Forum
Karriere

Auswanderin auf Mauritius: Jedes Wochenende Traumurlaub

privat Kitesurfen statt Kaffeetrinken, Tauchen statt Theater: Fiona Kau, 29, hat vor drei Jahren München gegen Mauritius getauscht - eine Entscheidung aus Liebe. Die Beziehung gibt es heute nicht mehr. Trotzdem will sie nicht zurück.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/2    
#1 - 29.07.2018, 18:18 von krautrockfreak

Ja, die Leute sind freundlich und entspannt - Aber man fährt über rote

Ampeln, weil man Angst hat, überfallen zu werden. Damit relativiert sich "das Paradies" sehr schnell. Ist aber immer dasselbe in solchen Ländern, wenn der Staat nicht funktioniert, ist das alles halb so toll...

#2 - 29.07.2018, 18:42 von sbmmaurice

Der Bericht irritiert

und stellt Mauritius nicht gerade vorteilhaft da. Ich selbst bin Exil-deutscher und lebe hier auf der Insel seit mehr als 30 Jahre, kenne also die Gegebenheiten aus dem ff ! Diebstähle,Überfälle habe ich hier noch nicht erlebt, die Kriminalität hält sich in Grenzen und man kann hier auch am Abend - auch als Frau - sehr wohl den Strand besuchen. Die Lebenshaltungskosten nenne ich normal, es sei denn man hat hohe Ansprüche, dann sind ausländische Spezialitäten recht teuer, aber es muss ja nicht immer Kaviar sein, nicht wahr. Nicht richtig ist, das hier die Auswahl an Obst und Gemüse nicht ausreichend ist, das Gegenteil ist eher der Fall, hierzu empfehle ich einen Basar zu besuchen der alles bietet was das Herz begehrt und auch in den großen Supermärkten findet man alles was man zum Leben braucht. Zum Schluss, ich schlafe mit offenen Fenstern und ohne Gitter.

#3 - 29.07.2018, 19:42 von sbmmaurice

Rote Ampel

Zitat von krautrockfreak
Ampeln, weil man Angst hat, überfallen zu werden. Damit relativiert sich "das Paradies" sehr schnell. Ist aber immer dasselbe in solchen Ländern, wenn der Staat nicht funktioniert, ist das alles halb so toll...
Ich kann Ihnen versichern das man bei rot an der Ampel nicht überfallen wird! Die Dame scheint ängstlicher Natur zu sein anders
kann ich das nicht verstehen. Eigentlich schade, dadurch wird der ansonsten gute Ruf von Mauritius in einem schlechten Licht getaucht,
beruhend auf Unwahrheiten. Der Staat funktioniert bestens, das kann ich Ihnen versichern und es ist wahrhaftig ein Paradies. Das schreibe ich Ihnen als Mauritischer Staatsbürger ( Exil - deutscher ) mit mehr als 30 Jahren Inselaufenthalt.

#4 - 29.07.2018, 19:48 von markus_wienken

Zitat von krautrockfreak
Ampeln, weil man Angst hat, überfallen zu werden. Damit relativiert sich "das Paradies" sehr schnell. Ist aber immer dasselbe in solchen Ländern, wenn der Staat nicht funktioniert, ist das alles halb so toll...
Das ist wahr, ein vermeintliches Paradies entzaubert sich schnell, blickt man unvoreingenommen hinter die Kulissen, das klappt selbst im Traumurlaub, geht man mit offenen Augen durch Leben (Urlaubsparadies)...
Immerhin scheint die junge Frau bereits erkannt zu haben, dass es nichts für immer ist (letzter Satz des Artikels), insofern beruhigend, wenn man die Möglichkeit hat in die "Zivilisation" u.a. mit umfassender und ordentlicher Gesundheits- und Altersvorsorge zurück zu kommen.
Bis dahin: Genießen Sie Ihre Zeit und sammeln ineressante Erfahrungen.

#5 - 29.07.2018, 19:57 von aliof

Sehr netter, lebendiger und realitätsnaher Bericht,

.. dabei die Protagonistin so optimistisch und mit dem Wenigen zufrieden, was es da so gibt.

