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Rat vom Jobcoach: Hilfe, mein Mitarbeiter zweifelt mich an

Getty Images Sie leiten eine Abteilung - und vor allen Kollegen stellt Sie ein Berufsanfänger bloß? Die Karriereberaterin rät: Hören Sie ihm zu!
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#1 - 04.02.2019, 11:40 von napoleonwilson

Respekt...

Ein Mitarbeiter, der einen Vorgesetzten vor allen Mitarbeitern bloßstellt. Und Raus mit Ihm . Was würde der MA sagen, wenn man Ihn vor allen bloßstellt? Mein Verständnis hat auch Grenzen. Dann kann Ihn der Berater drr Agentur für Arbeit beraten. Solche MA sind nicht tragbar.

#2 - 04.02.2019, 11:46 von daktaris

Naja

Konsens und Dialog stoßen hier doch offensichtlich an die Grenzen. Das ist eine klare Grenzüberschreitung, die hart bestraft gehört
"... Fragen Sie ihn: Was kann ich in Zukunft besser machen? " Das soll ja wohl ein Witz sein, oder? Das ist ein freches vorlautes Greenhorn, dem man seine Grenzen aufzeigen muss. Dafür ist frau/man Führungskraft. Wenn sie sich als FK in einer solchen Situation nicht behaupten kann, war es das. Dann kann sie ihren Job an den Nagel hängen, Autorität im Eimer.
Weiteres Vorgehen in der Sache:
1. im face to face den greenhorn rund machen und dem Grünschnabel die Spur einstellen, ihn einschüchtern
2. er muss sich im nächsten Termin vor versammelter Mannschaft bei ihr entschuldigen.
3. Problem gelöst

#3 - 04.02.2019, 11:51 von Michael Kn

Es wird sehr viel Interpretiert

War der Tipp noch angebracht, dass der Umgang mit Interpretationen vorsichtig sein soll, wird gleich im nächsten Übernächsten Absatz reichlich Gebrauch gemacht. Ist dort ein Konflikt Alt vs. Jung, etc.

Ein Kollege hat offensichtlich ein Problem und neigt zu einer persönlichen Angriff. Da der Vorwurf noch vor den Kollegen kam, suchte er eine Bühne und versucht sein Problem (was er mit sich selbst hat) zu einem Konflikt zu transformieren (mehrere Beteiligte) und sucht sich natürlich Mitstreiter die vermeindlich auf seiner Seite stehen.

Ob man das nun im Team oder im Vier-Augen-Gespräch klärt, ist sicherlich das Andere. Ich hätte das in diesem oder dem nächsten Meeting gemacht.

Reagiert hätte ich in der Form: "Ich bin überrascht, dass Sie glauben, ich sei nicht für eine Führungsposition geeignet. Welche Fakten bringen Sie zu dieser Entscheidung?" Und wenn er die Fakten aufzählt, kann man auch seine Mitstreiter aktiv mit einbeziehen. Und in der Tat hatte ich dort Kollegen die haben gute Punkte angesprochen. Und dann konnte daran gearbeitet werden.

War der Auslöser ein Moment im Rahmen einer Anweisung, Entscheidung, etc. "Wenn Sie glauben, dass ich nicht für ..." oder "Wenn Sei glauben, dass die Entscheidung... " richtig war, dann erläutern Sie die Fakten und wie Sie das Problem / die Entscheidung / etc. lösen würden." Ggf. kann man dann noch klären, dass wenn richtige Fakten vorher nicht genannt wurden, weshalb das nicht geschehen ist. Oder wenn man was übersieht, kann man da auch selbstbewusst zu stehen, sich für den Hinweis bedanken, über das Beispiel die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, etc. loben. Jedoch zeigte sich auch hier häufig, dass das Team sich mehr Hintergrundinformationen wünschte und aktiver in eine Entscheidung eingebunden sein mag.

Und machen wir uns nichts vor, wenn die Führungskraft die Entscheidungsanker der Mitarbeiter kennt, kann er viele Entscheidungen so auf den Weg bringen, dass das Team am Ende auch so entscheidet.

