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Neuer Intendant in Berlin: Die Volksbühne muss sich neu erfinden - mit und trotz Poll

imago images/ DRAMA-Berlin.de Nach viel Aufregung bekommt die Berliner Volksbühne einen neuen Intendanten. Doch wer jetzt jubelt und glaubt, mit René Pollesch gehe es einfach zurück in die glorreiche Castorf-Zeit, täuscht sich.
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#1 - 12.06.2019, 16:24 von Abel Frühstück

Man darf gespannt sein. Der Geniekult von und um Pollesch war/ist ja großen Teils berechtigt, Diplomatie, sag ich mal diplomatisch, ist sicher nicht seine Stärke. Es ist aich etwas anderes, aus zweiter Rehie und einer gewissen Dekcung heraus provokante Schüsse abzugeben, als immer auch einen größeren Zusammenhang mitdenken zu müssen. Im Austeilen ist er nicht zimperlich, mal sehen, wie es dann mit dem Einstecken sein wird.

#2 - 12.06.2019, 20:58 von andy_war_hohl

"Ost" wieder aufs Dach?!

Ohne die Provinzpolitiker Müller und Renner hat Berlin und die Volksbühne die bestmögliche Lösung gefunden. Mit dieser Besetzung ist das Theater vor einen femininen Tanz - und Beziehungstheater ala Dercon u.a
wenigstens sicher.

#3 - 13.06.2019, 02:03 von konterspieler

Alte Schläuche in alte Gemäuer können keine "Neu-Erfindungen" hervorbringen.

Diese Entscheidung des Kultursenators Lederer ist zutiefst "Ost-opportunistisch" und der Bearbeitung der Berliner "Ost-Lobby" geschuldet, welche der Senator wiederum als kulturelle "Heimat-Armee" hinter sich wissen möchte, weil er sie nicht gegen sich haben will, da er ihre Unterstützung oder Duldung in fast allen kulturpolitischen Fragen Berlins braucht.
Es ist aber mehr als fraglich, ob die Berufung eines Theaterdirektors aus kulturpolitisch-strategischen Gründen, die erforderliche Neukonzipierung eines ganzen Theaters, das in seiner eigenen Vergangenheit bis zur Festgefahrenheit gefangen sitzt, gelingen kann.
Es scheint eher wahrscheinlich, das auch dieser eindimensionale Versuch scheitern muss: dieses Mal aus Theater-immanenten Gründen.