Forum
Karriere

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch: "Sind Sie schwanger?"

Getty Images Sie sitzen im Bewerbungsgespräch und dann legt der Chef auf einmal los: Wollen Sie Kinder? Sind Sie katholisch - oder homosexuell? Was darf der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch fragen und was nicht?
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 1/5    
#1 - 04.12.2018, 11:27 von reissp

Frage nach Behinderung unzulässig?

Das wundert mich sehr. Diese Information ist notwendig, damit die Behindertenvertretung ihren Job zugunsten des Bewerbers machen kann. Wie soll das oder die bevorzugte Einstellung bei gleicher Qualifikation gelingen, wenn das nicht abgefragt werden darf?
Und ja, das funktioniert. Als ich einmal einen schwerbehinderten Vertreter für eine Stelle wollte, ging da ganz schnell mit der Einstellung, als ich die Bewerbungsunterlagen mit einer Kopie des Schwerbehindertenausweises bei der Verwaltung eingereicht habe.

#2 - 04.12.2018, 11:33 von wasistlosnix

Wann kommt die Änderung?

Gefragt werden darf alles. Bei welcher Frage darf ich Lügen wäre richtiger. Ob die Lüge über die Probezeit oder vor einer Kündigung schützt ist dann die andere Frage.
Das stellen der Frage birgt ja kein Risiko oder gab es dazu schon Urteile? Das Risiko ist die Lüge auf die Frage.

#3 - 04.12.2018, 11:42 von marthaimschnee

Soweit die Theorie

und in der Praxis gibt es den Job dann einfach nicht, wenn man nicht antwortet. Natürlich wird kein Arbeitgeber der Welt das zugeben, aber wozu auch, die begründungslose Floskel "Wir haben uns für jemand anderen entschieden" reicht ja.

#4 - 04.12.2018, 11:52 von horstenporst

Zitat von reissp
Das wundert mich sehr. Diese Information ist notwendig, damit die Behindertenvertretung ihren Job zugunsten des Bewerbers machen kann. Wie soll das oder die bevorzugte Einstellung bei gleicher Qualifikation gelingen, wenn das nicht abgefragt werden......
Das hat mich auch gewundert. Zumal die Frage nach einer Schwerbehinderung in den Bewerbungsportalen vieler Firmen zu finden ist. Anscheinend war das früher auch zulässig, heute wohl nicht mehr.
https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Auskunftspflich t.html#tocitem9

#5 - 04.12.2018, 11:58 von zauberer2112

Schön für diese Dame

Schlecht für den Betrieb. Nicht nur der "Chef", auch die Kollegen leiden darunter. Und in letzter Konsequenz stellt er halt keine Frauen im gebärfähigen Alter ein. Aber dann greift wahrscheinlich die Quote.

#6 - 04.12.2018, 12:04 von Plasmabruzzler

Ich finde, es sollte differenziert werden, was man verschweigen darf und wann man Lügen darf. Das ist nicht nur semantisch ein riesengroßer Unterschied. Dies zu klären, würde Bewerber/in und potentiellem Arbeitgeber Sicherheit geben.

#7 - 04.12.2018, 12:08 von sheffard

Viel wichtiger

Ist aber inzwischen die Frage: Muss der Arbeitgeber die Wahrheit sagen und inwieweit gibt es ein Recht auf Entschädigung wenn jemand wieder geht weil er nicht die Wahrheit gesagt hat.
Inzwischen werden gesuchten Kräften alles mögliche erzählt was sich dann als unwahr herausstellt. In meinem Bekanntenkreis beklagen sich sehr viele über diese Art und Weise. Die Arbeitenden Menschen werden immer mehr zu Nutzvieh, dem man irgendetwas erzählen kann.

#8 - 04.12.2018, 12:18 von oelfinger

Es heißt immer noch

Nordrhein-Westfalen

#9 - 04.12.2018, 12:24 von deakon78

wir müssen aber wissen, ob jemand schwanger ist

In meinem Betrieb dürfen zum Schutz des ungeborenen keine Schwangeren arbeiten (das ist gesetzlich so geregelt). Wenn sich jemand trotzdem einstellen lässt, und mir die Frage unwahr beantwortet, begeht er in meinen Augen ein arglistige Täuschung. Es besteht zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit, dass diejenige tatsächlich ihre Arbeit aufnimmt. Antidiskriminierung ist immer nett, in vielen Fällen aber absurd, und bietet leider auch Möglichkeiten zum Missbrauch durch Arbeitnehmer und Bewerber. Eine Behinderung ist durchaus auch entscheidend. So sollte auch ein Blinder nicht LKW-Fahrer werden. Auch wenn die Gleichschaltungsbewegung das gerne hätte.

    Seite 1/5