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Arbeitsmarkt: So werden Frauen bei der Bewerbung diskriminiert

Getty Images/MITO images Noten, Alter, Sozialkompetenzen - offenbar unwichtig: Wenn sich Frauen bewerben, werden sie systematisch benachteiligt. Wissenschaftlerin Dorothea Kübler hat das Vorgehen von Personalchefs untersucht.
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#20 - 25.02.2019, 18:33 von romeov

@aurian

...das ist ein offensichtliches Problem, was auch in meiner Firma akut ist. Aber die Elternzeit ist ein hochsensibles Thema, das im Zuge der Political Correctness nicht angesprochen werden darf. In meinem Unternehmen können gar nicht genug "Lückenfüller" akquiriert werden, um das Problem zu beheben.

#21 - 25.02.2019, 18:33 von dragondeal

Tja

Wenn man nicht selber Diplomatie betreiben muss, kann man herrlich Dummschwätzen.

#22 - 25.02.2019, 18:34 von sa7ra9

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Diese Verallgemeinerungen da wird einem schlecht.
Ich studiere Medizin ich sehe nur Frauen überall - kaum noch männliche Studenten oder Assistenzärzte ... wo bleibt da der Aufschrei? Es wird ein Zerrbild über, die Gesellschaft verbreitet was einfach nicht stimmt ... Frauen hatten / haben noch nie so viele Chancen gehabt wie heute, aber dieses ewige rum jammern ist langsam ein bisschen too much.

#23 - 25.02.2019, 18:38 von hansa_vor

Erstaunlich, wie konnten denn nur Personalverantwortliche gefunden werden?

Die Position ist zu mindestens 80% durch Frauen besetzt, keine Ahnung wo die gut Frau die männlichen Personaler gefunden hat.

Aber hey, unser tägliches Gendergedöns gibt uns Spon zuverlässig.

#24 - 25.02.2019, 18:39 von karriereakademie.de

Achtung Ausbildungsberufe! Nur dazu wurde "geforscht"- mehr nicht!

Im ersten Absatz von Frau Prof. Kübler heißt es ganz klar "Wir haben Personalverantwortlichen von Ausbildungsberufen jeweils fünf Lebensläufe vorgelegt." Also nur fünf Lebensläufe von Schulabgängerinnen und Schulabgängern. Weder zum Schulabschluss noch zu Praktika ist hier irgendeine Information enthalten. Und gerade Praktika spielen "die" entscheidende Rolle. Insbesondere für "junge Frauen", die in die Baubranche wollen oder "junge Männer" die Erzieher werden wollen. Wie viele Personalverantwortliche wurden insgesamt befragt? Und wie viele davon waren Frauen? Und warum wird die männliche Form "Personalchefs diskriminieren Frauen" verwendet? Vermutlich diskriminieren hier Frauen junge Frauen. Es fehlen einfach viel zu viele Informationen zum methodischen Vorgehen. Scheint aber eher beabsichtigt zu sein. Damit "böse Personalchefs" an den sozialen Pranger gestellt werden können. Ein echter SPON-Artikel eben, willkommen in der Filterblase.

#25 - 25.02.2019, 18:44 von carinesophie

Uni Salzburg: Diskriminierung von Männern

Auch wenn eine Uni-Arztstelle m/w ausgeschrieben ist, man 3x zum Vorstellungsgespräch kommt und sogar der Chef (anstelle der Frauenbeauftragten) mit zur Personalabteilung geht, weil er noch nie einen besseren Bewerber hatte und alle gesprochenen Mitarbeiter den Kandidaten als bestmögliche Bereicherung der Abteilung unbedingt wollen, wird ein Mann von der Personalabteilung trotzdem abgelehnt, weil die Stelle nur an eine Frau vergeben werden darf, da zuwenig Frauen an dem Institut sind. Die enormen Fahrtkosten und Übernachtungskosten werden nicht gezahlt. Die Stelle wurde dann nicht besetzt und wieder ausgeschrieben, da sich keine Frau finden ließ, die den Job machen wollte.

#26 - 25.02.2019, 18:49 von HerrTurtur

Liest keiner den Artikel?