#4 - 04.02.2019, 11:52 von BruceWayne

Jeder blamiert sich so gut wie er kann

Zu Fall 1. Wenn die Dame nicht weiß wie Sie auf so einen Angriff reagieren soll, hat sie wirklich keine Führungsqualitäten, denn wenn man die hat weiß man auf sowas eine Antwort. Und zwar: Sofortige Ansprache des vorlauten Frischlings mit der Ansage eines anschließenden Termins. In diesem Termin wird dem Mitarbeiter seine Position erläutert, ferner eine Ermahnung ausgesprochen, und ihm dann auch noch verdeutlicht, dass er nicht gezwungen wird in diesem Unternehmen weiter zu arbeiten... Oder wedelt jetzt der Schwanz mit dem Hund neuerdings?

#5 - 04.02.2019, 12:01 von triple-x

Alleine die Frage...

"Mimimimi... Was soll ich machen? Soll ich ihn ansprechen?" offenbart schon fehlende Führungsqualitäten! Natürlich ansprechen, und am Besten wäre es natürlich sofort bei seiner Kritik gewesen - da hätte er gleich Stellung beziehen müssen in Anwesenheit der Kollegen - und wenn er dann unsachlich und blöd gekommen wäre, gleich klare, aber freundliche, Kante zeigen und ihm bedeuten, dass eine Diskussion seiner Themen momentan fehl am Platze ist und das gerne in einem Vier-Augen-Gespräch geklärt werden kann. Warum macht es sich die Frau so schwer?

#6 - 04.02.2019, 12:06 von harald441

Junge Kräfte,

die in ein Unternehmen eintreten, und das war ja einmal jeder von uns, bringen zunächst überhaupt keine "frischen Ideen" mit, das ist so etwas, was ständig wiederholt und nie bewiesen wird, sondern sie müssen sich zuerst einarbeiten, viel fragen und mit ersten einfachen Aufgaben zurechtkommen.
Und erst nach einigen Jahren im Unternehmen, wenn sie erfahren haben, was Sache ist, was die Firma von einem erwartet, weil es ihr weiterhilft, kann der Talentierte zeigen, was in ihm steckt und seine Ideen umsetzen.

#7 - 04.02.2019, 12:10 von kfp

@napoleonwilson

Nur weil die Generation der Babyboomer gelernt hat, den Chefs besser kein Feedback zu geben, muss und sollte das nicht für die Zukunft gelten."

#8 - 04.02.2019, 12:15 von rumpelstilzchen1980

Wenn man damit überfordert ist... Zuhören hilft.
Entweder der Einwurf war berechtigt, dann muss man leitend die Situation aufklären, dafür bekommt man sein Geld. Oder der Einwurf war unberechtigt und man kann dem Frischling erläutern, wo sich der Fehler in dessen Annahme versteckte.

War der Einwurf unsachlich, dann muss man eben den Respekt einfordern und erläutern, dass diese Art der Kritik eben keine ist und hier persönliche Angriffe nicht üblich sind.

Schaffe ich diesen Ausgleich nicht, dann bin ich wirklich ungeeignet für eine Leitung.
Im Kern muss man da aus allen Situationen mit erhobenem Kopf rausgehen und allen die Würde dabei lassen. Sonst endet das mit Frust und Kündigungen. Und im besten Fall habe ich ein besseres Ergebnis , weil wir einen "Das haben wir schon immer so gemacht"-Fehler behoben haben durch eine neue Sichtweise des Problems.

#9 - 04.02.2019, 12:17 von fatherted98

hmm...

....bloßstellen? Was ist damit gemeint? Fachlich den Vortragenden hinterfragen hat noch nichts mit Bloßstellen zu tun....ansonsten könnte man sich Mitarbeiterbesprechungen schenken. Falls der Ton oder der Inhalt aber nur provokant ist und keinen sachlichen Bezug hat...sollte man den MA entfernen (falls das geht und er nicht als Bot vom Ober-Chef eingeschleust wurde). Es gibt natürlich Taktiken die einen zur Weißglut treiben....habe ich selbst schon erlebt....besser hat das die Arbeit nie gemacht....und können, konnten die Provokanten meist gar nichts außer die Klappe aufreißen. In der jetzigen Fachkräftesituation sollte man, wenn nichts hilft...den Wechsel planen....sollen die doch mit dem Besserwisser mal ihr Glück versuchen.....

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