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Neue Leitlinie zu Angsstörungen: So wollen Experten Angst, Panik und Phobien behandel

Corbis Höhenangst, Panikattacken, soziale Phobien: Krankhafte Ängste sind weit verbreitet - und werden oft verschwiegen. Dabei sind sie meist mit geringem Aufwand gut zu behandeln. Jetzt haben Experten eine neue Behandlungsleitlinie vorgestellt.
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#1 - 08.05.2014, 11:36 von fatherted98

Ich hab....

...irrsinnige Angst vor an den Haaren herbeigezogenen Artikeln in SPON...ich glaub ich brauch auch ne Therapie....

#2 - 08.05.2014, 11:49 von tzyschologe

Benzodiazepine

Sind keine Schlafmittel, auch wenn einige dazu verwandt werden (Ebenso als Relaxanz und zur Beruhigung). Nicht die Alltagssorgen machen Krank, sondern die Krankheit namens Generalisierte Angststörung zeichnet sich dadurch aus, das Alltagssituationen häufiger und stärker mit Angst beantwortet werden als bei den meisten Menschen. Die (multifaktorielle) Ursache der Krankheit muss durch Fachpersonal individuell erhoben werden.

#3 - 08.05.2014, 12:08 von spotmakesmyday

Der letzte Abschnitt..

...in dem Artikel ist der wichtigste. Jede (Angst)Erkrankung ist total individuell, so sollte auch die Behandlung sein. Da paßt man dann aber hopplahopp nicht mehr ins Krankenkassenschema...

#4 - 08.05.2014, 13:01 von psychologiestudent

Zitat von tzyschologe
Sind keine Schlafmittel, auch wenn einige dazu verwandt werden (Ebenso als Relaxanz und zur Beruhigung). Nicht die Alltagssorgen machen Krank, sondern die Krankheit namens Generalisierte Angststörung zeichnet sich dadurch aus, das Alltagssituationen häufiger und stärker mit Angst beantwortet werden als bei den meisten Menschen. Die (multifaktorielle) Ursache der Krankheit muss durch Fachpersonal individuell erhoben werden.
Zitat von tzyschologe
Sind keine Schlafmittel, auch wenn einige dazu verwandt werden (Ebenso als Relaxanz und zur Beruhigung). Nicht die Alltagssorgen machen Krank, sondern die Krankheit namens Generalisierte Angststörung zeichnet sich dadurch aus, das Alltagssituationen häufiger und stärker mit Angst beantwortet werden als bei den meisten Menschen. Die (multifaktorielle) Ursache der Krankheit muss durch Fachpersonal individuell erhoben werden.
stimmt, war mir gar nicht aufgefallen, guter Hinweis! Im Fließtext steht "etwa zwei Prozent machen sich extreme Sorgen um eine Vielzahl alltäglicher Gefahren (Generalisierte Angststörung). ", was ja korrekt ist, aber die Überschrift "Auch Alltagssorgen können krank machen" ist irreführend. Diese Patienten haben nicht immer mehr Alltagsprobleme als andere Menschen, sie gehen anders damit um. Ich habe aber generell das Gefühl, dass die Generalisierte Angststörung oft schlecht bekannt ist, entweder wird sie als ängstliche Depression fehldiagnostiziert, oder Patienten mit wiederkehrenden undefinierten Angstattacken bekommen die Diagnose, obwohl sie dafür nicht gedacht ist...

#5 - 08.05.2014, 13:25 von doclocke

Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Mich wundert, dass in diesem Artikel Bewegung als eine der Therapiemethoden überhaupt keine Erwähnung findet.
1 Stunde am Tag ordentliche Bewegung, und es gäbe in Deutschland nachweislich circa 50 % weniger psychisch Kranke. Adrenalin wird über mehrere Stunden abgebaut, die psychomotorische Unruhe (und der Blutdruck) sinkt. Abgesehen von 50 % weniger Demenzkranken, 75% weniger TypII Diabetikern, bis zu 40 % weniger Krebs, weniger Infektionen, geringeres Bedürfnis nach Alkohol Zigaretten, Süßem...
Aber wir laufen ja lieber zum Arzt ;)

#6 - 08.05.2014, 14:39 von artusdanielhoerfeld

Unfug

doclocke schrieb:
"1 Stunde am Tag ordentliche Bewegung, und es gäbe in Deutschland nachweislich circa 50 % weniger psychisch Kranke."

Haben Sie sich das ausgedacht, oder welche Quellen können Sie für Ihre abenteuerliche These anführen?
Und sagen Sie das mal all den hart körperlich arbeitenden Menschen, die acht oder mehr Stunden am Tag "ordentliche Bewegung" haben, aber dennoch (oder gerade deswegen) krank werden!

