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Leben und Lernen

Bußgeld, Crowdfunding, Nachhilfe: Wie Erwachsene mit streikenden Schülern umgehen

DPA Ein Rektor verhängt Bußgelder. Eine Bank ruft zum Crowdfunding für Schulschwänzer auf. Eine Frau bietet kostenlos Mathe-Nachhilfe an - die Reaktionen auf die Klimastreiks sind kontrovers.
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#1 - 10.04.2019, 11:48 von jujo

....

Den Aussagen von Frau Janson gibt es nichts hinzuzufügen!
Stellt man die Aussagen des Herrn Lindners, Altmeiers und anderer dagegen treffen Welten aufeinander.

#2 - 10.04.2019, 12:07 von buffbuff

alle, die...

... den kindern, jugendlichen und jungen erwachsenen das recht zum streik absprechen, haben die zeichen der zeit erkannt und sind ein teil des problems. es sollte auch noch mondaysagainstplastics geben. die politik kennt die probleme und tut NICHTS und das seit jahrzehnten.

#3 - 10.04.2019, 12:10 von hmmmm...

Man will also ernsthaft feststellen...

...dass es Schuelern von heute nicht möglich ist, fuer das Klima zu demonstrieren, ohne das Unterricht ausfallen muss...?

#4 - 10.04.2019, 12:11 von Spr.

Wir sollten froh sein, dass es endlich wieder eine Jugend gibt, die sich politisch engagiert! Zudem ist der Umweltschutz ein äußerst legitimes und extrem wichtiges Anliegen, für das sich jeder Streik lohnt! Da sollte Unterstützung seitens der Erwachsenen eigentlich selbstverständlich sein!

Leider sehen viel zu viele Erwachsene nur ihre Bequemlichkeit und ihre pekuniären Interessen und sind nur zu gern bereit, dafür auf eine intakte Umwelt zu verzichten. Nachfolgende Generationen interessieren diese Erwachsenen eher nicht, wohl nicht mal die eigenen Kinder und Enkel. Nach denen die Sintflut!

Solche Erwachsene würden den Jugendlichen am liebsten das Demonstrieren ganz verbieten. Da sind aber unsere Gesetze vor, weshalb die Demonstrationen der Jugendlichen tunlichst so stattfinden sollen, dass sie keinerlei Aufmerksamkeit mehr erregen. Damit eben diese Erwachsenen den Umweltschutz weiterhin bestenfalls als grünes Mäntelchen zur Verschleierung von Wirtschafts-Subventionen missbrauchen können.

Ausgerechnet solche Erwachsene sitzen nun also in einem Klima-Kabinett und wollen angeblich die Umwelt retten. Unglaubwürdiger geht es kaum!

#5 - 10.04.2019, 12:18 von jula75

Welch eine Aufregung

Man kann sich auch die Bildungskatastrophe herbeireden. Tatsächlich streiken die allerwenigsten Schüler wirklich jeden Freitag. In keiner Stadt finden jeden Freitag Demonstrationen statt. Bei uns fanden sie bisher 2x statt. Unsere SV hat dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Wir haben es geduldet (die Schulleitung mit leichten Bauchschmerzen). Diejenigen, die an den jeweiligen Freitagen Klassenarbeiten oder Klausuren geschrieben haben, sind später losgezogen. In der Sek I haben wir alle fehlenden Schüler ins Klassenbuch eingetragen, das geht nicht anders. Aber man muss den Schülern meiner Klasse zugute halten: Alle haben vorher angekündigt, dass die streiken werden. Keiner hat sich von den Eltern als krank entschuldigen lassen. Alle Eltern haben morgens angerufen und ihre Kinder abgemeldet.
In der Sek II kann man an diesem Tag auch mal vergessen haben, fehlende Schüler zu notieren ...
Die Aktionen der Jugendlichen schaden niemandem und bringen so viel Nutzen.
Und wenn sie nach der Schule demostrieren, interessiert es doch niemanden!

#6 - 10.04.2019, 12:24 von braumoeller73

Der Forschung helfen

Wer sofort etwas zur Klimarettung beitragen will, kann zum Beispiel der Forschung helfen,
alte handschriftliche Wetteraufzeichnungen zu uebertragen (Luftdruck, Temperatur, Regenmenge).
Citizen-Science! www.zooinverse.org

#7 - 10.04.2019, 12:27 von Ontologix II

Xenius: Versteckte Klimakiller

Auf Arte wurde gestern eine Doku über den Energieverbrauch der Handynutzung gezeigt. Ein durchschnittlicher Jugendlicher nützt sein Handy fünfeinhalb Stunden am Tag. Berechnet man den gesamten Energieverbrauch einschließlich Funk und Server, kommt er damit auf 2 Kilowattstunden, entsprechend zwei Waschmaschinenladungen.

#8 - 10.04.2019, 12:30 von fliese1

Gibt es

eigentlich noch ein anderes Thema? Im Focus konnte man heute lesen das man einschätzt das Freitags 1-2 % aller Schüler an den Streiks teilnimmt. Letzten Freitag berichtete der MDR aus Erfurt , immer hin die Landeshauptstadt, dort nahmen rund 80 teil. Die Demo fand diesmal am Nachmittag satt. Daran kann man sehen wie viele wirklich von den Schülern interessiert sind. Langsam sollten die Medien mal wieder auf den Teppich kommen. Es gibt 6 Millionen Schüler in Deutschland und man tut so als wären die alle auf der Straße. Wie gesagt 1-2 %.

#9 - 10.04.2019, 12:34 von benmartin70

Zitat von hmmmm...
...dass es Schuelern von heute nicht möglich ist, fuer das Klima zu demonstrieren, ohne das Unterricht ausfallen muss...?
Man will also ernsthaft feststellen dass es erheblich ist ob Schüler Freitags demonstrieren dürfen wo unter der Woche zig Stunden Unterricht wegen irgendwas ausfallen?
Man sollte zuerst mit guten Beispiel vorangehen und einen halbwegs geregelten, lückenlosen Unterricht anbieten (wie es sein sollte) bevor man hier lamentiert.

Nebenbei, ich weiss nicht wie es bei diesem Rektor mit der Bussgeldforderung aussieht, ich würde ihm aber erstmal den ausgefallen Unterricht von Schulseite aus in Rechnung stellen.

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