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Bewerbung mit über 50: Alter Manager sucht Job. So hat's geklappt

Drei Monate, dann habe ich einen neuen Job, dachte ein Top-Manager und unterschrieb den Aufhebungsvertrag. Er hatte sich noch nie so geirrt. Protokoll einer verzweifelten Jobsuche - mit glücklichem Ausgang.
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#1 - 13.08.2015, 15:34 von vlado13

Der Steuerberater...

... hat den Freibetrag falsch berechnet. Aber wahrscheinlich ist er in Sicherheit und man kann ihm die Ohren dafür nicht langziehen.
Wenn wir ein sinnvolles Steuersystem hätten, wäre diese Branche in Not. Wahrscheinlich haben wir genau deshalb immer noch ein kompliziertes Steuersystem.

#2 - 13.08.2015, 15:51 von WwdW

Im großen und Ganzen Gift

das mit Netzwerk und unter der Hand, verdeckter Arbeitsmarkt, etc. ist im großen und ganzen Gift.
Das erinnert an Auftragsvergabe unter der Hand, an Klüngelei, Bestechung, etc. und hat nichts mit Ausschreibung zu tun.
Ich finds nicht gut, ich mags nicht ... aber ich weiß dass es so funktioniert. Traurig ist das.

#3 - 13.08.2015, 15:54 von Delden

Gehaltsforderungen?

Ist er vielleicht nicht von seinen bisherigen Gehalt runtergegangen bei den Verhandlungen mit München und NRW? Muss es unbedingt ein Geschäftsführer oder Managerposten sein? Reicht nicht ein Bereichs- oder Abteilungsleiterposten? Vielleicht sind Anspruch und Realität zu weit auseinander. Ich verstehe auch nicht wie man als ehemaliger Manager bei 67% Arbeitslosengeld (mit Lebenspartner und Kind) Höchstsatz von ca. 3800 Euro nicht auskommt. Für über 50 jährige gelten längere Bezugsfristen. Wie hoch sind die Darlehensraten für das Haus? Eventuell ist es ein bisschen zu groß, naja, kann man sich ja wohl leisten. Aber dann mal die Tageszeitung abbestellen die man sich nicht mehr leisten kann. Das Kind ist wahrscheinlich auch schon aus dem Haus und die arme Frau findet auch keinen 450 Euro Job. Oje.

#4 - 13.08.2015, 16:03 von karlsiegfried

Ein schönes Sommermärchen

Bei einem von Tausenden klappt es immer. Oder soll dieser Bericht nur eine Schleichwerbung für Frau Petra Cockrell sein? Scheint fast so.

#5 - 13.08.2015, 16:08 von egyptwoman

Sorry das sich mein Mitleid in Grenzen hält, der gute Mann hat Jahrzehntelang sehr gut verdient, soviel wie es ein normaler Arbeiter nie schaffen wird, das mehr oder weniger großspurige Denken: Ich bin ja bestens ausgebildet, arbeite nicht im unteren Bereich und werde dann nicht Joblos bzw nicht lange Joblos bleiben und schon nen Job mit ähnlichen oder sogar höherem Gehalt bekommen, sollten diese Herren einfach mal runterschrauben und eben ein kleineres Haus, einfacherer Autos etc. kaufen und einiges für schlechte Zeiten zurücklegen und nicht nur Lebensversicherungen abschließen.
Herr M. hatte halt Glück, Millionen andere haben diese nicht,haben auch nicht so überzogene Ansprüche und müssen mit sehr viel weniger Geld auskommen und beide Partner müssen arbeiten. Frau M. wird vermutlich heute noch nicht arbeiten, weil sie noch nie was davon gehört hat. Nein Neid ist das nicht auf diesen Menschen, eher Mitleid, weil sie sich für was besseres halten und dann richtig auf die schnauze fallen von ganz oben nach ganz unten sozusagen.

#6 - 13.08.2015, 16:13 von azorba

Glück gehabt

kenne ähnlichen Fall. Mann (58) schläft jetzt im Freien. Die im Dunklen sieht man nicht.

#7 - 13.08.2015, 16:15 von Frickleburt Frogfart

Na, wie gut...

Zitat von Delden
Ist er vielleicht nicht von seinen bisherigen Gehalt runtergegangen bei den Verhandlungen mit München und NRW? Muss es unbedingt ein Geschäftsführer oder Managerposten sein? Reicht nicht ein Bereichs- oder Abteilungsleiterposten? Vielleicht ......
...dass es immer Leute gibt, die alles besser wissen. Und das vor allem auch schon am eigenen Leib erlebt haben.

Ab spätestens Mitte 40 ist der Drops gelutscht. Dank Schröder und Co. gibt es nur noch Handlangerjobs für arbeitslose Hochqualifizierte. Da hilft es auch nichts, die eigenen Anforderungen runterzuschrauben - du wirst nicht mehr eingestellt. Punkt. Und wenn man einmal einen niedrig qualifizierten Job angenommen hat - sei es aus Not oder sonstigen Gründen - kommt man nie wieder in sein altes Tätigkeitsprofil hinein. Das ist hierzulande einfach so - da hilft kein rumlamentieren. Und auch kein kungeliges Netzwerk. Gut vernetzte Leute gehen in der Regel erst, wenn sie den neuen Vertrag schon in der Tasche haben, von daher ist das "Aktivieren von Netzwerken" unrealistisch. Ich habe damals durchgehalten und nach dreieinhalb (!) Jahren wieder eine vernünftige, qualifizierte Stelle gefunden, wenn auch 300 KM entfernt. Weniger Verdienst plus doppelte Haushaltsführung, aber egal - Hauptsache es läuft wieder.

#8 - 13.08.2015, 16:19 von logistic

egal welche Bildung · es ist einfach nur sch..

1600 Bewerbungen, falls überhaupt jemand reagiert hat, nur Absagen. Unzählige Verbesserungen, coaching, das volle Programm. Es ist mehr als schmerzhaft. Ab einem bestimmten Zeitpunkt bleibt nur die Sozialhilfe. Die habe ich nicht in Anspruch geommen, also Ersparnisse sind weg. Auch ich habe gedacht, du bist bestens qualifiziert...Nein, wenn man 58 ist, denken die Verantwortlichen, man will nur zum Sterben kommen!

#9 - 13.08.2015, 16:27 von Freidenker10

Alter Mann mit 50? Ihr macht mir Hoffnung...

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