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200 Bewerbungen, fast nur Absagen: "Bin ich ein aussichtsloser Fall?"

Getty Images/iStockphoto 53 Jahre alt und auf Jobsuche: Was tun, wenn es monatelang einfach nicht klappen will? Der Karriere Coach Matthias Martens rät, sich die richtigen Fragen zu stellen - und selbstkritisch zu sein.
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#1 - 17.06.2019, 08:50 von björn_marten

Völlig Weltfremd

Diese sogenannten Ratschläge haben gar nichts mit der Realität der Jobsuche zu tun und sind einfach nur theoretisches Gefasel um sich wichtig zu tun

#2 - 17.06.2019, 08:50 von Kritik

Ich fasse den Rat mal zusammen:

Ich fasse den Rat mal zusammen:

1) nutzen Sie die Kontakte in Ihrem persönlichen Netzwerk
2) kontaktieren Sie Headhunter
3) seien Sie bereit, umzuziehen
4) wechseln Sie die Branche
5) schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter

Na das sind ja Knaller-Tipps, auf die wird ein Arbeitssuchender niemals alleine kommen...

#3 - 17.06.2019, 08:51 von andyby1960

was für ein Irrsinn diese Antwort

Eigentlich kann man zu den Ratschlägen dieses Outplacementberaters (der setzt Leute frei und stellt sie nicht ein) nur schmunzeln, mit wie viel Schmalz er den Bewerber die Schuld in die Schuhe schiebt. Das ganze geht aber am Kern vorbei und wer lange in einer Position verharrt ist unflexibel. Was für ein Blödsinn, denn heute ist es schwer seine Position zu behaupten, wie dieser Herr es sehr wahrscheinlich selber erleben durfte. Fachkräftemangel ist eher ein Märchen in Deutschland, es fehlen billige Arbeistkräfte und das ist in Deutschland leider das Geschäftsmodell. Im Vergleich zu den USA oder gar anderen Europäern sind wir ein Wegwerf Niedriglohnland. Irgendwann wird uns das teuer zu stehen kommen, denn die sozialen Verwerfungen sind extrem.

#4 - 17.06.2019, 09:01 von Wini Walter

Welch traurige Wahrheit ...

"Wenn jemand mehr als zehn Jahre bei demselben Arbeitgeber in derselben Position ausharrt, wirkt das wenig überzeugend. " - Heutzutage ist es leider so, daß wenn man einen Job gerne macht, man ein Idiot ist. Es zählt nur noch das Hamsterrad. Immer schneller, weiter, höher … "Wo ist mein nächster Karriereschritt?" - und es zählt nicht mehr, ob evtl. das Umfeld, das Betriebsklima, das Wir-Gefühl, die Gemeinschaft wichtiger ist als ein neuer Jobtitel, ein paar Euronen mehr … Bitter.

#5 - 17.06.2019, 09:03 von smartphone

HR-Problembären

Einen derartigen "Kracher" wie diese Koryphäe von HR-ler zu befragen ist symptomatisch. Es ist dieser fossildenkende Typus ,der selbst Uniabsolventen schon vor 20 Jahren als zu alt einstufte ... oder eben hochfragwürdige Erwartungshorizonte pflegt .....Der Personaler ist offenkundig völlig weltfremd . Denn dieser Kaufmann ist doch absolut geeignet .... Er ist halt keine 34 mehr und hat eine zwar angemessene , aber weit weg vom Hilfspolanti liegende Lohnerwartung ....
Noch krasser ist es ja bei MINT , wo man ja schon vorgeworfen bekommt nicht sofort exakt passend Skills zu haben , und wenn dann sind 1 Jahr Erfahrung zuwenig , weil man mind 5 sehen -egal was einer in der Zeit geleistet ...oder man wirft dem Kandidaten als Malus vor , dass der vorher als Ing gearbeitet aber nach IT gewechselt ..also fachfremd (!) ...usw..... Es ist also heute leider völlig normal dass Personaler sich laut ins www stellen udn sich damit brüsten Leutz jenseits der 35 gar nciht mehr einzuladen.... Und die Politik findet das auch noch toll. Der o.g. Kandidat darf sich in DEM Alter als virtueller Rentner einrichten.

#6 - 17.06.2019, 09:04 von marthaimschnee

die richtigen Frage

Es würde mit der absolut wichtigsten Frage beginnen, nämlich die an die Presse, wo denn hier bitte ein Fachkräftemangel existieren soll. Wenn es diesen tatsächlich gäbe, dann wären die Arbeitgeber die Verzweifelten und würden sich um jeden Bewerber reißen, auch wenn der vielleicht etwas mehr Aufwand an Einarbeitung und Qualifizierung bedeutet. So jedoch macht es lediglich den Eindruck, daß die AGs wie ein verwöhntes Balg rumjammern, weil sie keine dritte Playstation bekommen. Und die Medien verbreiten deren Ansicht, so wie die Omi das arme Kind bedauert, weil es nicht bekommt, was es möchte.

#7 - 17.06.2019, 09:04 von RalfHenrichs

Seltsam

Haben wir nicht Fachkräftemangel und werden nicht überall kompetente und engagierte Leute so händeringend gesucht, dass findige Unternehmer aus lauter Verzweiflung im Ausland Leute anwerben, damit die Arbeit gemacht wird? Oder handelt es sich dabei nicht doch um bloße Unternehmenspropaganda, Fake News und Lohndumping?

#8 - 17.06.2019, 09:07 von huz6789

Allgemeinplätze

Mit den wenigen Angaben kann man nicht seriös beurteilen, wo das Problem liegt. Dient hier wohl nur als Aufhänger für ein paar Allgemeinplätze zum Thema Jobsuche.

#9 - 17.06.2019, 09:08 von jonath2010

Seltsame Logik

Wenn ich seine berufliche Biografie richtig verstehe, ist der Mann eine echte Fachkraft. Aber er findet trotz hunderter Bewerbungen keinen Job. Sein Manko ist, dass er bereits über 50 ist. Wie ihm wird es vielen Arbeitssuchenden in Deutschland gehen. Trotzdem fordern Politik und Arbeitgeber permanent und nervtötend die "Zuwanderung von Fachkräften" nach Deutschland. Was ist das für eine seltsame Logik?

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