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Arbeitsmarkt: So werden Frauen bei der Bewerbung diskriminiert

Getty Images/MITO images Noten, Alter, Sozialkompetenzen - offenbar unwichtig: Wenn sich Frauen bewerben, werden sie systematisch benachteiligt. Wissenschaftlerin Dorothea Kübler hat das Vorgehen von Personalchefs untersucht.
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#1 - 25.02.2019, 17:59 von RioTokio

Gut, dass wir über 200 Genderinstitute in Deutschland haben.
Da wird so was geforscht.
Die armen benachteiligten Frauen haben es auch wirklich schwer.
Soll da auch ne Quote kommen?
Bei Kanalarbeiter*innen und Müllwerker*innen sieht es gendermäßig auch ganz düster auf.
Also los - die Politik soll den bösen Unternehmern endlich Vorschriften machen, die wissen ja nicht was gut für sie ist, da müssen schlaue Politiker*innen endlich Kante zeigen.

#2 - 25.02.2019, 17:59 von t_mcmillan

Jobs in der Baubranche...

Reden wir von Bauingenieuren/Bauingenieurinnen oder reden wir von z.B. Straßenbauern/Straßenbauerinnen?

#3 - 25.02.2019, 18:01 von supergrobi123

Gern weiter forschen!

Ein weiterer interessanter Forschungszweig wäre nun, herauszufinden, ob Männer und Frauen in diversen Jobs womöglich tatsächlich unterschiedlich gut arbeiten.
Da das Thema Bau ja explizit im Text hervorgehoben wurde, würde ich sehr gern mal was über einen direkten Vergleich zwischen der Arbeitseffektivität von Männern und Frauen z.B. beim Hochziehen einer Mauer inkl. Zementsäcke schleppen etc. lesen!
Ich vermute mal stark, dass Frauen dank besserer Noten in Geschichte und weniger Fehlzeiten in der Schule deutlich schneller und besser arbeiten als ein Mann?
Oder?
Bitte erforschen!

#4 - 25.02.2019, 18:03 von xbpv060

unglaublich

Mir (männlich) hat man im Bewerbungsgespräch bei einem großen deutschen Automobilkonzern gesagt bzw. gezeigt durch beidhändiges Anheben der Brüste dass wenn ein Bewerber mit Brüsten kommt, ich leider keine Chance auf den Job habe. Dieses wir armen Frauen sind so benachteiligt, kann ich echt nicht mehr hören. Es nervt.

#5 - 25.02.2019, 18:04 von DJ Doena

"Wir konnten feststellen, dass die Personalverantwortlichen die Bewerbungen der Frauen im Durchschnitt deutlich schlechter bewertet haben als die von Männern."

Gibt es nicht auch Studien, die besagen, dass Lehrer/innen Schülerinnen im Durchschnitt eine Note besser benoten als Schüler für die gleiche Leistung?

Dann würde das ja am Ende zu einem Nullsummenspiel führen, so wie sich alles im Leben auspendelt.

Ist doch so ähnlich, wie als man Firmen untersagt hat, negativ formulierte Mitarbeiterzeugnisse auszustellen. Daraus hat sich eine Zeugnissprache entwickelt, in der alles toll klingt, aber jeder genau weiß, was eine Formulierung wie "Hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt." zu lesen ist.

#6 - 25.02.2019, 18:05 von bammbamm

Seltsam, Personalchefs müssten sich doch die Finger lecken nach Personal das bei gleicher Qualifikation und Motivation (angeblich) weniger verdient

#7 - 25.02.2019, 18:08 von Orthoklas

Und jetzt?

Was soll jetzt passieren? Zwangsweise Einstellungen von Frauen? Man kann diese Ungleichheit ja sehen, wie man will, aber eines ist sicher: Personalchefs werden sich nie reinreden lassen. Und vielleicht, ganz vielleicht, gibt es Einstellungskriterien, die nicht mess- oder benotbar sind. Die Verantwortung trägt der Einstellende. Also lasst diesen ganzen Zirkus. Ich hab als Mann auch ne Chefin. Und eine stellvertretende Chefin. Na und? Manchmal wünschte ich mir aber auch etwas mehr Zug in der Sache und etwas weniger Realitätsfremdheit. So ist das momentan bei uns im öffentlichen Dienst: da wirst Du als Frau bevorzugt. Darüber habe ich noch keine Frauen jammern hören. Es ist absurd!

#8 - 25.02.2019, 18:10 von testuser2

Ist leider so

Schon in der Schule fängt es an, dass durch eine einseitige Förderung das eine Geschlecht bevorzugt wird, das macht sich besonders in den Noten und den damit verbundenen Berufsaussichten bemerkbar. Diese Diskriminierung setzt sich in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen fort und Medien zementieren diesen Zustand. Ich hoffe, dass die Frauen Annegret Kramp-Karrenbauer und Katrin Göring-Eckardt, die zukünftig den Ton angeben werden, das ändern werden, und dass Frauen nicht mehr derart bevorzugt werden.

#9 - 25.02.2019, 18:10 von klichti

Das ist Wissenschaft?

Aus dem Artikel ergibt sich nicht einmal, ob die Personalleiter da formal Noten vergeben haben, ob sie wußten, daß sie an einer Untersuchung teilnehmen, wie der Einzelne abhängig von seinem Geschlecht entschieden hat. Ist Spiegel Online schuld? Wurde da zu sehr vereinfacht? Tatsache ist, es gibt erheblich mehr weibliche Personaler als männliche in meiner Branche. Die Personaler-Branche ist fest in weiblicher Hand, ich fühle mich daher nicht als Mann angegriffen, wenn überwiegend Frauen überwiegend Männer einstellen.

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