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Jan Böhmermann: "AfD-Wähler sind schlechte Satiriker oder Rechtsextreme"

DPA Jan Böhmermann soll ab 2020 ins ZDF-Hauptprogramm wechseln. Im SPIEGEL äußert sich der Satiriker zur AfD - und zu der Frage, ob es nicht zur Verhärtung beitrage, Menschen als Rechte zu stigmatisieren.
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#1 - 20.09.2019, 18:39 von doctoronsen

Stimmt leider

Das deckt sich mit meiner Erfahrung im deutschen Osten: AfD-Wähler weisen höchst empört von sich, Nazi-Sympathisanten zu sein, während sie gleichzeitig rechtsradikale Inhalte vertreten.

#2 - 20.09.2019, 18:41 von 2oz_5nvn2lqw83ui

Recht hat er...

...und die Fronten werden sich leider weiter verhärten. Aber AfD-Wähler und Sympathisanten deswegen mit Samthandschuhen anzufassen würde leider bei denen keinen Bewusstseinswandel auslösen. Protest wählen, wofür ich vollstes Verständnis habe, kann man bei jeder Wahl auch auf halbwegs menschliche, intelligente Art

#3 - 20.09.2019, 19:22 von Deep Thought

Böhmermann - völlig überschätzt....

Er überschätzt sich selber, wurde gnadenlos gehypt, egal, wie schlecht seine platten Gags waren und sind.
Ich erinnere nur an das hochgradig primitive Geschreibsel zu Erdogan. Fast JEDER verurteilt zu Recht Erdogan. - aber in der Politik wie auch in anderen Bereichen zählen immer noch ARGUMENTE und nicht die Gossensprache...

Seine völlig undifferenzierte Meinung zu den AfD Wählern ist ebenso schlicht wie so vieles aus seiner Quelle... ich erinnere als positives Gegenbeispiel im TV hier an die Lanz-Sendung der letzten Tage, wo von Sarah Wagenknecht, dem Schriftsteller von Schirach, und dem Kabarettisten Sebastian Pufpaff interessante, sauber erläuterte, und daher eben recht differenzierte Meinungen dazu geäussert wurden.
Er ist ein typisches Beispiel dafür, wie groß der intellektuelle Anspruch im TV variieren kann...

#4 - 20.09.2019, 19:34 von allesmir

ich finde es irgenwie amüsant

... Wenn sich diejenigen die Ausgrenzen wollen darüber beklagen ausgegrenzt zu werden.

Ich jedenfalls stehe auf und gehe wenn ich rausfinde, dass ein AfDler am Tisch sitzt.
Nicht weil er selbst notwenigerweise ein offensichtlicher Nazi ist, sondern weil man mit der Wahl der AfD Nazis duldet und verharmlost und sich damit schuldig macht eine Diktatur unserer Demokratie vorzuziehen.
Und egal was der Grund sein mag AfD zu wählen, aber für diesen Teil gibt es einfach keine Entschuldigung.
Und da hilft nur Konsequenz und klar machen, dass ein echter deutscher eben nicht AfD wählen könnte... (ja genau so muss man denen das sagen, sonst glauben die noch Sie würden Deutsche sein repräsentieren, tun Sie nicht)

:)

#5 - 20.09.2019, 19:41 von Christiane67

Ein Nazi ist ein Nazi...

Wer eine solch menschenverachtende Partei wählt ist ein Nazi, da gibt es einfach nichts zu beschönigen. Diese Vollpfosten mit Samtpfötchen umschleichen wurde in den letzten Jahren hinreichend versucht... gebracht hat es lediglich, dass die Sprache weiter verroht ist und "man ja wohl noch mal sagen dürfen" darf, was lange Zeit im Gesellschaftskonsens ein berechtigtes, weil menschenfeindliches, Tabu war. Übergriffe auf Andersdenkende, ein Klima der Angst, offener Rassenhass... das sind erst die Anfänge, aber reichen wir den "Krawattennazis" (hier im Kommentar von Frau Ataman entdeckt & für gut befunden) doch die Hand, begegnen wir ihnen mit Verständnis bei Maischberger & Co., pampern wir ihnen ihre verletzte Seele und lassen uns weiterhin vorführen, wie die letzten Volldeppen. Oder setzt sich die Erkenntnis irgendwann durch, dass man mit Rechtsaußen-Idiologen nicht sprechen kann und ihnen somit auch nicht ständig eine Bühne bieten muss? Wäre cool... Klare Worte, Konfrontation mit ihren Widersprüchen und ihrer menschlichen & politischen Inkompetenz; das funktoniert... siehe B. Höcke, der hat deutlich gezeigt, wie jämmerlich er eigentlich ist!

#6 - 20.09.2019, 19:42 von Anejin

Da wird es aber böse Kommentare hageln.

Aber von mir erhält er dafür Unterstützung. Nur weil jemand ständig behauptet nicht Rechtsextrem zu sein aber mit seinem Tun und Handeln alle Parameter erfüllt um als Rechtsextrem zu gelten, dann ist er auch Rechtsextrem obwohl er gegenteiliges behauptet. Allerdings stört ihn und alle anderen aus dem Millieu das nicht, wei esl in deren Weltanschauung für alles eine Verschwörung gibt: Linke sind Rechte, Rechte sind Verfolgte, es findet eine Umvolkung statt, den Klimawandel gibt es nicht, unsere Regierung ist ein Regime, die Medien sind samt und sonders Regime gesteuert und so weiter und so fort. Tatsächlich ist es ja sogar so, dass in diesem Millieu erstaunlich oft die Wahrheit als Lüge und sie Lüge als Wahrheit wahrgenommen wird. Völlig paradox.
Ich wünsche mir nichts mehr, als das dieser Spuk endlich ein Ende hat.

#7 - 20.09.2019, 19:49 von 6a18fb2be1063bfd460818c4f

So ist es!

Und wieder wiederholt sich Geschichte und wieder stehen wir daneben und lassen ein paar wenige für uns sprechen.

#8 - 20.09.2019, 19:53 von issodu

Jan Böhmermann ist...

...entweder der beste SPD-Vorsitzende oder der schlechteste Satiriker, den ich kenne...

#9 - 20.09.2019, 20:26 von draco2007

Zitat von Deep Thought
Er überschätzt sich selber, wurde gnadenlos gehypt, egal, wie schlecht seine platten Gags waren und sind. Ich erinnere nur an das hochgradig primitive Geschreibsel zu Erdogan. Fast JEDER verurteilt zu Recht Erdogan. - aber in der Politik wie auch in anderen Bereichen zählen immer noch ARGUMENTE und nicht die Gossensprache... Seine völlig undifferenzierte Meinung zu den AfD Wählern ist ebenso schlicht wie so vieles aus seiner Quelle... ich erinnere als positives Gegenbeispiel im TV hier an die Lanz-Sendung der letzten Tage, wo von Sarah Wagenknecht, dem Schriftsteller von Schirach, und dem Kabarettisten Sebastian Pufpaff interessante, sauber erläuterte, und daher eben recht differenzierte Meinungen dazu geäussert wurden. Er ist ein typisches Beispiel dafür, wie groß der intellektuelle Anspruch im TV variieren kann...
Böhmermann ist kein Politiker sondern Satiriker....

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