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Stress im Job: Deutlich mehr Krankschreibungen wegen Überlastung

DAK / Wigger Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland leiden an Überlastung und Erschöpfung. Die Folge: mehr als 30 Millionen Krankschreibungen im Jahr. Die Linke fordert nun eine Anti-Stress-Verordnung.
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#10 - 05.05.2018, 15:01 von Elke Klöfer

Burnout wegen mangelndem Angebot an Kitas und Betreuung vom Staat

Ich kenne einige Burnout Betroffene und fast immer liegt die Ursache der Überlastung an den familiären Umständen. Kein Kitaplatz, falls einer ergattert wurde gibt es oft unsinnige Öffnungsregeln. Ein Logopädie- , Arztbesuch oder Krankheit von Kindern zwingt die Eltern in eine unglaubliche Stresssituation. Vor kurzem wollte ich eine alleinerziehende Mutter einstellen. Die wusste gar nicht, wie sie das organisieren soll mit ihrem Kind.
Warum tun wir so wenig für unsere kommende Generation?

#11 - 05.05.2018, 15:55 von Nordstadtbewohner

Das typische Problem: Die Alten mögen keine jungen Chefs

Zitat von Zaunsfeld
Unser Abteilungsleiter (U35) hat ein Dutzend solcher Schulungen besucht, aber ansonsten keinen blassen Dunst von gar nichts (Unternehmen im Ingenieursbereich).
Sie zeigen das typische Dilemma auf: Die alten Mitarbeiter mögen junge Vorgesetzte nicht, vor allem wenn sie jünger als 35 sind und ein abgeschlossenes Studium vorweisen können. Das geht der Generation 50+ völlig gegen den Strich, wenn nicht derjenige Chef wird, der das ausdauerndste Sitzfleisch und Dienstalter vorweisen kann. Wer jung, dynamisch und leistungshungrig ist, wird schnell als "Jungspund" und "Jüngelchen" verunglimpft, gerade hier im Forum.

#12 - 05.05.2018, 16:15 von freigeistiger

Der Stil macht's

Zitat von constractor
Für mich hört sich das alles nach einem einzigen großen MiMiMi von seiten der Arbeitnehmer an. Wer seine ganze Arbeit in der regulären Wochenarbeitszeit schaft ist nicht genug ausgelastet. Bei uns in der Firma machen wir es eigentlich so das wir den Leuten 50 % mehr Arbeit geben als man normalerweise einplant. So trennen wir die Spreu vom Weizen. Was ich mir eher mal Wünschen würde ist, das man Mitarbeiter die sich wegen einem solchen Mist gleich Krankschreiben lassen leicht loswerden kann. Immerhin verweigern sie die Vertraglich zugesicherte Arbeitsleistung zu erbringen. Ganz allgemein gibt es viel zu viel Krankschreibungen in Deutschland. Wegen jedem Furz rennen die Leute gleich zum Arzt und bleiben zu Hause. Aus meiner Sicht ist alles was einen nicht auf die Intensivstation bringt KEIN Grund nicht zur Arbeit zur erscheinen. Alle wollen immer einen dicken Gehaltscheck, aber wenn dann Leistung verlangt wird dann wird gejammert.
Ich halte Sie für einen Troll. Ihr Post ist ein Fake. Anderer Aspekt.
Beispielsweise die Gastronomie findet schlecht Auszubildende. Viele Auszubildende brechen die Ausbildung ab. Als Grund werden vielfach die unterirdischen Umgangsformen und Umgangston genannt. So etwas kann man nicht als Branchenfolklore schönreden. Dass ist dumm. Niemand muss sich dass schlechte Benehmen seiner Chefin oder seines Chefs gefallen lassen. .

#13 - 05.05.2018, 16:28 von derBob

Differenzierung

Interessant wäre eine Differenzierung der Zahlen nach Branchen. Wie sieht's im öffentlichen Dienst aus? Wie im medizinischen Sektor, der verarbeitenden Industrie, den Dienstleistungen?
Ohne dies taugt es nur, wie man hier im Forum dieht, nur als Grundlage plattester Stammtischparolen.

#14 - 05.05.2018, 16:36 von le.toubib

Schon klar

Zitat von alexander001
Und trotzdem bis 67, am besten 72, weil die Rente nicht reicht. Warum? Millionen Gäste und deren Kapriolen müssen ja leistungslos finanziert werden. Super!
Was bitte hat burn out mit den Flüchtlingen zu tun? Nichts? Aber Hauptsache mal wieder seiner Xenophobie nachgegangen sein ...

#15 - 05.05.2018, 16:46 von Ein_denkender_Querulant

"Arbeiter muss man peitschen"

Die provokative Überschrift ist ein Zitat eines alten ungarischen Kommilitonen, der es leider fürchterlich ernst meinte. In gewisser Hinsicht stimme ich auf Basis meiner Erfahrung damit über ein, dass man weitern Teilen der Bevölkerung leider Druck machen muss, damit sie effektiv arbeiten, obwohl es keineswegs eine gute Methode ist und noch weniger langfristig funktioniert.

