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Bundesarbeitsgericht: Samstag ist ein Werktag - auch im Krankenhaus

dpa Was ist Werktag, was gehört zum Wochenende - im Sinne des Tarifs an Krankenhäusern? Darüber gab es Streit, über den das Bundesarbeitsgericht nun entschieden hat.
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#1 - 21.09.2017, 07:49 von fatherted98

Samstag...

...war schon immer Werktag....braucht es in Deutschland tatsächlich ein Gericht dass, das bestätigt....wie weit sind wir in diesem Land schon gekommen? Es ist zum Haareraufen wenn man sowas ließt.

#2 - 21.09.2017, 10:31 von 3daniel

Beim Parken war das doch auch schon immer so

Werktags heisst incl. Samstag. Kopfschüttel über die Klinikleitung.

#3 - 21.09.2017, 10:36 von iii.tempel

Nach...

meiner Information ist lt. §3 AZO der Samstag ein normaler Werktag. Wie kann jemand verantwortlich in einer Personalabt. arbeiten, der dies nicht auf dem Schirm hat.

#4 - 21.09.2017, 11:28 von berniejosefkoch

Ein weiterer Punkt!

Warum wohl wollen viele junge Leute keinen Pflegeberuf erlernen? Mit diesem Bericht über dieses Urteil wird ein weiterer Punkt deutlich, wie es in der Pflege aussieht. Schlechte Bezahlung, Schichtbetrieb, Überlastung und Arbeitgeber die alles in ihrem eigenen Sinne auslegen, so dass hier die Mitarbeiterin gezwungen ist, vor den Kadi zu ziehen. Den Pflegefirmen geht es nur um eins: um den Profit! Und in der Pflege hat die Profitmaximierung nichts aber auch gar nichts zu suchen!

#5 - 21.09.2017, 19:58 von siviha

Wenn's nicht so übel wäre, könnte man meinen, das sollte wohl ein Witz sein.
War es nicht, da fragt man sich, ob der Gedanke war: versuchen kann man es ja mal/vielleicht wehren die sich nicht.

Pflege am Boden, die Bewegung hat so was von recht.

#6 - 22.09.2017, 00:53 von wgschmidt

Vermutlich geht es um etwas ganz anderes.

Der Samstag ist schon immer "Werktag", aber für die meisten Werktätigen kein Arbeitstag. Wer am Samstag dennoch arbeiten muß, bekommt je nach Tarifvertrag ggf. einen Zuschlag.

Ich könnte mir vorstellen, daß es im vorliegenden Fall um etwas völlig anderes geht.

Der 24. Dezember und der 31. Dezember gelten als Arbeitstage, die dennoch in vielen Branchen arbeitsfrei sind.

Im öffentlichen Dienst gilt die (in meinen Augen absurde) Regelung, daß diese beiden Tage zwar allgemein arbeitsfrei sind, wer aber (z.B. durch Schichtdienst) an diesen Tagen dennoch arbeiten muß, dafür keine spezielle Vergütung bekommt. Die Arbeit an diesen beiden Tagen (an denen alle anderen frei haben) gilt als mit dem normalen Gehalt als bezahlt.

Ich kann schon verstehen, daß jemand, der an diesen (normalerweise arbeitsfreien) Tagen dennoch ohne Zusatzentgelt oder Freizeitausgleich zur Arbeit eingeteilt wird, sich betrogen vorkommt. Ich finde, wer an diesen allgemein arbeitsfreien Tagen dennoch arbeiten muß, sollte einen finanziellen oder Freizeitausgleich erhalten. Der Sonderstatus dieser beiden Pseudo-Feiertage ist momentan in den manchen Tarifverträgen nicht sinnvoll abgebildet.

Aber ich mache den Tarifvertrag nicht, und die Welt ist in vielen Dingen ungerecht.