Ja, für einen Multikulti- und Surfurlaub ist diese Insel durchaus zu empfehlen. Berge gibt es da eher nicht. Habe einmal versucht, einen 500 Meter Hügel nahe der Hauptstadt zu erklimmen, womit ich kläglich scheiterte. Es gab keinen Weg oder Pfad, nur unglaublich dichtes Unterholz.

Sehr beeindruckt hat mich dort das Nebeneinander tatsächlich vieler Kulturen. Hinduistische Indischen Ursprungs neben Franzosen und Engländern neben afrikanischen Gruppen. Und irgendwie Alle dort zuhause, soweit man das in 2 Wochen erkennen kann. - Und ja, es gab dort auch (Drogen) Kriminalität, wie bei uns illegal (die Drogen), und Gruppen von Menschen in hier nicht bekannter Armut.
Leider war das Baden in Hotelnähe und innerhalb des Korallenriffs, das die Insel umgibt (vor 15 Jahren), sogar in der Nebensaison absolut unappetitlich. - Da die Hotels ihre Abfälle ins Meer entsorgen. Wer braucht schon Kläranlagen mitten im indischen Ozean ?

Wir haben damals verschiedene Unterkünfte probiert, ein Hotels war ganz gut. Pensionen eher unterirdisch. Wären sehr gern in eins mit annähernd europäischem Standard gegangen .. ich denke, daß die Dame mit ihrem Angebot guten Erfolg haben kann .. ach ja, pauschal geht wahrscheinlich auch.

#6 - 29.07.2018, 21:10 von raimondo.civetta

Extrem freundlich und hilfsbereit?

In so manchem Land werden Expats auch dann als naiv und wohlhabend eingestuft wenn dies ausnahmsweise nicht zutrifft, da für die Einheimischen andere Beweggründe als Geld unvorstellbar sind. Das erklärt fast jede freundliche Hilsbereitschaft - wobei für diese Einsicht einige Expats offenbar länger brauchen als andere.

#7 - 29.07.2018, 21:30 von HerrPeterlein

Schlechter Bericht trotz sympathischer Person

Warum macht SPON aus so vielen eigentlich guten Berichten ohne Grund einen der einen völlig falschen Eindruck erweckt?
Mauritius ist schön und sicher wie sie so eine Touristeninsel sein kann. In Deutschland haben auch sehr viele Leute Angst. Das Angebot auf dem Markt ist reichhaltig an einheimischen Früchten, natürlich kosten die europäischen Früchte ein Vermögen.
Es handelt sich um eine Insel die überwiegend durch den Tourismus gewachsen ist, "Kultur" für Dauerbewohner ist da eher nicht vorhanden. Die Flüge nach La Reunion sind häufig und günstig, aber auch dort sind Theater und Co. eher nicht vorhanden, dazu sehr französisch geprägt.

#8 - 29.07.2018, 23:37 von DonMcM

Danke für

...den sehr persönlichen Bericht. Man möchte sofort den Flug buchen, um Sie dort zu besuchen. Eine mutige Europäerin die aus Liebe - wie könnte es anders sein - einen Sprung auf die Insel Mauritius gewagt hat, um zu bleiben! Ich finde es keineswegs ängstlich, sondern allenfalls vorsichtig, wie Sie manche Aspekte beschreibt. Besonders angenehm ist ihre Selbstreflexion, die doch davon zeugt, etwas lernen zu können aus dem Leben in dieser Kultur. Was ein Tourist niemals erfahren kann. Falls Sie es doch wieder nach Deutschland zurückverschlägt sei ihr besonders zu wünschen, dass Sie die dort erfahrene Lässigkeit und Schlichtheit mitnehmen kann. Man könnte auch sagen, Fiona Kau, Sie fehlt uns hier!

#9 - 29.07.2018, 23:51 von sbmmaurice

Herr Peterlein

Sie sprechen mir aus dem Herzen, Mauritius hat diesen negativen Bericht nicht verdient. Herzlichen Dank für Ihren Kommentar

    Seite 1/2