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Vorstellungsgespräch: Schwierige Fragen machen Mitarbeiter zufriedener

Corbis Wer im Bewerbungsgespräch gefordert wird, ist später mit seiner Arbeit glücklicher, behauptet eine aktuelle Studie. Für Bewerbungshelfer Gerhard Winkler ein logisches Ergebnis: Je kniffliger die Fragen, desto besser.
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#1 - 30.10.2015, 13:05 von eSVau

Das nenne ich mal einen

Die Aussage ist so sinnvoll wie:
"Menschen, die den Lotto-Jackpot gewonnen haben, haben signifikant weniger Geldsorgen."

Jemand, der mit Stress nicht umgehen kann, wird durch die "Brainteaser" durchfallen und den Job gar nicht erst bekommen.
Stress-resistente Menschen werden sich durch solche "Brainteaser" nicht aus der Ruhe bringen lassen, genauso wie sie Stress im Job weniger belasten wird.

#2 - 30.10.2015, 13:11 von DJ Doena

Und wer im Bewerbungsgespräch die Fragen nicht beantworten kann, klagt im Anschluss dann mit Berufung auf das AGG und behauptet, dass sich die Fragen diskrimierend auf seine/ihre Bewerbung ausgewirkt hätten und man sie nur gestellt hat, um sie/ihn nicht einstellen zu müssen, weil er/sie zu alt, zu dick, zu klein oder eine Frau ist.

#3 - 30.10.2015, 13:58 von Dr. Kilad

Oft kennen die Gesprächsführer auf AG-Seite

sich selbst zu wenig aus. Und oft geht es mehr darum, wer das letzte Wort haben soll, als darum, wer schlauer ist. Kritische und zugleich schlaue Mitarbeiter (was sich oft verbindet) sind häufig gar nicht so erwünscht. Natürlich kommt es auch darauf an, für was man/frau sich bewirbt. Ein guter Autoschlosser z.B., muss nicht akademische Fragen beantworten.

#4 - 30.10.2015, 14:35 von chrisko77

...

Ja, ich glaube auch das hier jemand ganz stark orakelt. Ob eine statistisch signifikante Korrelation auch den Nachweis einer Kausalität bedeutet? Bekomme ich tatsächlich zufriedene Mitarbeiter, wenn ich bessere Fragen stelle oder stellen die "besseren" Unternehmen mit den zufriedeneren Mitarbeitern ggf. einfach auch zufällig die besseren Fragen? Interessant wäre für mich die Antwort auf die Frage, ob bessere Fragen zu geeigneteren Mitarbeitern führen, die fachlich gut sind und zugleich ins Team passen.

#5 - 30.10.2015, 16:31 von quertreiber-30er_baujahr

Dazu braucht es keine aufwändige Studie

Natürlich sind die Bewerber, welchen "schwere" Fragen gestellt wurden, später zufriedener. Ich würde auch lieber im Managment arbeiten als bei z.B. als Putzfrau, welche dann im Bewerbungsgespräch "einfache" Fragen erwarten.

#6 - 30.10.2015, 18:25 von Newspeak

...

Sowohl die leichten wie die schweren Fragen sind Personalerquark.

Ein fähiges Gegenüber wird sie in einen vermeintlich lockeren Small-Talk verwickeln und sie danach besser kennen, als ihr Partner. Ohne Mätzchen. Mit Respekt. Und so, daß beide die Zeit als angenehm und Gewinn wahrnehmen.

Das aber trauen sich Personaler meistens nicht. Sie sind nämlich selbst oft unsouverän. Sie sitzen ja einem Kandidaten gegenüber, der nicht planbar ist, so wie all die schönen Pseudo-Psycho-Ratgeber das aber doch immer behaupten. Das verunsichert schwer. Deswegen muß auf Teufel komm raus verhindert werden, daß ein sinnvolles Gespräch entsteht, denn da könnte der Kandidat einen nachher noch vorführen.

Nur meine persönliche Meinung.

#7 - 30.10.2015, 18:29 von rotten sheep of evil

Fachfragen sind toll.

Wenn der Personaler einen fachkundigen Kollegen aus dem künftigen Bereich des Bewerbers hinzuzieht und denjenigen die fachliche Eignung und das Grundwissen abklopfen lässt, dann weiss man zum einen, der neue kann was wir brauchen. Und zum anderen sollten dabei Fragen herum kommen, die im Arbreitsalltag der Stelle tatsächlich relevant sind.

#8 - 30.10.2015, 20:35 von voiceecho

Realitätsfern!

Es werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt, und das zig Jahren! Der Klassiker: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Oder: Warum haben Sie sich bei uns beworben? Die meisten Personaler dürfen keine eigene Fragen stellen, weil es firmeninterner Fragekatalog gibt. Musste das fast 7 Jahre bei Einstellgespräche, irgendwann war ich fast debil..

#9 - 30.10.2015, 20:53 von sytex1

Aufnahmerituale

Die zufriedensten Mitglieder haben die Clubs mit den höchsten Aufnahmehürden. Ein alter Schuh... (das man nun meint es im Arbeitskontext als Neuigkeit zu verkaufen ist ein Symptom unserer Zeit).

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