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Menschen mit angeborenen Muttermalen: "Ich lerne jeden Tag, mich selbst und meine Hau

Brock Elbank Der Fotograf Brock Elbank hat Menschen porträtiert, die seit ihrer Geburt unzählige Muttermale haben. Wie leben Betroffene damit, mit den Blicken, den Vorurteilen?
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#1 - 29.04.2019, 18:49 von Teutonengriller

Ich finde diese Menschen

alle extrem interessant und attraktiv. Meine Frau hat so etwas Ähnliches und ist stark tätowiert und gepierct . Uns nervt auch das Getuschel, anstatt uns offen anzusprechen

#2 - 30.04.2019, 06:48 von stammeskrieger

Eine 7 jährige sagt:

"Ich weiß, dass ich anders aussehe als andere Kinder, aber meine Muttermal hat mich nie wirklich gestört, es ist nur ein kleiner Teil von dem was ich bin."

Und ich dachte, Ihr hättet den Relotius rausgeschmissen.
Wenn ein 7 jähriges Mädchen, das in der westlichen Welt sozialisiert wurde, und das bereits in diesem Alter den enormen Druck der auf Frauen und ihrem äußeren Erscheinungsbild lastet erahnen muss, einen solchen Satz gesagt haben soll, dann glaube ich das schluchtweg nicht.
Hier ist folgendes passiert:
Ein Fotograf hat sich ein Thema rausgesucht, das Aufmerksamkeit erregt: die Abweichung von der Norm. Und dann wird den Abgelichteten die Gelegenheit gegeben, sich selbst und dem Rest der Welt kund zu tun:
Ich bin schön so wie ich bin!
Glaube ich nicht.
Ich bin überzeugt davon, das ich mit einem solchen Mal im Gesicht zutiefst verunsichert wäre. Und das es mich stören würde. Natürlich würde ich mir selbst erzählen wollen, das es mich nicht stört. Nachts allein im dunklen Wald hilft eben nur Pfeiffen.
Aber ich kenne nach persönlichen Gesprächen mit Menschen die körperlich auffallen niemanden der es toll findet drastisch anders zu sein.
Ich möchte kein X für ein U vorgemacht bekommen...

#3 - 30.04.2019, 08:49 von isikat

Also doch nicht Relotius

Der beste Beweis dafür ist Ihr Kommentar. Ich wollte eigentlich kommentieren "welche Vorurteile? Welche Blicke?", aber nach dem Lesen Ihres Kommentars lasse ich das. Obwohl mir immer noch nicht klar ist, wer hier Vorurteile haben sollte und warum. Und warum Blicke unangenehm sein sollten. Ich würde natürlich auch schauen, aber interessiert, denn ich finde das überhaupt nicht unattraktiv, im Gegenteil. Es ist nur einfach außerhalb der üblichen Norm, diese Menschen übersieht man nicht einfach, sie haben etwas Besonderes.

#4 - 30.04.2019, 12:23 von isar56

Zitat von isikat
Der beste Beweis dafür ist Ihr Kommentar. Ich wollte eigentlich kommentieren "welche Vorurteile? Welche Blicke?", aber nach dem Lesen Ihres Kommentars lasse ich das. Obwohl mir immer noch nicht klar ist, wer hier Vorurteile haben sollte und warum. Und warum Blicke unangenehm sein sollten. Ich würde natürlich auch schauen, aber interessiert, denn ich finde das überhaupt nicht unattraktiv, im Gegenteil. Es ist nur einfach außerhalb der üblichen Norm, diese Menschen übersieht man nicht einfach, sie haben etwas Besonderes.
Dennoch wird - nach meiner Erfahrung - überwiegend gegafft.
Setzen Sie sich mit einem Schwerstkranken, der gezeichnet ist oder mit einem gehörlosen Kind in ein cafe.
Mich, als nicht direkt Betroffene stört das Geschaue nicht.
Aber ein Mensch, der weiß, dass er tot krank aussieht muss schon sehr robust sein, um nicht verunsichert zu werden.
Und ein kleines Kind, mit dem Sie sich in Gebärdensprache verständigen sagt: Du tust mir leid. Wegen mir schauen alle her.

Der Familie am Nachbartisch waren sämtliche Kinnladen heruntergefallen, ob der Verständigung mit den Händen.
Aber Niemand kam her und erkundigte sich ganz offen, wie das alles so funktioniert.
Gut, dass das betroffene Kind eine vertrauensvolle Beziehung zu mir hat und ich es davon überzeugen konnte, dass ich sehr gerne so kommuniziere, auch wenn andere Leute das >interessant< finden.