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Homeoffice: Mitarbeiter sollen leichter von zu Hause aus arbeiten können

DPA Mehr als die Hälfte der Deutschen möchte wenigstens ab und zu im Homeoffice bleiben. Das soll nach Plänen des Arbeitsministeriums bald leichter möglich sein.
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#1 - 04.01.2019, 18:40 von Johannes60

Ein Schritt in die richtige Richtung.

Ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist doch unsinnig, dass viele Menschen lange Wege per Auto absolvieren, dabei Lebenszeit vergeuden und Abgase in die Luft pusten, um von einem Bildschirm (zuhause) zum anderen (im Büro) zu wechseln. Telefonieren kann man auch an beiden Stellen. Zudem sparen Heimarbeitsplätze Büroräume inl. deren Heizung und Pflege.
Auf Besprechungen, bei denen die Mitarbeiter auch physisch anwesend sind, muss man ja nicht ganz verzichten

#2 - 04.01.2019, 18:48 von zorngibel

tja

... kann die positiven Nebenwirkungen des "HO" nur bestätigen. Man rechne sich zudem mal aus, wie es sich auf die Umwelt und den Verkehr auswirken könnte, wenn Home Office in größerem Stil verwirklicht würde. Dem steht leider daw Bedürfnis vieler deutscher Chefs entgegen, ihre "untergebenen" Häupter täglich um sich geschart zun wissen ...
Auch dem unsäglichen "Meetint"-Unwesen, das gefühlt die halbe deutsche Wirtschaft lahmlegt und vor allem dem Geltungsbedürfnis einiger weniger leitenden Angestellten dient, wäre damit womöglich etwas entgegengesetzt ...

#3 - 04.01.2019, 18:49 von runandrock

Katastrophe

Als Vorgesetzter kann ich nur sagen: katastrophale Entwicklung. Die Präsenz am Arbeitsplatz wird völlig unterbewertet. Ansprechpersonen, die man dringend und kurzfristig benötigt, sind nicht da. Und: Warum möchten bloß die meisten den homeoffice-Tag auf den Freitag legen? Richtig: das Wochenende lockt schon am Donnerstag. Diese Entwicklung betrachte ich mit großer Sorge. Aber leider ist diese Haltung gerade nicht populär. Vielleicht geht es Deutschland wirtschaftlich zu gut, dass wir meinen uns das leisten zu können.

#4 - 04.01.2019, 18:54 von Gande

Was macht ein Maurer?

Und was macht nun ein Maurer oder andere Mitarbeiter der arbeitenden Bevölkerung? Soll der Maurer zu Hause schon mal eine Mauer hochziehen? Und am nächsten Tag zur Arbeitsstelle transportieren?

#5 - 04.01.2019, 18:56 von gammoncrack

Meine Frau hatte Anfang 2000 (gerne) einen Telearbeitsplatz,

weil dadurch aufgrund meines beruflich bedingten örtlichen Wechsels das wöchentliche Pendeln entfiel. Zwangsläufig wurde dadurch, bei 180 km Unterschied, ein Zweitwohnsitz erforderlich.

Das Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern hier in Deutschland übernahm damals die anteiligen Mietkosten für das Arbeitszimmer, Drucker, PC, und weitere Hardware wurde vom Unternehmen gestellt bzw. übernommen.

In 2004 wurden die Telearbeitsplätze gestrichen. Inzwischen, nachdem ich aus dem Berufsleben ausgeschieden bin und wir nun eine Wohnung an Ihrem Arbeitsort haben, wurden die Telearbeitsplätze, die sich aber ganz bewusst "Work at home" wieder angeboten. Das Unternehmen stellt aber nur ein Notebook, das sie sowieso schon im Büro nutzt, ansonsten nichts zur Verfügung.

Die Frage wird bei diesem Thema also sein, ob Unternehmen verpflichtet werden, alles Notwendige zur Verfügung zu stellen. Geschieht das nicht, dürfte das Interesse relativ gering sein.