Das Grundübel liegt viel weniger an der Menge Arbeit, als daran, dass kaum noch jemand Arbeit hat, die ihm Freude schenkt. Und genau das ist die wichtigste Motivationsspritze. Widerlig gemachte Tätigkeiten belasten auch nach kurzer Zeit, voller Elan und Freude sind auch 12h kein Problem, jede Mutter schafft das während Erziehungszeiten, jeder Selbstständige arbeitet mehr und jeder Student in Summe auch.

#16 - 05.05.2018, 16:51 von le.toubib

Und das ist auch gut so!

Zitat von varlex
[...] Ich selbst habe im Bekanntenkreis so einen Fall. Da ist man dann schnell mal ein halbes Jahr krank geschrieben. Danach erfolgt eine Wiedereingliederung in den Betrieb, den die Krankenkassen bezahlen. Dies kann ebenfalls 3-6 Monate dauern.
Ich arbeitete mal ein Jahr lang in einer Orthopädischen Reha-Klinik. Und dort machten wir ähnliches, genauer, wir ordneten es an, drum kümmern mussten sich die Sozialarbeiter der Klinik.

Aber dazu muss man sagen, eine schrittweise Wiedereingliederung gibt es bei orthopädischen Erkrankungen eher selten, meist reicht eine ergonomische Bureaueinrichtung bei sitzenden Berufen oder bei Berufskraftfahrern ein orthopädischer Sitz im LKW/Bus, beides natürlich nur Beispiele.

Btw., all das zahlt nicht die Krankenkasse, wie Sie behaupteten, sondern die zuständige Rentenversicherung, welche auch den Aufenthalt in einer Reha-Klinik finanziert nach der Devise:
"Reha statt Rente!"

#17 - 05.05.2018, 17:12 von le.toubib

Ich verbessere Sie nur ungerne, wirklich!

Zitat von dragondeal
Millionen von Gästen haben diese Land mit aufgebauten, weil "wir" das alleine gar nicht geschafft hätten [...]
Aber beim Wiederaufbau Deutschlands gab es noch keine Gastarbeiter. Diese holten wir erst zur Zeit des Wirtschaftswunders, als es in Deutschland nicht mehr genügend Arbeitnehmer gab.

Dafür ist es interessant zu wissen, dass gerade beim Bau des Westwalles recht viele Gastarbeiter beschäftigt wurden - anscheinend waren selbst die Nazis noch nicht so KOMPLETT xenophob wie heute die "A"fD -, insbesondere Italiener, da gerade diese als Spezialisten für Hohlbauten gelten. Selbst mein Vater nahm für den Bau seine Unterirdische Pumpspeicherkraftwerke noch sehr gerne italienische Tiefbaufirmen, die Baukeramik zum Auskacheln des Speicher bevorzugte er auch italienische Baukeramik, seiner Meinung nach die beste der Welt.

Zurück zum Westwall. Zum Beispiel entstand so der deutsche Schauspieler Mario Adorf ...

#18 - 05.05.2018, 17:20 von friedrichgadow

Typisch

Schlagzeile ohne saubere Ursachenanalyse (Zusammenhang mit dem nachfolgenden Artikel???) aber viel Meinung und Polemik. Das hat das Thema nicht verdient.

#19 - 05.05.2018, 17:27 von Frida_Gold

Zitat von constractor
Für mich hört sich das alles nach einem einzigen großen MiMiMi von seiten der Arbeitnehmer an. Wer seine ganze Arbeit in der regulären Wochenarbeitszeit schaft ist nicht genug ausgelastet. Bei uns in der Firma machen wir es eigentlich so das wir den Leuten 50 % mehr Arbeit geben als man normalerweise einplant. So trennen wir die Spreu vom Weizen. Was ich mir eher mal Wünschen würde ist, das man Mitarbeiter die sich wegen einem solchen Mist gleich Krankschreiben lassen leicht loswerden kann. Immerhin verweigern sie die Vertraglich zugesicherte Arbeitsleistung zu erbringen. Ganz allgemein gibt es viel zu viel Krankschreibungen in Deutschland. Wegen jedem Furz rennen die Leute gleich zum Arzt und bleiben zu Hause. Aus meiner Sicht ist alles was einen nicht auf die Intensivstation bringt KEIN Grund nicht zur Arbeit zur erscheinen. Alle wollen immer einen dicken Gehaltscheck, aber wenn dann Leistung verlangt wird dann wird gejammert.
Moment: Sie schreiben in einem Atemzug, dass Sie Mitarbeitern 50% zuviel Arbeit geben und werfen ihnen gleichzeitig vor, nicht die Arbeitsleistung zu erbringen?
Nee, nee, so läuft das nicht. Man schließt einen Arbeitsvertrag, auf den sich beide Seiten geeinigt haben - und BEIDE SEITEN müssen sich dann auch dran halten. Der Arbeitnehmer erfüllt seinen Teil. Wenn der Arbeitgeber ihm mehr aufbrummt, als er schaffen kann, hält sich der Arbeitgeber nicht an den Vertrag und ist der Verursacher des Problems, ganz einfach. Sie wollen 50% mehr Leistung zu 0% mehr Geld.

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