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Psychische Gesundheit von Großstädtern: Stadt, Land, Stress

DPA The City never sleeps - genau dieser Gedanke zieht viele Menschen in die Großstadt. Doch der Metropolenstress kann krank machen. Psychiater fordern, das Wissen bei der Stadtplanung zu berücksichtigen.
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#10 - 30.08.2013, 17:18 von 1hz

mehr kranke

leben auf dem land...wenn ich aus berlin raus fahre faengt es an...sie sind ueberall...wie die zombies...fallen da bloss ueberhaupt nicht mehr auf...;)

#11 - 30.08.2013, 18:33 von at.engel

Mehr Grünflächen...??

Da gibt es ganz andere Dinge, die in wirklichen Metropolen Stress machen.: Zum Beispiel die irrsinnig langen Anfahrtswege und der damit verbundene Zeitverlust. Ein bis zwei Stunden Stau oder U-Bahn bis zur Arbeit sind die Regel. Hat man den Tag erst mal hinter sich, ist es nochmal das Gleiche, ehe man zu Hause ist.
Punkt zwei Arbeit und Anforderungen sind in Metropolen ganz andere. Pruktivität und der damit verbundene Leistungsdruck sind im Allgemeinen wesentlich höher; und auch die Verantwortung. Es arbeiten auch wesentlich mehr Menschen in Strukturen, die sie selbst kaum mehr überschauen, wodurch auch ein gewisser Grad von Entfremdung entsteht.
Zeit und Raum sind in Metropolen generell Luxus. Jeden Quadratmeter - egal, ob es sich jetzt um Wohnfläche, ein Café, Arbeit oder Freizeit handelt - kostet ein Vermögen und der finanzielle Aufwand ist immens, wodurch permanent Leistungsdruck bzw. auch Frustration entsteht.
Ob es da jetzt Grünflächen gibt oder auch nicht, ist fast egal. Ich persönlich ziehe sowie jede Altstadt irgendwelchen anonymen Wohnvierteln vor, so grün sie auch sein mögen.

#12 - 31.08.2013, 09:01 von goodcharlotte

Autos raus aus den Städten

M.E. sind es die zu vielen PKW, die den Stress in Städten verursachen. Durch Lärm, Gestank, Agression der Fahrer und permanente Unfallgefahr. Es gibt Zeiten, zu denen man sich in Berlin etwa auf bestimmten Straßen gar nicht mehr bewegen kann. Die Innenstädte sollten konsequent verkehrsberuhigt werden, park &ride Angebote gemacht werden. Da arbeitet die Autolobby leider konsequent gegen, wie der ADAC in seinem Blättchen immer wieder solz verkündet.

#13 - 31.08.2013, 10:12 von vonwoderwestwindweht

***

Das, was in dem Artikel vorgeschlagen wird, ist doch großenteils für den Stress erst mitverantwortlich: breite Berliner Bürgersteige, auf denen bis tief in die Nacht lautstarke Geselligkeiten aller Art stattfinden und die jedem im Umkreis von 500 Metern, der schlafen oder auch nur in Ruhe lesen will, auf den Sender gehen.

Oder wie der Mathematiker Blaise Pascal das ausdrückte: "

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen."

#14 - 31.08.2013, 10:16 von Rooo

Tja, selbst Schuld. Ihr wolltet ja unbedingt alle in der Großstadt wohnen. Dann wird aber von einigen trotzdem wieder gejammert, weil es ja gar nicht so toll ist, wie ausgemalt. Zieht doch einfach um, falls es nicht gefällt.
Gleiches gilt übrigens auch für die steigenden Mieten in Ballungsräumen. Warum sollten die Bewohner außerhalb der Großstädte jetzt auch noch den Wohnungsbau in Großstädten mitbezahlen, bzw. euch Mietzuschüsse ermöglichen? Um die Investoren glücklich zu machen? Nein Danke! Steigende Mieten in den Großstädten sind ein natürliches Regulativ, das als Nebeneffekt bewirkt, dass die anderen Gemeinden nicht völlig aussterben.

