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Leben und Lernen

Doku über Elite-Internat: Reiche Kinder, schlechte Noten

Timon Schäppi Berk besucht eines der exklusivsten Internate der Welt. Seine Mitschüler: Kinder von Oligarchen und Millionären. Die Doku "Die Schule auf dem Zauberberg" gibt Einblicke in einen Schulalltag, in dem Geld keine Rolle spielt.
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#1 - 25.02.2019, 11:30 von ofelas

Tag und Nacht

Internat-system in Grossbritannien: es wird auf Qualität geachtet, das Zentralabitur erlaubt es Lehrern weniger selbst Einfluss zu nehmen.

Eltern zahlen nicht nur für die Exklusivität und die gesamtheitliche Bildung, sondern auch das Noten erreicht werden um in den Red Brick Universitäten zu studieren.

#2 - 25.02.2019, 11:43 von markus1907

Nun ja

Welche Motivation sollten solche Kinder auch haben gute Noten zu schreiben und ein gutes Abi zu machen? Sozialer Aufstieg? Sie bewegen sich ja schon in den obersten gesellschaftlichen Schichten. Wohin soll es denn bitte noch weiter raufgehen? Hinzu kommen ja die hohen Erwartungen der Eltern, die der Meinung sind, dass Geld, Kindermädchen und Privatlehrer elterliche Erziehung und Aufmerksamkeit gleichwertig ersetzen können. Es wundert dann niemanden, dass die Kinder dann auch keinen Sinn in einer guten Ausbildung sehen.

#3 - 25.02.2019, 11:52 von seamanslife

eine Oberstudienrätin aus Stuttgart hat mit mal gesagt

das Geschäft mit der Privatschule ist nur ein Geschäft. Abitur für Geld, nichts weiter für Egoistenkinder aus finanziell potentem Hause die an öffentlichen Schulen Probleme haben oder machen. Meist sind diese Kinder durch das Elterhaus geprägt und nicht teamfähig.

#4 - 25.02.2019, 12:28 von Minniemaus15

Privatschule weil Staat versagt

Unser Sohn geht zur Privatschule, weil die staatlichen Schulen in der Umgebung nicht in der Lage waren ausreichende Betreuungszeiten am Nachmittag und eine qualitativ hochwertige Hausaufgabenbetreuung anzubieten. Die Idee mit der Privatschule kam mehr oder weniger aus der Verzeiflung. Inzwischen sind wir überzeugt, das es die richtige Entscheidung war.
Lernen muss unser Sohn ganz normal und er bekommt auch schlechte Noten. Es mag sicher auch andere Privatschulen geben, unsere kostet auch keine 94.000 EUR im Jahr, die Privatschulen aber pauschal zu verurteilen ist falsch und engstirnig.

#5 - 25.02.2019, 12:37 von betonklotz

Da geht´s wohl nicht nur um die Ausbildung

Bei einer Schule in einer solchen Preisklasse dürfte der Stallgeruch und das Beziehungsnetzwerk das man dort aufbaut eine erhebliche Rolle spielen.

#6 - 25.02.2019, 12:52 von Florentinio

Kinder sind in erster Linie Kinder

Eine Diskussion über das Thema finde ich wichtig, der Artikel geht, wie der Film scheinbar auch, nicht sehr tief in das Thema.
Meine Kinder gehen auf eine Privatschule, ich zahle 400 ? für 2 Kinder. Dort sind auch Kinder sehr reicher Eltern, über die Hälfte der Eltern hat aber weniger Einkommen als ich.
Beruflich habe ich auch mit Kindern sehr reicher, bzw. beruflich sehr erfolgreicher Eltern zu tun. Schwierig sind meist die häufigen Beziehungsabbrüche durch Internatswechsel, bzw. Bezugspersonenwechsel. Aber die Kinder können nichts dafür, dass ihre Eltern keine Zeit haben, genausowenig wie andere Kinder etwas dafür können, wenn ihre Eltern arm oder ungebildet sind. Häufig haben diese Eltern wenig Wissen über Pädagogik oder Entwicklungspsychologie. Interessant hätte ich gefunden, wie die Schule Elterngespräche führt. Aber wer viel Geld hat, will nicht unbedingt mit seinem Kind ins Fernsehen und sich der Kritik aussetzen. Ein Wunder, dass es den Film gibt.

#7 - 25.02.2019, 12:53 von m.klagge

Zwischen Privatschule und Elite-Internat besteht

wahrscheinlich doch noch ein Unterschied. Vermutlich der, dass Ein Elite-Internat auf jeden Fall einen dem Schulgeld entsprechenden Abschluss garantiert, falls der überhaupt benötigt wird. Die ein oder andere Spende der sorgenden Eltern sichert dann später auch den akademischen Titel einer schicken Universität.
So weit so schön für die Chosen Few. Probleme entstehen erst, wenn so ein Werdegang über normale Leben herrscht und oder darüber entscheidet.

#8 - 25.02.2019, 12:59 von B.S.84

„Privatschule ist nur ein Geschäft. Abitur für Geld, nichts weiter für Egoistenkinder aus finanziell potentem Hause die an öffentlichen Schulen Probleme haben oder machen. Meist sind diese Kinder durch das Elterhaus geprägt und nicht teamfähig.“
Dieser Aussage kann ich nicht zustimmen. Ich war auch auf einer Privatschule, die freilich keine 94.000€ gekostet hat. Dort wurden keine Noten erkauft. Aber die Lehrer waren in ausreichender Zahl vorhanden, besser bezahlt und dadurch besser motiviert. Mir hat der Unterricht dort viel Spaß gemacht und ich konnte meine Lehre dank dieser Schule um 1 Jahr verkürzen. Ein Teamplayer bin ich mal mehr mal weniger, wie alle anderen auch. Inzwischen habe ich meinen Weg gemacht und auch da wurde mir nichts geschenkt.
Dass jede Privatschule nur für verwöhnte Kids ist, die eh nichts können ist pauschalierter Unsinn!
By the way: Meine Eltern wollten eine gute Ausbildung für mich, die mich weiterbringt und haben sich das Geld dafür vom Mund abgespart. Also erst mal nachdenken, bevor man alle über einen Kam schert!

#9 - 25.02.2019, 13:42 von speedg

Elite-Internat / Privatschule

Sagt doch schon der jeweilige Begriff das es sich hier um zwei verschiedene Dinge handelt. Wer sein Kind für 94.000 € im Jahr Weg-befördert - damit "Es" einmal Elite wird - ist schon ziemlich arm dran. Oligarchen und Milliardäre parken also Ihre Zöglinge in der Schweiz. Glückwunsch. Interessiert mich in Deutschland genau - null. Wer sich davon angesprochen fühlt, sollte erstmal checken worüber er/sie sich genau aufregt. Das es bei solchen Geschichten wie Reiche, Verlierer gibt; über die man einen Film drehen kann - prima. Es gibt also Burger bratende Schauspiel Milliardärs-Kinder - mein Mitleid hält sich in Grenzen.

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