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Rassismus: Auffällig viele Einzelfälle

DPA In Hessen wird eine Anwältin, die Angehörige eines NSU-Mordopfers vertritt, bedroht - die Spur führt zu den Behörden. In München teilen Beamte antisemitische Videos in einem Chat. Wann sprechen wir über Rassismus in der Polizei?
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#1 - 26.03.2019, 18:00 von claus7447

Die Ironie

Die Polizei, die dich beschützen soll, nutzt das System um den Staat zu untergraben. Nein nicht alle. Ich halte 99% der Polizisten für integere. Aber Vorgänger diese, wie in Sachsen lassen Zweifel aufkommen. Und das ist das teuflische. Wissen das die Verursacher? Nein, ich werde keine Verschwörungstheorien aufmachen. Aber haben wir bei der Polizei ein analoges Problem wie bei de Bundeswehr?

#2 - 26.03.2019, 18:04 von moritz27

Der Begriff

der "Dönermorde" ist von einer Nürnberger Zeitung erfunden und dann von allen Medien bereitwillig verbreitet worden. Wer war da rassistisch im Denken?

#3 - 26.03.2019, 18:05 von camshaft_in_head

warum wird gerade jetzt

wieder eine Rassismusdebatte heraufbeschworen wo doch gestern die ÖR von morgens bis nachmittags gross darüber berichtet haben wie der Miri-Clan das deutsche Sozialsystem ausnutzt? Ist die Meinung zu solch illegalem Verhalten auch schon rassistisch?

#4 - 26.03.2019, 18:14 von KarlRad

Danke für diesen Artikel!

Am erstaunlichsten finde ich, dass es häufig Rechtsextreme (Kay Diesner, Michael Berger, NSU) oder irgendwelche rechten Reichsbürger (Wolfgang P.) sind, die Polizisten erschießen. Aber das Feindbild der Polizei ist klar im linken Spektrum verortet.

#5 - 26.03.2019, 18:17 von wandfarbe

Tja, so ist das mit den Einzelfällen. Genauso wie die Straftaten von Migranten nur Einzelfälle sind. Whataboutism? Vielleicht. Dennoch sollte wesentlich Gleiches auch so behandelt werden.

#6 - 26.03.2019, 18:26 von annoo

Auf dem rechten Auge blind...

Ein weitläufiger linksorientierter Bekannter hatte in jungen Jahren versucht, einen Bundeswehrpanzer anzuzünden als politische Aktion. Er wurde erwischt, nichts war passiert, kein Mensch kam zu Schaden, es gab keine Sachbeschädigung. Trotzdem wanderte er dafür drei (!) Jahre ins Gefängnis wegen Landfriedensbruch, wo er wegen guter Führung etwas früher wieder frei kam. Da hat der Staat richtig die Säbel rasseln lassen. Nicht dass ich so etwas würde verteidigen wollen, im Gegenteil, ich finde das war eine ziemlich bescheuerte Aktion. Aber dennoch kommt es mir beim Strafmaß vor, als ob mit zweierlei Maß gemessen wird, wie sehr der Staat auf dem rechten Auge blind ist und rechtsgerichtete Taten, die zum Beispiel nicht gegen den Staat, sondern "nur" gegen Geflüchtete gerichtet sind nicht mit entsprechender Ernsthaftigkeit verfolgt. Sind ja nur Menschen zweiter Klasse. Die schauen lieber jahrelang zu, wie Menschen mordend durch Deutschland ziehen (NSU), verdächtigen erst mal grundsätzlich deren Umfeld "(jaja, kann ja nur ein Familienproblem sein bei den Ausländern" - Sarkasmus off), bevor sie auf die Idee kommen, das könnte rassistisch motiviert sein. Nicht dass ich linke Taten würde verteigen wollen, ich finde Gewalt auf allen Seiten dumm, aber schockierend ist doch, wenn so lange nicht registriert wird, dass sich da rechts ziemlich was zusammen braut und sich Gestalten eine neue Welt fernab unserer Verfassung gestalten. Lieber diskutiert man den Heimatbegriff tot und überlässt rechten Gesellen die politische Stimmung.

#7 - 26.03.2019, 18:29 von aurichter

Guter Artikel

Aber zunächst einmal, bevor man hier Bundesminister heranzieht, verantwortlich macht, zu Aussagen zwingt, sind es die zuständigen LANDESMINISTER, die für den Polizeiapparat in den Ländern verantwortlich sind, die Auskunft darüber geben, was dort unternommen wird. Aber diese Herrschaften halten sich auffallend bedeckt. Die Hessen haben ein Riesenproblem, aber die Medien im Bundesland (Hallo Frankfurter) lieben das Schweigen im Walde. Schon sehr seltsam, dass dort so gut wie nichts thematisiert wird.

#8 - 26.03.2019, 18:31 von annoo

Genau deshalb

Zitat von camshaft_in_head
warum wird gerade jetzt wieder eine Rassismusdebatte heraufbeschworen wo doch gestern die ÖR von morgens bis nachmittags gross darüber berichtet haben wie der Miri-Clan das deutsche Sozialsystem ausnutzt? Ist die Meinung zu solch illegalem Verhalten auch schon rassistisch?
Genau wegen Menschen wie ihnen wird die Diskussion mühsam. Man kann nämlich gefährlich rassistische Strömungen kritisieren UND Clans die das deutsche Sozialsystem ausnutzen. Sie stellen das dar, als ob sich das widerspricht, weil es ja nur die Guten gibt (natürlich "wir Deutsche") und die Bösen (alle die nicht von hier sind und/oder nicht unseren Glauben teilen). Und genau wegen dieser - neuerdings so genannter Whataboutism - begünstigt eine Spaltung in Gruppen die so niemals einem Realitätscheck standhalten.

#9 - 26.03.2019, 18:31 von dasfred

Ich mag das Thema Polizei nicht

Weil Polizisten bei uns solange total sowas von Unschuldig sind, bis sich endlich mehrere Polizisten als Zeugen gegen die eigenen Kollegen aussagen oder es eindeutige Beweisvideos gibt, die nicht nachträglich verschwinden oder verändert werden. Nach dem G20 sind in Hamburg trotz vieler Ermittlungen noch immer keine Beamten, sondern ausschließlich Demonstranten angeklagt und verurteilt. Der Anteil angeklagter Polizisten ist im Verhältnis zu den Anzeigen so dermaßen gering, dass selbst Kriminologen nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich bezweifle, dass es je einen öffentlichen Prozess gegen rechtsradikale Polizisten geben wird. Am Ende wird es wie immer heißen, das die Beweise für eine Anklage nicht ausreichen.

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