#7 - 08.05.2014, 15:07 von vonwoderwestwindweht

***

Noch viel effektiver wäre es wenn Medien zum Zwecke der Klick-Erhöhung nicht pausenlos hysterische Angstmacher-Artikel veröffentlichen würde, in denen ganz normale Dinge wie der Verzehr von Rohmilch, Salat oder harmlose Krankheiten wie Fußpilz nicht ständig als potenziell tödlich heraufstilisiert würden, ganz zu schweigen von den ständigen Apokalypse-Beschwörungen zum Thema Strahlen, Artensterben, Klimakatastrophe, Verseuchungen aller Art usw. Wissenschaftliche Artikel - unbedingt! Faktenzentrierte Information - klar! Aber hört einfach endlich auf mit den Hysteriker-Artikeln wie mit diesen ständigen Fuchsbandwurm-Geschichten (die Wahrscheinlichkeit sich einen Fuchsbandwurm einzufangen ist nur geringfügig höher als die von einem Meteoriten erschlagen zu werden) oder dieser Hysteriker-Kram, dass Rohmilch potenziell tödlich sei (wie hat Homo sapiens das nur zigtausende von Jahren überlebt, und das ganz ohne Gesundheitsamt, Antibiotika und Verbraucherministerium?).

German angst gibt es auf allen Ebenen, und die Suppe wird immer wieder aufgewärmt, anstatt ein gutes Maß zu finden, wo einerseits zwar informiert wird, aber nicht immer sofort eine Panikschürerei daraus wird.

#8 - 08.05.2014, 15:08 von glen13

Zitat von fatherted98
...irrsinnige Angst vor an den Haaren herbeigezogenen Artikeln in SPON...ich glaub ich brauch auch ne Therapie....
Warum müssen bei den Psychologiethemen immer einige Witzbolde aus ihren Löchern kommen und alles ins Lächerliche ziehen? Ist das eine Phobie vor allem was man nicht kennt, nicht kapiert oder nicht wahr haben will? Oder einfach nur Kraftmeierei?

#9 - 08.05.2014, 16:06 von duncerville

Angst vs. Leitlinie

Die Psychologie ist sicher ein Instrument um Therapien für Menschen mit Angst,Stress, Sinkender Stressbewältigungskompetenz, Burn Out usw. bereitzustellen.
Man muss jedoch bedenken, dass es hier sehr viele "Schulen" mit verschiedenen Ansätzen gibt.
Kognitive VT, Covered Conditioning, die Behaviouristen mit ihren Ansätzen. Anhänger von Jung, Adler, meinethalben auch Freud (ganz unrecht hatte er ja nicht...aber)
Wenn da jemand eine "Leitlinie" herausgibt, sollte genau geschaut werden welcher Ansatz wirklich dahintersteckt.
Zudem wie wird Angst definiert (vom Therapeuten,Psychologen,Psychoanalytiker...) und wie empfindet der betroffene die Angst selbst.
Man sieht doch, dass hier höchst subjektiv argumentiert wird.
Ist die Angst ausgelöst durch Frustration-Agression-Regression-Fixation? Oder soziale Deprivation mit evtl. folgender anaklitischer Depression und einhergehenden Angstzuständen?
Also man könnte noch hunderte Beispiele aufzählen, wie kommt dann eine "Leitlinie" dazu; pauschal alles mit fast nur FÜNF Sitzungen erreichen zu wollen?!
Ha? Kann mir das mal einer erklären?
Wahrscheinlich nicht, da die Experten (s.0.) in ihrer Meinung selbst im hohen Maß divergieren-und streiten.LoL
Wie soll da ein Patient durchblicken?
Ah ja, da ist ja die Leitlinie -hier werden Sie geholfen.
Gut, die Psychologische Beratung,der Therapeut kann mit sicherheit (weiter) Helfen.
Aber bitte schön; wenn schon, dann soll auch gesagt werden, dass dies schon ein längerer Prozess ist.
Und alle Faktoren: Patient,Therapeut, angewandte Methode müssen zusammen passen.
Und zu guter letzt, Medikamente können sehr wohl Angstzustände/Depressionen therapieren (und das schnell). Ist aber, und das weiss wohl jeder, kein Dauerzustand.Wobei auch hier (s.o) dies sehr subjektiv sein kann bezogen auf die "Einsatzdauer"
Also wen jemand Probleme hat, erst mal zum Hausarzt; dieser kann sicherlich die richtige Patientenbezogene Hilfe geben.
Medikament Zielbezogen auf den Abbau von "Angstzuständen" oder (wenn er nicht selbst) eine Psychologische Beratung vorschlagen mit ggf. anschließendem Therapieeinsatz bei einem Psychotherapeuten-der aber auch subjektiv betrachtet (Patientenzentriert) das richtige Werkzeug aus dem Kasten holt. Aber bitte nicht unbedingt und sofort die Leitlinie.

Erinnert mich ein wenig an die Qualitätsmanagemt/ISO 9000 Hysterie vor ca. 10 Jahren.
Was ist von DER Leitlinie geblieben?! Ha?...Nix..LoL

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