#6 - 04.01.2019, 19:00 von kaiosid

Anachronismus

Der Irrsinn mit der Anwesenheit muss langsam mal beendet werden.
Klar gibt es Nachteile, klar muss man an sich arbeiten um sich nicht komplett auszubeuten .
Aber ehrlich: im Büro wird doch so viel Zeit verdaddelt, und dann die Fahrerei.
Macht einfach keinen Sinn mehr. Muss allerdings reguliert werden, da Arbeitgeber natürlich andere Interessen haben. Von wegen Flexibilisierung und so ein Quatsch. 8 Stunden sind acht Stunden und absolut ausreichend.

#7 - 04.01.2019, 19:01 von axel_spon

Aber die Werbungskosten

Zu den Erleichterungen müssten dann natürlich auch die Werbungskosten gehören.
Solange man mehr als 50% seiner Zeit im Homeoffice verbringen muss, damit ein Arbeitszimmer anerkannt wird, in dem ja Platz, Einrichtung/Büromöbel, Heizung, Strom, Internet, Drucker, Toner, Papier und Wasser für's Klo anfallen und solange das Finanzamt bestätigt haben will, dass der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz stellt während der nur bescheinigt, dass man keinen festen Arbeitsplatz hat aber jeder Zeit kommen und einen Flexarbeitsplatz benutzen könnte, was dem Finanzamt dann nicht reicht, stellt man sich für die Bequemlichkeit schlecht.

#8 - 04.01.2019, 19:04 von MisterD

Wer es kann, prima...

es erfordert allerdings hohe Disziplin. Darüber hinaus besteht die reale Gefahr, dass Arbeit und Privatleben zunehmend verschmelzen. Nochmal schnell abends an den Rechner die Mail schreiben, die man nicht geschafft hat. Am Samstag nochmal schnell ne Stunde, am Sonntag schonmal die Reiseroute angucken und das Hotel buchen, usw. Man kommt nicht mehr richtig zur Ruhe, da Büro und Wohnung nicht mehr räumlich getrennt sind und man keinen Weg mehr hat, auf dem man langsam runterkommt und abschaltet. Auch fehlen im Home Offove die sozialen Kontakte im Büro bzw. der Austausch. Das kann für viele Menschen zum Problem werden... fürs Home Office muss man der Typ sein. Ich bins, für meine Frau wäre das gar nix...

#9 - 04.01.2019, 19:06 von Newspeak

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Zitat von Johannes60
Ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist doch unsinnig, dass viele Menschen lange Wege per Auto absolvieren, dabei Lebenszeit vergeuden und Abgase in die Luft pusten, um von einem Bildschirm (zuhause) zum anderen (im Büro) zu wechseln. Telefonieren kann man auch an beiden Stellen. Zudem sparen Heimarbeitsplätze Büroräume inl. deren Heizung und Pflege. Auf Besprechungen, bei denen die Mitarbeiter auch physisch anwesend sind, muss man ja nicht ganz verzichten
Na ja, die Kosten fuer die Heizung werden so nur auf den Mitarbeiter ausgelagert. Natuerlich muss man fairerweise zugestehen, dass sich Mobilitaetskosten dagegen aufrechnen. Aber der Teufel steckt in den Details. Stellt der Arbeitgeber den Arbeitsplatz? Nur den Rechner, oder auch Tisch und Stuhl? Wie werden Vorgaben des Gesundheitschutzes am Arbeitsplatz gewaehrleistet? Das kann und muss der Arbeitgeber im normalen Buerobetrieb ja garantieren. Von der Ausrichtung und Ergonomie der Schreibtische bis zum Verbot des Ueberschreitens der gesetzlichen Maximalarbeitszeit pro Tag.

Ich mag die Idee an sich auch, vor allem im Hinblick auf die Fahrt von und zur Arbeitsstaette, aber andererseits ist genau der Wechsel der Oertlichkeit auch sehr hilfreich dabei, Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen, sich nicht auch noch zuhause unter der Kontrolle seines Chefs fuehlen zu muessen, und so auch etwas fuer seine langfristige psychische Gesundheit zu tun, im Sinne einer echten Erholung.

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