#15 - 31.08.2013, 11:09 von xehris

Auch Provinzstress kann krank machen

Die echte deutsche Provinz, also nicht etwa die ruhigen grünen Vororte der Ballungszentren (Ja, so etwas gibt es auch, da gibt es wenig Stress!), ist ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Dort ist zwar der Verkehr und Lärm nicht so stark, dafür sind die Leute oft unausstehlich: Pathologischer Kontrollzwang der Nachbarn, Spießigkeit, Gleichförmigkeit, Arroganz gegenüber Menschen die "anders" sind, bis zum Rufmord, Langeweile, Verblödung.
Die Tendenz, in die Großstädte zu ziehen, resultiert aus den negativen Erfahrungen, die vor allem junge Leute in der Provinz gemacht haben. Außerdem, wie soll man psychisch gesund bleiben, wenn es zwar schön sauber und ruhig ist, aber anständige Jobs fehlen?!
Wer sich durch die Innenstädte gestresst fühlt, kann sich ein ruhigeres Umfeld in den oft dörflichen Vororten der Ballungszentren suchen, wo die Psyche wenig belastet wird. Die Wahlfreiheit, das ist ebenfalls der Vorteil der Großstadt.

#16 - 31.08.2013, 11:50 von xehris

Zitat von at.engel
Da gibt es ganz andere Dinge, die in wirklichen Metropolen Stress machen.: Zum Beispiel die irrsinnig langen Anfahrtswege und der damit verbundene Zeitverlust. Ein bis zwei Stunden Stau oder U-Bahn bis zur Arbeit sind die Regel. Hat man den Tag erst mal hinter sich, ist es nochmal das Gleiche, ehe man zu Hause ist.
Extrem lange Anfahrtswege (mehr als 50 km) zur Arbeit sind eher typisch für die deutsche Provinz, da dort zu wenig Arbeitsplätze vorhanden sind. Wer in Ballungszentren lange Wege zum Job zurück legen muss, der wohnt nicht in der Stadt selbst, sondern meist in einem ruhigen Vorort und pendelt eine relativ kurze Strecke ins Stadtzentrum. Hier geht es aber um Bürger, die im dichten Häusermeer der Innenstädte leben und deshalb gestresst sind.

#17 - 31.08.2013, 12:15 von dantheman77

Ihr ernst?

zitat:" Das, was in dem Artikel vorgeschlagen wird, ist doch großenteils für den Stress erst mitverantwortlich: breite Berliner Bürgersteige, auf denen bis tief in die Nacht lautstarke Geselligkeiten aller Art stattfinden und die jedem im Umkreis von 500 Metern, der schlafen oder auch nur in Ruhe lesen will, auf den Sender gehen. Oder wie der Mathematiker Blaise Pascal das ausdrückte: " Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.""
Wirklich? Wäre es in dem Fall nicht besser sich eine ruhige Wohnlage im Grünen zu suchen? In Städten pulsiert nunmal das Leben, deshalb wohnt man ja da... ;-)

#18 - 31.08.2013, 13:21 von urban4fun

Zitat von 1hz
leben auf dem land...wenn ich aus berlin raus fahre faengt es an...sie sind ueberall...wie die zombies...fallen da bloss ueberhaupt nicht mehr auf...;)
Außerhalb Dresdens ist es auch so. Und mir ist gerade das erste Mal so richtig bewusst geworden, dass es zwischen Berlin und nur Dresden ja nur eines gibt:


Das große Nichts. :-O

#19 - 31.08.2013, 16:01 von chaps

Alle die ich kenne...

..die in der Stadt Leben, sind am Jammern! Zu viel Verkehr, Lärm, Gefahren für die Kinder, kein Erholungsraum, etc. Ging mir auch mal so, habe lange in der Frankfurter Innenstadt gewohnt. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll von hupenden Taxis, der Parkplatzsuche und der Hetze. Ich bin dann 30 KM außerhalb ins Grüne gezogen. In 30 Minuten bin ich jetzt in Frankfurt. Wenn ich mal wirklich ausgehen will, Kino, Museum, etc. bin ich ruck-zuck in der Innenstadt und wieder zurück. Ich zahle wesentlich weniger für das Wohnen, lebe im Grünen und vermisse die Stadt null. Man kann beides haben.

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