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Frag den Personalchef: Soll ich sagen, dass ich schwul bin?

DPA Privates hat im Vorstellungsgespräch wenig zu suchen. Aber manchmal bringen harmlose Fragen homosexuelle Bewerber in die Zwickmühle: Sollen sie ausweichen oder sich quasi beiläufig outen? Ein Personalchef spricht Klartext.
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#1 - 30.06.2015, 09:28 von WwdW

Und wieso muß man in Konsum schwelgen und shoppen,

wenn man in London ist? Meine Konsumeinstellung geht einen Personaler gar nix an.

#2 - 30.06.2015, 09:38 von kumi-ori

"Das Shoppen war ganz wunderbar, vor allem wegen des aktuell wirklich günstigen Pfund-Kurses." Wer so etwas sagt, den würde ich aus ganz anderen Gründen feuern.

#3 - 30.06.2015, 09:40 von alsterherr

Sicherlich ist es gut, sich zu outen. Nur leider nicht aufgrund humanistischer und menschlich-logischer Gründe, sondern einfach deswegen, daß man dann bei der nächsten Kündigungswelle den großen Molly machen kann, die Presse nebst Juristen einschaltet mit dem Argument, man wurde entlassen, weil man Schwul ist.
Heraus kommt dann großer medialer Schaden für den Arbeitgeber und Geldzahlungen ... wäre nicht das erste mal.

#4 - 30.06.2015, 09:45 von shardan

Na hoffentlich.

Im Grundsatz: Outen! Es macht keinen Spaß, in der Firma ewig Versteck zu spielen, Wenn der Personaler / Geschäftsführer / Vorstand oder wer auch immer schwulenfeindlich ist, wird es erstens zur Hölle, zweitens kippt es eh irgendwann auf, z. B. wenn Partner mit zur Weihnachtsfeier geladen werden. Versteck Spielen auf Dauer funktioniert nicht wirklich gut. Es ist dies heute in Zeiten knapper Jobs natürlich leichter gesagt als getan. In einem Punkt muss ich dem Herrn Schimpf leider widersprechen: "Der beste Mann / die beste Frau für einen Job" hat heute all zu oft nichts mehr mit Kompetenz zu tun, sondern mit dem Gehaltswunsch. Die "besten" sind meist die billigsten, der Rest "wird dann schon irgendwie werden". Es mag in den oberen Rängen anders aussehen - bei kleinen Firmen und den durchschnittlichen Jobs ist das Vorstellungsgespräch eher ein Verhör, in dem es letztlich mehr ums Geld als um Qualifikation geht.

#5 - 30.06.2015, 09:55 von enfanterrible

Auf jeden Fall...

(Genderkorrekturen bitte selbst im Hinterkopf durchführen, Danke.)
Auf jeden Fall sagen, wenn das Gespräch dazu führt!
Es ist für einen aufgeklärten Personaler interessant zu wissen, ob er sich auf einen Grabenkämpfer einlässt oder auf einen gesettelten ruhigen Homie.
Für den ruhigen Homie ist es genauso interessant zu wissen, ob der Personaler eine offene Unternehmenskultur repräsentiert oder nicht.
ALLERDINGS: Wenn ein Grabenkämpfer schon vorher weiß, dass ein Unternehmen zugeknöpft ist, sollte er sich reinmogeln und den Laden von innen aufmischen :)

#6 - 30.06.2015, 10:00 von SpitzensteuersatzZahler

Es wäre schon schön, wenn die sexuelle Orientierung nicht der Rede wert wäre. Weder im positiven wie im negativen Sinne. Es ist nichts wofür man sich schämen muss, aber auch nichts auf das man stolz sein kann wie der Apple Chef.

Es ist einfach komplett egal...

#7 - 30.06.2015, 10:01 von Zaphod

Signalwirkung

Jeder Bewerber sollte früh über die Small-Talk-Frage sein. Denn sie zeigt, dass in den Unternehmen noch klassische Werte und Familienbilder gepflegt werden: Der Mann arbeitet und ist mit einer Frau verheiratet, deren einziges Glück nur das Shoppen ist. Die Frau gibt das hart erarbeitete Geld aus, aber der Mann lächelt milde dazu.

Alle Gegner des Genderwahnsinns werden sich nun freuen und um die Stelle kämpfen. Alle Vernünftigen werden dagegen erkennen, dass ein Unternehmen mit einem derartigen Weltbild wohl nur wenig zukunftsorientiert ist und der Arbeitsplatz dort daher sowieso nur eine Übergangslösung bis zur zwangsläufigen Insolvenz sein wird.

#8 - 30.06.2015, 10:05 von pecos

Soll ich sagen, dass ich schwul bin? ...

.... Was für ein überflüssiger Text. Der Autor spricht darüber hauptsächlich über sensible und homophobe "Personaler", nur zum geringeren Teil über die Bewerber selbst und kommt zum Schluss: "Letztlich muss jede und jeder für sich selbst entscheiden". Na klasse, was für ein wegweisender Artikel! Das weiss der Leser ja wohl sowieso. Aber wenigstens füllt man so seine Webseiten....

#9 - 30.06.2015, 10:12 von Art. 5

Fangfragen

Der Personalchef in diesem Fall wollte doch mit seiner Frage ganz gezielt herausfinden, ob der Bewerber heterosexell ist oder nicht. Das zeigt, dass ihm die sexuelle Orientierung des Bewerbers wichtig war, weil er eben nicht "open minded" sondern voreingenommen und wahrscheinlich homophob ist. Solche Fangfragen muss der Bewerber auch später von einigen KollegInnen erwarten und dann seine Linie durchhalten.

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