Von denen, die sich über eine nur angebliche Benachteiligung von Frauen lustig gemacht haben, scheinen einige den Artikel überhaupt nicht gelesen zu haben. Es ging in erster Linie um Bewerbungen, also erst einmal nur um einen Papier-Eindruck und nicht mehr. Bei einigen Männern scheint das hier einen Beißreflex auszulösen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und dass das "Argument", Frauen würden schwanger und Männer nicht, naja, dann sparen wir uns doch den ganzen Unsinn mit der Chancengleichheit, denn das wird vermutlich auch noch in einigen tausend Jahren so sein. Was ist die Frau aber auch so doof und kapiert nicht, dass sie besser zu Hause bei den Kindchen aufgehoben ist!

#27 - 25.02.2019, 18:52 von loumaximizer

Kann es nicht mehr lesen

Mit "Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt behandelt" oder "Frauen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtig" sind meistens die Stellenbeschreibungen unterschrieben, wenn ich mich, hier in NRW, für den öffentlichen Dienst bzw. seine angeschlossenen Anstalten bewerbe. Weiter sitzt mir dann in den Vorstellungsgesprächen eine 4er Kette aus Frauen gegenüber und schliesslich wird mir bei Absagen, wenn ich frage und wenn geantwortet wird, mitgeteilt, man habe sich für eine Bewerberin entschieden.

Trotz meinen einschlägigen Erfahrungen, Weiterbildungen und meinem Masterabschluss gehts halt nicht. Hab halt das falsche Geschlecht, dazu einen italienischen Namen.

Ich habe verstanden und werde es mir mit Hartz4 + × "gemütlich" machen. Ich hoffe, durch meinen "Verzicht" einen Beitrag zu einer besseren Welt geleistet zu haben.

#28 - 25.02.2019, 18:54 von Unkaputtbar Links

Die Realität

beim öffentlichen Dienst, z.B. Polizei, Bundeswehr, Sport, ---, gibt es unterschiedliche Eignungsgrenzen und Anforderungen männlich, weiblich. Wie das dann beim 3. Geschlecht gelöst wird, wird lustig. Einem Bauunternehmer sind die körperlichen Anforderungen durch die Realität vorgegeben und die müssen erfüllt werden. Es gibt nach meinem Wissensstand z.b. keine gendergerechten Fenstertypen, gegliedert in einbaubar durch männlich oder weiblich. Ein 40kg Sack wiegt nun halt mal 40 kg, ob er von einer Frau oder einem Mann getragen werden soll. Vielleicht gibt es bald Baumärkte getrennt für Frauen und Männern, bei denen es dann OSB Platten tragbar für Männer und OSB Platten tragbar durch Frauen gibt. Da die Größen und Dicken normiert sind, müsste dann OSB Material für Frauen erfunden werden, dann aber zum gleichen Preis, sonst geht das Geschrei wieder los und die Stokowski dreht durch. Wir haben eine lustige Zukunft vor uns.

#29 - 25.02.2019, 18:54 von Sibylle1969

Beruf der Eltern im Lebenslauf???

Mir wäre neu, dass man in Lebensläufen heute noch den Beruf der Eltern angibt. Das habe ich schon bei meiner allerersten Bewerbung Mitte der Neunzigerjahre nicht mehr gemacht.

Dass Bewerbungen selten objektiv beurteilt werden und dass viele, teils unbewusste Biases am Werk sind, wurde schon in vielen Studien herausgefunden. Geschlecht (männlich - weiblich), Aussehen (gut aussehend - weniger gutaussehend), Vor- und Nachname (deutsch kligend - nicht deutsch klingend), Alter (35 - 50), all diese Faktoren sind bekannte Diskriminierungsfaktoren.

Es ist daher wichtig, dass Menschen, die in Unternehmen mit der Personalauswahl befasst sind, und das sind nicht nur die in den Personalabteilungen, sondern auch die Hiring Manager, darin geschult werden, solche unbewussten Vorurteile zu erkennen und zu reflektieren, damit sie vermieden werden können.

Gegen absichtliche Diskriminierung hilft das natürlich nicht ("Wir wollen für den Job keine Frau, die könnte ja bald schwanger werden" oder "bloß niemanden über 50, die sind zu teuer und unflexibel" oder bloß keinen Türkisch- oder Arabischstämmigen, mit denen haben wir schlechte Erfahrungen gemacht").

Hilfreich wäre daher möglicherweise anonyme Bewerbungen, in denen alle Angaben, die auf Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft,Aussehen usw. hinweisen, fehlen.

Das hilft aber nur über die Hürde Einladung zum Vorstellungsgespräch, im Vorstellungsgespräch kann man ja nichts verbergen.

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