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Eine Floristin erzählt: "Die Kundschaft ändert sich am Valentinstag"

Getty Images Mit Löwenzahn auf der Sommerwiese fing es an, jetzt sind Calla ihre Lieblingsblumen. Hier erzählt eine Floristin von ihrem Job, von romantischen Männern - und von 90-Stunden-Wochen.
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#1 - 13.02.2019, 22:05 von karlsiegfried

Wirklich traurig

Wer nur an Blumenhändlerfeier- oder Abzocktagen, wie Valentinstag oder Totensonntag Blumen kauft und/oder verschenkt ist ein Herdentier und wirklch zu bedauern. Aber was macht das schon, Wähler, Autokäufer und andere Herdentierarten verhalten sich nicht anders, Nur, wer ein Herdentier ist hat auch viel zu leiden. Nur gemeckert werden sollte dann nicht, sondern still erduldet.

#2 - 14.02.2019, 23:24 von ge1234

Früher ...

... habe ich des öfteren Blumen per Fleurop-Service verschickt, was immer eine gelungene und freudige Überraschung war. Heute werden online bestellte Blumensträuße per Post und im Karton verschickt; ist die Adressatin nicht zu Hause, gibt es eine Paket-Abholkarte in den Briefkasten und die Dame muß sich das "Paket" in der Postfiliale (aber nicht heute!) selbst abholen. Bei Nachbarn abgeben gibt's anscheinend nicht mehr! Nicht sehr romantisch! Das ist mir leider zweimal passiert, jetzt verschicke ich halt keine Blumen mehr!

#3 - 14.02.2019, 09:50 von Sibylle1969

Interessant wäre jetzt noch gewesen, wieviel man mit einem eigenen Blumenladen so verdient. Die besten Standorte für Blumenläden sind ja anscheinend direkt neben dem Friedhof, wenn ich mir die Ballung von Blumenläden in der Nähe von Friedhöfen anschaue.

#4 - 14.02.2019, 10:30 von almeo

Zitat von karlsiegfried
Wer nur an Blumenhändlerfeier- oder Abzocktagen, wie Valentinstag oder Totensonntag Blumen kauft und/oder verschenkt ist ein Herdentier und wirklch zu bedauern. [...]
Ach wissen Sie, mit Ihrer Gesellschaftskritik sind Sie doch selbst auch nur ein Herdentier das das erzählt, was die Herde propagiert. Ist wie die neue Influencer-Gesellschaft: Alles ganz viele individuelle Schneeflocken, die in Gänze aber doch nur eine weiße Masse sind. Wir leben in einer durchorganisierten Welt, da ist klar, dass auch unsere Leben durchorganisiert und zunehmen uniform werden. Da kann man sich jetzt drüber aufregen oder einfach mit leben. Letzeres macht das Leben - meiner Meinung nach - ein bisschen einfacher...

#5 - 14.02.2019, 12:44 von Mr T

Zitat von almeo
Ach wissen Sie, mit Ihrer Gesellschaftskritik sind Sie doch selbst auch nur ein Herdentier das das erzählt, was die Herde propagiert. Ist wie die neue Influencer-Gesellschaft: Alles ganz viele individuelle Schneeflocken, die in Gänze aber doch nur eine weiße Masse sind. Wir leben in einer durchorganisierten Welt, da ist klar, dass auch unsere Leben durchorganisiert und zunehmen uniform werden. Da kann man sich jetzt drüber aufregen oder einfach mit leben. Letzeres macht das Leben - meiner Meinung nach - ein bisschen einfacher...
Valentisnstag macht das Leben etwas einfacher, weil es Sie daran erinnert, ihrer Frau/ihrem Mann/etc, ihre Zuneigung zu zeigen? Und wenn man Blumen zu einem anderen tag schenkt, ist man eine weisse Masse? Aphorismen machen Ihr Argument auch nicht ueberzeugender...

#6 - 14.02.2019, 12:47 von Gluehweintrinker

Und von Verkäufern verlangt niemand etwas?

Offenbar schwelgt der Spiegel weiter in den Geschlechterrollen von 1958. Denn sonst wäre es nicht so unvorstellbar, dass man einen männlichen Floristen antreffen könnte.

#7 - 14.02.2019, 12:57 von spon_2999637

Nicht?

"Am Valentinstag ist bei uns Hochbetrieb. An normalen Tagen verkaufe ich etwa 60 rote Rosen. Am Valentinstag kaufe ich 250 rote Rosen auf dem Großmarkt ein, die manchmal schon vor zwölf Uhr mittags vergriffen sind."

"'Der Valentinstag ist Geldmacherei der Blumenläden' ist also falsch."

Bedeutet - ohne Valentinstag weniger Geschäft - heißt mit Valentinstag Geldmacherei (gilt auch für Muttertag übrigens). Und wenn man dann liest:

Allgemein bekannt wurde der Valentinstag durch die vor dem 14. Februar verstärkt einsetzende Werbung der Floristik- und der Süßwarenindustrie.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Valentinstag#Deutschland)

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Muttertag#Deutschland)

....ist das auch genau so beabsichtigt - Umsatzsteigerung durch werbewirksame Sondertage. Das ist auch nicht Verwerflich - meine Liebste hat gestern ihre Blumen bekommen, da war weniger Stress....

#8 - 14.02.2019, 13:04 von Spr.

Usa?

Ich wusste gar nicht, dass Deutschland jetzt zu den USA gehört! Oder warum sollte man einen US-amerikanischen Feiertag in Deutschland feiern? Sind inzwischen schon so viele Generationen nur mit US-amerikanischen Serien aufgewachsen, dass sie zwar alle US-amerikanischen Feiertage kennen, aber kaum noch deutsche? Oder musste einfach noch irgendetwas, egal was, veröffentlicht werden, und es hat sich einfach nichts Anderes gefunden?

Es täte dem Spiegel äußerst gut, wenn zukünftig auf Artikel einschließlich Foren zu US-amerikanischen Feiertagen zwecks deren Etablierung in Deutschland verzichtet würde! Auch wenn dieser als Karriere-Bericht getarnt ist!

#9 - 14.02.2019, 13:22 von denn76

Männer sind also die komplizierten und unangenehmen Kunden, außer sie geben viel Geld aus.
Ich muss gestehen dass ich meist auch nur zum Valentinstag Blumen schenke (finde andere kleine Geschenke schöner, ist halt Ansichtssache), und ich empfinde die Atmosphäre in den Blumenladen dann immer sehr schön, auch wenn es stressig und voll ist. Man wartet lange, aber das ist natürlich auch keine Überraschung.
Ich habe noch nie erlebt dass ein Kunde unfreundlich ist, im Gegenteil.

Natürlich weiß ich auch dass der Job stressig und schlecht bezahlt ist, ich glaube das würde kaum jemand leugnen.

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