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Beruf Foodstylist: Bitte recht appetitlich!

Steve Przybilla In echt kommt nur Matsch mit Soße heraus, doch auf der Packung wirkt das Gemüse prall und saftig. Foodstylist Tino Kalning präpariert Lebensmittel mit Föhn und Pinzette so, dass sie unwiderstehlich aussehen. Täuschung will er sich nicht vorwerfen lassen.
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#1 - 23.01.2014, 09:07 von boingdil

Auch nichts anderes als Make-up bei Models

Glaubt ja auch keiner das Klum & Co ohne Schminke, Friseur und Photoshop so aussähen wie im Hochglanzmagazin.

#2 - 23.01.2014, 09:18 von dani216

Finde ich schon klasse, wenn

Zitat von sysop
In echt kommt nur Matsch mit Soße heraus, doch auf der Packung wirkt das Gemüse prall und saftig. Foodstylist Tino Kalning präpariert Lebensmittel mit Föhn und Pinzette so, dass sie unwiderstehlich aussehen. Täuschung will er sich nicht vorwerfen lassen.
sich einer abrackert, um was gut aussehen zu lassen, und auf derselben Seite werden Fotos gezeigt, wie es dann in der Wirklichkeit ist.
Das Beispiel zeigt aber doch exemplarisch, dass Werbung immer weniger mit Realitäten zu tun hat - nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern m.E. mittlerweile überall. Ich habe mittlerweile gelernt, dass Werbung und deren Phrasen nichts mehr mit dem Produkt zu tun haben und mache eine Kaufentscheidung mehr davon abhängig.
Insofern könnten sich die Firmen auch ihr kostspieliges Geschwurbel sparen.
Insofern könnten

#3 - 23.01.2014, 09:49 von b.a.c.h.

Passender Anglizismus

Herrn Przybilla, Jahrgang 1985, sollte vielleicht noch wissen, daß es das Wort "Foodstylist" im Englischen nicht gibt. Dort heißt es "Home Economist", also Hauswirtschafter. In diesem Falle ist doch die deutsche Wortschöpfung irgendwie passender.

#4 - 23.01.2014, 10:05 von mainzelmann62

Werbung....

dient nur dazu die unentschlossenen, die sich nicht anhand von wirklichen Fakten informieren wollen oder können zu ködern.
Ein informierter Mensch reagiert nicht auf Werbung, zumindest nicht so, wie die Werbeprofis dies gerne hätten, in dem sie den Müll kaufen

#5 - 23.01.2014, 10:16 von medicus22

Täuschung

Klar ist es Täuschung. Es spricht für die Lebenmittel, dass sie aufwendig gepimpt und nachgestellt werden müßen.
Essen kochen, fotografieren und fertig.
Werbung entledigt sich seiner selbst mit diesen ständigen Übertreibungen. Zurück bleiben Enttäuschte. Das schadet den Firmen auf lange Sicht mehr.
Jeder Mensch ist das Dank Hilfsmittel ein Model. Und das Handwerk des Fotografen verkommt immer mehr zum digitalen Nachbearbeiter. Irgendwann gehen die guten Fotografen zurück zum Film um sich abzugrenzen.

#6 - 23.01.2014, 10:29 von susanb

Zitat von b.a.c.h.
Herrn Przybilla, Jahrgang 1985, sollte vielleicht noch wissen, daß es das Wort "Foodstylist" im Englischen nicht gibt. Dort heißt es "Home Economist", also Hauswirtschafter. In diesem Falle ist doch die deutsche Wortschöpfung irgendwie passender.
Nein, das Wort Food Stylist gibt es im englischen, wird nur anders geschrieben. Ein Hauswirtschafter ist was anderes. Food Stylisten sind dazu da, das Essen schön zu präsentieren, unter Hauswirtschafter fallen die Leute, die sich um die ökonomischen Aspekte und Tätigkeiten rund um den Haushalt kümmern.

#7 - 23.01.2014, 10:31 von susanb

Zitat von medicus22
Klar ist es Täuschung. Es spricht für die Lebenmittel, dass sie aufwendig gepimpt und nachgestellt werden müßen.
Aber ganz ehrlich: Wollen Sie, dass im Kochbuch das Essen so präsentiert wird, wie es auf Ihrem Teller aussieht? Echt jetzt? Dann würde doch kein Mensch mehr Kochbücher kaufen.

#8 - 23.01.2014, 11:21 von InesH

Zitat von sysop
In echt kommt nur Matsch mit Soße heraus, doch auf der Packung wirkt das Gemüse prall und saftig. Foodstylist Tino Kalning präpariert Lebensmittel mit Föhn und Pinzette so, dass sie unwiderstehlich aussehen. Täuschung will er sich nicht vorwerfen lassen.
Die zwei Seiten einer Medaille :)
Die eine Seite:
Den Food-Knipsern sollte man mal die Digitalkamera (Photoshop am besten auch) wegnehmen und sie wieder auf jeden zu bezahlenden Abzug runterbügeln.
Oder auf ein Fotolabor, selbst eingerichtet :)
Das rechnet sich dann so überhaupt nicht mehr. Oder man ist wirklich Künstler oder zumindest ein verdammt guter Handwerker.

Die andere Seite:
Ein Kunde, der den schicken Bildern von Fertigfutter auf der Verpackung weiter traut, als seinen Goldhamster werfen kann - der hat den Schuss nicht gehört, mit dem sein Portemonaie gerade erlegt wurde.

Es gibt noch eine dritte Seite.
Ich seh mir schöne Bilder von gutem Essen, ästhetisch angerichtet, sehr gerne an.
Geh dann die Zutaten (frisch!) einkaufen und danach in die Küche.
Klappt fast immer.

Dafür ein Danke an die Food-Stylisten, egal ob mit oder ohne Hilfsmittel.

LG
InesH

#9 - 23.01.2014, 11:35 von Igelli

Sehr geehrter Herr Przybilla,
ist ein Baumarkt-Fön ein Heißluft-Fön oder ein billiger Haartrockner? Auf diesem Wort kann man noch eine Weile herumkauen...

@susanb
Vielleicht wäre es ja gut, wenn auf den Maggi-Fix und Convenience Produkten abgebildet wäre, wie das Essen fertig aussieht. Könnte vielen Menschen in unserer Republik helfen wieder zum Kochbuch zurückzufinden!

Bevor ich z.B. eine Dose Nudelsuppe öffne, greife ich in meinen Frostschrank, hole die von mir selbst gekochte Hühnerbrühe heraus und während die Brühe auftaut, schneide ich ein paar Karotten klein, koche Nudeln vor und gebe ein paar Erbsen (TK) dazu. Noch etwas Petersilie und fertig ist meine eigene leckere Nudelsuppe.
Die sich selbst vor einem Foto nicht schämen müßte.

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