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Führungskräfte: Frust-Alarm im mittleren Management

Corbis Böse Zungen sprechen von "Fugenmasse": Mittelmanager sind die Schicht zwischen Firmenleitung und Mitarbeitern - und müssen den Druck von beiden Seiten aushalten. Eine aktuelle Studie belegt, wie frustriert und überfordert die Mehrheit von ihnen ist.
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#1 - 14.12.2012, 12:15 von Plasmabruzzler

Zitat von sysop
Eine aktuelle Studie belegt, wie frustriert und überfordert die Mehrheit von ihnen ist.
...zum Glück kann man sich in Deutschland den Arbeitsplatz aussuchen - gezwungen wird niemand.

#2 - 14.12.2012, 12:20 von andy69

die beiden Hauptgründe...

Zitat von sysop
Böse Zungen sprechen von "Fugenmasse": Mittelmanager sind die Schicht zwischen Firmenleitung und Mitarbeitern - und müssen den Druck von beiden Seiten aushalten. Eine aktuelle Studie belegt, wie frustriert und überfordert die Mehrheit von ihnen ist.
... sind m.E. die Erwartung "von oben", mit immer weniger Leuten die vielen Themen bewältigen zu müssen - und die Erwartung "von unten", dass man als Vorgesetzter absolut perfekt und fehlerfrei sein muss.

#3 - 14.12.2012, 12:26 von arioffz

Nein, gezwungen wird

mittelbar niemand, aber unmittelbar, JA, man kann wechseln, aber.... Das scheinbar unmöglich an all diesen Meldungen ist, aber aus meiner Sicht, das alles, was sich unterhalb der "Chefetage" abspielt aus dem Ruder läuft. "Human Resources" werden abgeschöpft und nach Gebrauch, entsorgt, es steht der nächste bereit.
Aber, JA, spielen wir uns lieber weitrhin was vor, das können wir am besten, in die eigene Tasche lügen!

Coco Loco!

Zitat von Plasmabruzzler
...zum Glück kann man sich in Deutschland den Arbeitsplatz aussuchen - gezwungen wird niemand.

#4 - 14.12.2012, 12:26 von Tolotos

Die Befreiung von der Verantwortung an der Spitze ist die Dekadenz der Gesellschaft!

Zitat von sysop
Böse Zungen sprechen von "Fugenmasse": Mittelmanager sind die Schicht zwischen Firmenleitung und Mitarbeitern - und müssen den Druck von beiden Seiten aushalten. Eine aktuelle Studie belegt, wie frustriert und überfordert die Mehrheit von ihnen ist.
Im letzten Satz sehe ich das eigentliche Problem der modernen Gesellschaft:
Zitat von Eva Buchhorn
Wer in so einem Sandwich-Job unklug agiert, bekommt Druck von oben wie von unten und wird umstandslos zerrieben. Geht etwas schief, wird der Fugendichter gefeuert - nicht der, der wirklich etwas verbockt hat."
Im derzeitigen Gesellschaftsmodell hat sich weitumfänglich ein Führungspersonal durchgesetzt, dass für die Verantwortung, die es selbst immer mehr nur noch nach unten abwälzen kann, einen immer höheren Anteil an der Wirtschaftsleistung anzieht.

Viel von dem, was schief geht, geht auch deshalb schief, weil diejenigen, welche mit ihren Entscheidungen dafür die Grundlage gelegt haben, sich ziemlich sicher sein können, dass sie die negativen Folgen dieser Fehlentscheidungen auf andere abwälzen können.

PS: Häufig werden diese Fehler sogar völlig ausgeblendet, weil die Verantwortlichen sich vor allem darauf konzentrieren, von den Vorteilen für einige Krisengewinnler mit zu profitieren.

#5 - 14.12.2012, 12:36 von antilobby

Da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Zum einen - wie schon gesagt - haben die Leute den Job selbst ausgesucht, mit gutem Gehalt, Dienstwagen und iPhone. Dafür sollen sie auch was tun.

Zum anderen ist das mittlere Management inzwischen reine Verwaltung geworden. Da werden nur mit PowerPoint-Bilder, SAP-Berichte und Kennzahlen geworfen. Von den was die eigenen Mitarbeiter fachlich tun haben die Manager gar keine Ahnung. Anders als Druck abzupuffern können die Manager eigentlich nichts.

#6 - 14.12.2012, 12:40 von Tolotos

Die Risiken von Verantwortung nach unten abzuleiten ist ein modernes Leistungsprinzip

Zitat von Plasmabruzzler
...zum Glück kann man sich in Deutschland den Arbeitsplatz aussuchen - gezwungen wird niemand.
Zur Arbeit gezwungen werden ‚nur‘ diejenigen, die keine haben!

Aber dass diejenigen, die in der Machtpyramide weiter unten stehen, gezwungen werden, die Verantwortung auch für die Fehler zu übernehmen, die weiter oben angerichtet werden, ist ein Prinzip zur Optimierung der Leistungsbewertung, dass sich immer mehr durchsetzt.

PS: In vielen Fällen ist ein sogenannter Leistungsträger jemand, der ausnutzt, dass er Risiken eingehen kann, deren Schäden andere ausbaden müssen!

#7 - 14.12.2012, 12:49 von andy69

das ist...

Zitat von antilobby
Zum anderen ist das mittlere Management inzwischen reine Verwaltung geworden. Da werden nur mit PowerPoint-Bilder, SAP-Berichte und Kennzahlen geworfen. Von den was die eigenen Mitarbeiter fachlich tun haben die Manager gar keine Ahnung. Anders als Druck abzupuffern können die Manager eigentlich nichts.
... eine tumbe Pauschalaussage und somit automatisch falsch.

Im mittleren Mgmt. haben viele sehr wohl noch eine Ahnung, was der Einzelne "darunter" tut.
Im höheren Mgmt mag das anders aussehen.

Und inflationäre PowerPoint-Bilder und Kennzahlenerzeugung haben nichts mit der Hierarchiestufe zu tun, sondern vor allem mit der Funktion.

Ein Vorgesetzter in der Zentrale eines Grosskonzerns verbringt damit sicherlich mehr Zeit als ein Logistikleiter in einer Fabrik, dem täglich Fertigungsstillstände drohen...

#8 - 14.12.2012, 12:50 von Plasmabruzzler

Zitat von Tolotos
Zur Arbeit gezwungen werden ‚nur‘ diejenigen, die keine haben!
...aber nicht zwingend ins mittlere Management.
Ich arbeite selbst im mittleren Management und wenn ich irgendwann keinen Spaß mehr an der Arbeit hätte, würde ich mir was anderes suchen und wenn es hart auf hart kommt mich bspw. auch wieder an eine Drehmaschine stellen.

#9 - 14.12.2012, 12:52 von andy69

stimmt (gottseidank) immer weniger

Zitat von Tolotos
PS: In vielen Fällen ist ein sogenannter Leistungsträger jemand, der ausnutzt, dass er Risiken eingehen kann, deren Schäden andere ausbaden müssen!
In immer mehr Firmen werden Ziele mittlerweile kaskadiert. Was der unten nicht hinbekommt, fehlt dem obendran dann auch in seiner Zielerreichung.

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