notwendig ist eine ärztliche Verordnung. Verordnungsfähig sind CE-zertifizierte Lichttherapiegeräte mit einer Lichtintensität zwischen 2.500 und 10.000 Lux. 80 Prozent der Kosten für die Anschaffung übernimmt die mhplus bis zu einem Maximum von 150 Euro. Hierzu legt der Versicherte einfach die Geräterechnung und die ärztliche Verordnung vor:
http://www.mhplus-krankenkasse.de/pressemitteilungen-2013+M5a5a6b37574.html

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