Forum
Karriere

Arbeitsmarkt: So werden Frauen bei der Bewerbung diskriminiert

Getty Images/MITO images Noten, Alter, Sozialkompetenzen - offenbar unwichtig: Wenn sich Frauen bewerben, werden sie systematisch benachteiligt. Wissenschaftlerin Dorothea Kübler hat das Vorgehen von Personalchefs untersucht.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 10/11    
#90 - 26.02.2019, 09:21 von muellersusanne

Antwort auf 46

Der einzige Kommentar, der sich mit der Realität befasst. Jetzt müssen Sie sich nur noch vorstellen, Sie wären eine Frau. Frauen waren früher nicht geschäftsfähig, sie wurden wie Kinder behandelt. Davon ist unsere Gesellschaft noch stark geprägt. Eine erwachsene Frau muss sich ständig - auch von anderen Frauen fragen lassen, ob sie sich wirklich nicht einbildet, was sie glaubt, erlebt zu haben, ob sie sich wirklich zutraut, was sie sich vorgenommen hat, ob sie sich wirklich sicher ist, dass sie will was sie will.

#91 - 26.02.2019, 09:27 von schorsch_69

Och Joh!

Eine Frau macht eine Untersuchung, eine Frau das Interview mit eben dieser. "Ergebnis" erwartungsgemäß.

Stellt sich nur die Frage, wie das "Ergebnis" bei anderer Konstellation ausfallen würde - oder doch nicht wirklich.

"Mach ne Untersuchung und sei ein großes Licht, mach ne zweite, stimmen tun beide nicht"!

#92 - 26.02.2019, 09:46 von ford_mustang

Der Artikel liest sich wie ...

ein überlanger Forumsbeitrag. Keine Hintergrundinformationen zu dem Ablauf der Studie, nur Behauptungen. In meiner Frma areiten 80 Mitarbeiter, ca. zwei Drittel Männer, ein Drittel Frauen, mit gleichem Gehalt und in Führungspositionen leichter Überhang an Frauen. In meinem Team das ich leite, 20 Miarbeiter/innen, sind einige Frauen die Effekivsten, allerdings auch die Problemfälle sind einige andere Frauen. Privat kann ich berichten, dass ich eine Stelle nicht bekommen habe, weil es eine MiItbewerberin gab. Nach 3 Monaten hat man sich von ihr getrennt, weil sie, vorsichtig ausgedrückt, ziemlich viel an die Wand gefahren hat. Mir mittlerweile egal, habe einen guten Job

#93 - 26.02.2019, 09:53 von Haker

Zitat von großwolke
Zuerst mal eine generelle Bitte: wenn Ihr, egal in welcher Form, über irgendwelche Studien berichtet, verlinkt bitte die Studie selbst. Das Interview ist in dieser Kürze und Flachheit leider überhaupt nicht geeignet, um die Qualität der Studie auch nur näherungsweise einschätzen zu können, man hat gar keine andere Wahl, als die Hauptaussage zu glauben oder eben auch nicht. Dabei hat das Thema ein paar Haken, die zu beleuchten interessant wäde. Es gibt beispielsweise bei der Einstellung von Frauen bekanntermaßen eine Alters- und Kinderdiskriminierung. Da wäre zum Beispiel interessant gewesen: befinden sich die Musterfrauen im "kritischen" Kinderwunsch-Alter, oder haben sie vielleicht sogar Kinder, aus denen der Personaler, natürlich inoffiziell und nicht nachvollziehbar, einen erhöhten Krankenstand konstruieren könnte? Dazu kommt noch, dass die Methodik hier interessant wäre. Von einer VWL-Professorin kann man vermutlich eine solide Arbeit erwarten, aus der sich auch was lernen ließe. Bezüglich des Fachkräftemangels übrigens noch ein ketzerischer Nachsatz: Solange die absolute Menge der Arbeitsstunden halbwegs konstant bleibt, gibt es doch eigentlich gar keinen Grund, auf mehr Durchmischung in den Berufen zu drängen...
Wenn von "systematischer" Benachteiligung die Rede ist, habe ich - bei einer Professorin an der TU Berlin - ganz erhebliche Erwartungen, dass die Aussagen entsprechend fundiert sind. Wenn man sich dann aber gerade die - aus diversen Gründen männerdominierte - Baubranche herauspickt, weckt das bei mir erhebliche Zweifel an Ansatz und Fundiertheit dieser Studie, zumal ein Blick auf die Website von Frau Prof. Kübler nicht gerade einen starken Bezug zu betriebswirtschaftlichen (sie ist Volkswirtin) Fragestellungen zeigt.

#94 - 26.02.2019, 10:31 von MioMioMimi

Zitat von supergrobi123
Ein weiterer interessanter Forschungszweig wäre nun, herauszufinden, ob Männer und Frauen in diversen Jobs womöglich tatsächlich unterschiedlich gut arbeiten. Da das Thema Bau ja explizit im Text hervorgehoben wurde, würde ich sehr gern mal was über einen direkten Vergleich zwischen der Arbeitseffektivität von Männern und Frauen z.B. beim Hochziehen einer Mauer inkl. Zementsäcke schleppen etc. lesen! Ich vermute mal stark, dass Frauen dank besserer Noten in Geschichte und weniger Fehlzeiten in der Schule deutlich schneller und besser arbeiten als ein Mann? Oder? Bitte erforschen!
Eine Frau, wollt mich (ebenfalls weiblich) als Mechatronikerin nicht einstellen weil sie glaubt, ich schaffe den Job nicht. Der Teamleiter hat sich für mich eingesetzt und in bekam die Stelle.
Ein Jahr später sagte mir genau diese Frau, dass sie völlig überrascht von mir sei und ich meine Arbeit besser als die meisten männlichen Kollgen mache. Bei den erfahrenen Kollegen konnte ich selbsverständlich noch nicht mithalten.

