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Protestkonzert in Chemnitz: Das war mehr

DPA "Der Beweis, dass die Welt doch glücklich, bunt und wunderbar sein kann": 65.000 Menschen haben in Chemnitz gefeiert, gegen Rechtsextremismus, angefeuert von Kraftklub, den Toten Hosen, Marteria, Casper und Co. Ein Anfang, immerhin.
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#1 - 04.09.2018, 08:34 von Furchensumpf

Und gleich...

....kommen wieder die ganzen AfD-Fans an und blöken rum, das keine an das Opfer denken würde...und zeigen damit wieder, dass ihr Textverständnis gegen 0 tendiert.

Aber genau das ist es, was sie nicht verstehen: Sie sind eben nicht das Volk. Das hat sich hier wieder eindrucksvoll gezeigt.

#2 - 04.09.2018, 08:35 von ardbeg17

zu viel Besserwessi in der Debatte

Solange wir uns nicht ernsthaft mit den Ursachen der Befindlichkeiten der Pegida-Basis auseinandersetzen, wird diese Bewegung nicht kleiner werden. Da können wir uns im Westen noch so toll finden und noch so viele Rockkonzerte veranstalten.

#3 - 04.09.2018, 08:36 von whitewisent

"Geplante Gegenveranstaltungen des ausländer- und islamfeindlichen Bündnisses Thügida und der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz waren von der Stadt untersagt worden."

"Viele Besucher des Konzerts sind von weit her angereist."

Zwei Sätze aus dem Artikel, die vieleicht am besten zeigen, warum das dort eine Luftnummer war. Man verändert die Stimmung in Chemnitz und Umgebung nicht mit solchem Konzert. Denn egal was damit gemeint war, der Welt zu zeigen, daß Chemnitz auch anders ist, dazu taugte es nicht. Und es wird Maßstäbe setzen bei der Beurteilung, in welcher Form und Umfang Gegendemonstrationen gegen AFD und Pegida zugelassen werden.

Man könnte auch sagen, dem Anliegen wurde ein Bärendienst erwiesen.

#4 - 04.09.2018, 08:40 von dernameistprogramm

Spitze! Konnte wochenlang nicht mehr mein Shirt "refugees welcome"

insbesondere in den neuen BL anziehen, bin dort tatsächlich des Öfteren auch körperlich angegangen worden. War ein eschöne Veranstaltiung, habe es dort sehr genossen! Und zu sehen, wie viele wir eigentlich doch sind, ist mehr als beruhigend. Wir schaffen das!

#5 - 04.09.2018, 08:40 von biesi61

Tolle Bilder aus Chemnitz!

Nach einer Woche rassistischer Dunkelheit geht in Chemnitz wieder das Licht an, der menschliche Anstand verdrängt die Menschenfeindlichkeit, ein befreiendes Signal des Aufbruchs das lähmende Selbstmitleid. Die freie, offene, vielfältige, bunte Gesellschaft zeigt ihre überlegene Attraktivität. Hoffentlich ein Impuls für viele, nicht mehr den extrem-rechten Rassisten hinterherzulaufen, die eigenen Vorurteile zu überdenken und endlich aufzuhören, rassistische Lügen weiterzuverbreiten.

#6 - 04.09.2018, 08:41 von seit1973

Das ist deutschland !!!

Und die deutsche Flagge gehört in die Hände solcher Menschen, die wie jetzt in Chemnitz gegen Hass, für Menschenrechte und die Werte unserer Verfassung eingetreten sind.
DIE sind mehr. DIE sind Deutschland!!!
Und Chapeau der Polizei.
Die deutsche Flagge, deren Enstehungsgeschichte auf der Wartburg wunderbar dokumentiert ist, gehört nicht in die Hände von AfD, Pegida und in die Hände des rechten Mobs.

#7 - 04.09.2018, 08:41 von migampe

Nein,

das war keine aussagekräftige Veranstaltung. Die Zahl derer, die lediglich wegen des kostenlosen Konzertes dort waren, dürfte nicht unerheblich sein. Ich vermisse eine solch große Anzahl von friedlichen DEMONSTRANTEN, die gegen Rechts auf die Straße gehen! Diese Art von Veranstaltungen ist ja ganz nett, aber hier stand bei Vielen der Funfaktor im Vordergrund. Geht für Recht und Frieden auf die Straße, ohne das Euch Jemand bespaßt!

#8 - 04.09.2018, 08:42 von aggro_aggro

Unterfremdung

Die besorgten Bürger, die Angst vor Überfremdung haben, sollten mal öfter auf Tote-Hosen-Konzerte gehen. Witzigerweise sind Rockkonzerte die weißesten, deutschesten Veranstaltungen die es gibt.

#9 - 04.09.2018, 08:44 von Meconopsis

hier die Guten - dort die Achse des Bösen

Offenbar nur noch mit Massenevents und Spasskultur lassen sich die "Guten" Deutschen zusammentrommeln. Wie viele wären denn gekommen, wenn es nur um eine Demo, nur um Politik und Gesellschaft gegangen wäre ?

Über tatsächlich vorhandene Probleme lässt sich nicht so einfach hinwegspielen, da macht ihr euch was vor. Die ganze Attitude, mit der diese Anti-Rechts-Bewegung agiert, ist leicht durchschaubar. Wer nicht ihrer Meinung ist, der ist entweder böse (ein Nazi), oder dumm (ein Mitläufer). Das ist auf demselben Niveau, wie einst George Bush jr. die Welt eingeteilt hat: hier die Guten - dort die Achse des Bösen.
Der Journalismus spielt hier leider mit. Wenn von ein paar Tausend Demonstrierenden einige den Hitlergruß zeigen, dann wird sofort die Kamera draufgehalten (die Bösen). Und natürlich pickt man sich auch gerne besonders trottelig wirkende Demonstranten heraus, um sie bloßzustellen (die Dummen). Genau DAS bringt die Menschen auf. Mit keinem dieser Konzerte wird irgendwas besser, ganz im Gegenteil - der gesellschaftliche Graben wird nur immer tiefer.

Wir brauchen dringend einen Grundkonsens, wie es weitergehen sollen mit Asyl und Migration. Der Spiegel hat in seiner vorletzten Ausgabe mit dem Titelthema: "die Jahrhunderfrage" durchaus Antworten darauf gefunden. Aber die Wirkung geht gegen Null, es verpufft wieder mal alles. Ergo gehts weiter wie bisher, auch weil wir eine komplett unfähige, zunehmend autistisch agierende Kanzlerin haben, die längst hätte abtreten sollen.

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