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Klick, klick, krank: Wie ich mich selbst als arbeitsunfähig einstufte

Alexander Spatari / Getty Images Terminabsprache, Wartezimmer, Arztbesuch? Alles unnötig, ein paar Klicks reichen auch: Ein Hamburger Portal offeriert Krankschreibungen im Internet. Wie seriös ist das Angebot? Ein Selbstversuch.
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#1 - 01.04.2019, 11:49 von großwolke

Schritt in die richtige Richtung

Vergessen wir für den Augenblick mal die juristischen Feinheiten, und stellen wir uns vor, es gäbe für Alltagsleiden eine Online-Sprechstunde, abgehalten an einem reinen Büroarbeitsplatz anstatt in einer Praxis. Kostengünstig, zeitlich effizient, und vor allem erspart es dem Kranken, der sein Leiden relativ gut einschätzen kann, in seinem angeschlagenen Zustand den unnötigen Weg. Wer glaubt, dass er was Ernsteres hat oder sich unsicher ist, geht halt weiterhin in die Praxis. Mir gefällt die Idee jedenfalls sehr.

#2 - 01.04.2019, 11:54 von utfcmac

Wer blau machen will, der bekommt auch von jedem "normalen" Arzt eine Krankschreibung. Halt Magendarm oder so. Und wer eine fiebrige Erkältung hat, bei dem nach 1-3 Tagen das schlimmste vorbei ist: Warum sollte man sich dafür in ein überfülltes Wartezimmer setzen und am Ende kommt man mit dem gleichen Ergebnis wie beim Online-Arzt nach Hause? Bettruhe und einem gelben Schein...

#3 - 01.04.2019, 12:16 von Raisti

Wenn ich meinen Hausarzt die gleichen Symptome vorlüge, wird er mich auch krank schreiben.

Der einzige Unterschied zu der App ist, das man eventuell mehr Hemmungen hat einem Arzt direkt ins Gesicht zu lügen.

Finde es von daher komisch das man gerade diesen Aspekt so besonders ausleuchtet.

#4 - 01.04.2019, 12:28 von fledermob

Aprilscherz!

#5 - 01.04.2019, 12:29 von novoma

Max. 3 Tage

Sehr interessant, da kann man sich also für maximal 3 Tage krankschreiben lassen. Dass man nach Gesetz sich für bis zu 3 Tage ohne Attest selbst krankmelden kann, scheint vielen nicht mehr bekannt zu sein. Oder haben so viele Arbeitsverträge unterschrieben, die eine Attestpflicht schon ab dem ersten Krankheitstag verlangen?

#6 - 01.04.2019, 12:33 von Thorkh@n

Sehr schön ...

... in einigen Teilen bei Herrn Rechtsanwalt Solmecke abgeschrieben: https://www.wbs-law.de/datenschutzrecht/krankschreibung-ueber-au-schein-de-per-whatsapp-ist-das-legal-79091/

#7 - 01.04.2019, 12:35 von dasfred

Viele finden das sicher praktisch

Wenn man erst zum Krankschreiber seines Vertrauens gehen muss, könnte man sich doch ernsthaft anstecken und ist dann tatsächlich krank. Viele Arbeitgeber verlangen im Normalfall auch erst nach drei Tagen eine Krankschreibung, weil sie ihren Mitarbeitern vertrauen. Schließlich möchte auch keiner, dass ein grippaler Infekt erst in den Betrieb eingeschleppt wird. Krankschreibungen, ob im Netz oder direkt beim Artzt sind immer Vertrauenssache.

#8 - 01.04.2019, 12:37 von erwischt_1

alle Jahre wieder

... ein Aprilscherz!

#9 - 01.04.2019, 12:38 von zwergenpaladin

Technologiefeindlicher Zynismus

Viel mehr als die Symptome abchecken macht ein Arzt live auch nicht. Da entlaste ich lieber das überfüllte Wartezimmer und überlasse den Platz für Leute die es nötiger haben. Wenn ich eh "nur" Grippe habe kann der Arzt eh nicht mehr machen als mich Krankschreiben und Bettruhe verordnen...
Das der Autor hier nur Potential zum Betrügen seines Arbeitsgebers sieht, läßt mehr Schlüße über ihn als über den Service zu.

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