Ich denke bei der Studie geht es nicht darum zu mecker sondern vor allem um zu sensibilisieren, sodass Frauen auch mal ein Chance gegeben wird, sich zu beweisen.

Nach dem Elektrotechnik Studium sah die Welt dann genau umgekehrt aus. Als Frau kommst du mit dem Studium fast jede Stelle. Ich hätte aus Prinzip aber keine Stelle angnommen, wenn ich gemerkt hätte, dass es hierbei nur um die Quote geht obwohl ich nicht überzeugt habe.

#95 - 26.02.2019, 11:56 von StefanieTolop

Absolut richtig!

Ich kann mich gut an eine Einstellungsprozedere erinnern. Da waren nur junge Männer eingeladen. Die wurden alle durchgecheckt und der Großteil von ihnen hat anschließend den Job auch bekommen. Meist wurden sie aber nach einem Jahr wieder gefeuert, Frauen habe ich dort keine gesehen (außer mir natürlich). Die Einstellungsprozedur hat "Musterung" geheißen und der Arbeitgeber "Bundeswehr". Ich kann mich nicht daran erinnern, daß die eine einzige Frau zwangsverpflichtet hätten. Nein, wenn es um die unangenehmen und miserabel bezahlten Tätigkeiten geht, dann sind dort keine Frauen zu finden. Diese Arbeit überlässt man gerne den Männern. PS: ich habe als Zeitsoldatin gedient.

#96 - 26.02.2019, 12:38 von gweihir

Ganz ehrlich, ich glaube das nicht mehr

Mir scheint vielmehr, hier soll eine Benachteiligung herbeigeredet werden um in Wirklichkeit eine Bevorteilung zu erreichen. Das waehre dan genau derselbe Mist mit anderem Vorzeichen. Passt auch zu der immer nich verbetiteten "Grossen Luege" das Frauen fuer die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen wuerden. Das ist mittlerweile verlaesslich als unwahr bestaetigt.

Hier haben vermutlich eine groessere Anzahl von Aktivistinnen ihren Lebensinhalt verlohren und jetzt behaupten sie einfach dreist, dass das Problem weiterbestehen wuerde. Tut es nicht.

#97 - 26.02.2019, 14:24 von fbid

Teilung der Erziehungsarbeit

Zitat von aurian
Ich arbeite bei einer Firma, die weltweit agiert. Allein in unserer kleinen Abteilung (ca 60 Mitarbeiter) wurden in den letzten 2 Jahren 10 Frauen schwanger. Mittlerweile werden nur noch Frauen über 45 eingestellt und Männern. Das spricht niemand aus, ist aber offensichtlich. Der Arbeitsinhalt ist komplex und man braucht 6-12 Monate, um sich halbwegs einzuarbeiten. Wir anderen Mitarbeiter tragen die Last permanent mit, dass auch in der Schwangerschaft schon viel gefehlt wird, was einfach in der Natur der Sache liegt. Danach geht es erstmal in 2-3 Jahre Elternzeit mit anschließender Teilzeit und dann wird das nächste Kind nachgelegt. Ich als Frau kann die Führungskräfte (ebenfalls Frauen, allerdings ohne Kinderwunsch) vollkommen verstehen, dass sie das Risiko nicht mehr eingehen. Dass das keine Rolle spielt, ist reine Phantasievorstellung. Wer soll das denn jemals kompensieren können?
Die Lösung liegt in der Teilung der Erwerbs- und Erziehungsarbeit der Eltern untereinander und der zeitlich flexible Rahmen des Arbeitsplatzes.

#98 - 26.02.2019, 14:27 von fbid

Vorurteile gegen Schwangere

Zitat von hellas16
….wohl aber, dass viele Frauen sich ab dem 1. Tag der Schwangerschaft krankmelden und die Ärzte dabei mitmachen. Die anderen Mitarbeiter und -innen könnten dann kotzen. Schwangerschaft ist keine Krankheit. Meine Mutter fing nach 6 Wochen Mutterschutz wieder arbeiten. Genauso wenig ist es nötig, ständig daheim zu bleiben, nur weil das "Wunderkind" einmal Schnupfen hat.
Ich kenne keine einzige Frau, die sich in der Schwangerschaft dauernd krank gemeldet hätte ohne es zu sein. Im übrigen müssen krankheitsbedingten Ausfälle immer irgendwie kompensiert werden, da ist die Art der Krankheit egal.

#99 - 26.02.2019, 16:12 von RoSch1968

Interpretation zusammengefaßt, Information vermieden

Der Artikel enthält außer den Interpretationen von Frau Kübler keinerlei Information.
Besonders zum Umfang der Studie den Variablen und der Methodik wird nichts dem Leser zur Verfügung gestellt, noch nicht einmal ein Link.
Ob es sich hier um einen lesenswerten Inhalt oder eine Fehlinterpretation handelt kann der Leser nicht prüfen. Bitte sorgfältiger die Information aufbereiten und transparent verbreiten.

    Seite 10/11