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Leben und Lernen

Großbritannien: Mutter nimmt Sohn wegen Fortnite-WM aus der Schule

Medienagentur plassma Damit ihr Sohn sich auf die Fortnite-WM vorbereiten kann, meldet seine Mutter ihn von der Schule ab. Zumindest finanziell dürfte sich die Entscheidung für den jungen Briten lohnen.
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#40 - 12.06.2019, 10:29 von supergrobi123

@exe

Zitat von exe
Was viele Vorredner hier behaupten erschreckt mich . Ich bin selber Gamer aber ich finde den Trend hin dazu das Gaming wichtiger sein soll als eine Schulische Ausbildung mehr als bedenklich. Klar heute gewinnt er vielleicht 50.000 und wenn er die Meisterschaft gewinnt 3 Mille und danach ? Die Leistung von E-Sport Gamern fällt so schnell ab, das es kaum möglich ist davon zu leben . Und ein 16Jähriger mit 3 mille wird kaum vernünftig Wirtschaften .
Warum diese Schwarzmalerei?
Zunächstmal: "Mille" ist umgangsprachlich für "Tausend", von milia (Latein) oder mille ( franz.).
Zu gewinnen gibt es aber 3 Millionen.
Und wenn man sich halbwegs geschickt anstellt, hat man mit 3 Mios für den Rest seines Lebens ausgesorgt. Sinnvoll in Wertpapiere investiert, kann man daraus leicht eine lebenslage und inflationssichere Sofortrente von 7.500 Euro im Monat (netto) generieren.
Damit steht einem die Tür für ein sorgenfreies Leben ohne jeden Leistungsdruck offen, jede Ausbildung, jede Berufswahl, jede Art der Selbstverwirklichung ist möglich.
Auch mit geringeren Gewinnsummen kann man sich eine Topausbildung ohne finanziellen Druck leisten, welcher 15jährige hat schon 100.000 Euro für das spätere Studium auf der hohen Kante.
Das ist es allemal wert, eine kleine Pause in der Schule einzulegen, andere gehen ein Jahr ins Ausland, weil sie meinen, Englischkenntnisse würden sie später weiter bringen, das verlorene Schuljahr sei es wert.
Die Gefahr, dass am Ende alles in die Hose geht, besteht immer.
In diesem Fall erscheint das Chance/Risiko Verhältnis aber klar positiv.

#41 - 12.06.2019, 10:40 von t36

Als ob er die WM schon gewonnen hätte?

Von den hunderttausenden jugendlichen Fußballspieler in Dt. wollen zehntausende z.Zt. Fußballprofis werden - und wieviele schaffen es: ein paar Hundert. Der Rest bleibt auf dem Weg mit körperlichen Schäden, schlechterer Schulausbildung, schlechterer Ausbildung ...und Fußball kann wenigstens in 3 Profiligen bis Anfang dreissig spielen.
Und nun gehts hier um einen Sport, den man von 15-22 auf oberstem Niveau ausüben kann - und zu dem man dannach zu langsam ist. Und da ist die Mehrzahl der User der Meinung, da könnte man mal ein Schuljahr verschieben (nächstes Jahr gibt es dann keine EM, WM, et cet. um dann nochmal 1-2 Jahre die Schule zu schieben?)? Die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht die WM gewinnt ist deutlich größer als der Erfolg und mit Anfang 20 ohne Schulabschluss, Ausbildung et cet. dazustehen würde mich als Elternteil große Angst machen.

#42 - 12.06.2019, 11:46 von Newspeak

....

Es ist amüsant bis traurig, zu lesen, wie hier die ganz grossen gesellschaftlichen Fragen diskutiert werden. Leute, es geht erst mal nur um EIN Schuljahr. Andere machen nach dem Abi ein gap year, um herauszufinden, was sie wollen, das wird auch nicht als so schlimm befunden. Andere bleiben sitzen, oder werden durch ein träges Schulsystem ausgebremst. Als 15 jähriger kann man das aufholen. Und was ist mit Greta? Die bleibt doch auch ein Jahr zuhause, da fanden das alle toll.

#43 - 12.06.2019, 15:45 von Nonvaio01

warum?

Zitat von qwertz008
Klaviersüchtig ? Was für ein unsinniger Vergleich!
ich finde den vergleich passend. Einer der 8std am Klavier ist ist nicht besser als einer der 8std ein spiel spielt. Beide sind begeistert und lieben ihr hobby.

Oder ist Klavier spielen besser als gaming?

#44 - 12.06.2019, 16:54 von ChrisRoy

Wo liegt das Problem?!

Der Beste Vergleich ist meines Erachtens nach Schach. Wäre der junge Mann darin so gut und dürfte auf die WM wäre das evtl. auch eine News wert, die Freistellung von der Schule wäre wohl aber nur eine Randnotiz wert.
Das Schach seit Jahrhunderten und Fortnite erst seit 2 Jahren gespielt wird, kann man anbringen, macht meines Erachtens aber keinen unterschied.
Denn wir haben hier einen Sportlichen Wettkampf, der dem jungen Mann alleine durch sein Erscheinen 50000€ einbringt. Sollte er nicht letzter werden, winkt auch noch mehr.
Was er letztlich mit dem Geld anstellt , ist weder an uns darüber zu spekulieren oder ,wie schon hier passiert, zu vorverurteilen, weil ist ja ein Gamer, da wird nix draus...gelle.
Speziell das Argument, das E-Sport Karrieren ja zu schnell zu Ende sind und er sich deshalb lieber auf die Schule konzentrieren soll ist, wie ich finde, der größte Quatsch. Es geht viel besser anders herum. Jetzt ist er auf dem Gipfel seiner Leistungsfähigkeit also sollte er das auch JETZT nutzen.
Zu guter letzt gehts an die "Kommerzhasser". Klar steht da über allem EPIC Games und will mit seinem Spiel Geld verdienen. Als ob das in irgendeinem Profisport anders wäre?!
Von daher mein Appell an alle, die E-Sport weder verstehen noch anerkennen. Würdigt die Leistung von dem Jungen und gesteht ihm zu das da hin zu kommen harte Arbeit war.

#45 - 12.06.2019, 17:09 von istnurmeinemeinung

Zitat von rl23
Naja, Profisportler oder einfach Vereinssportler dürfen sich auch für Wettkämpfe und so zumindestens in Deutschland freistellen lassen. Also warum nicht auch E-Sportler? Bei vielen geht die gesamte Freizeit ins Training, so dass diese auch nicht viel lernen können. Ich hatte einige Mitschüler, die evtl. durch ihren Profisport über die Jahre nachgelassen haben in ihren Schulleistungen und teilweise auch kein Abi geschafft haben. G8 hat dieses Problem wahrscheinlich auch noch verschärft, so dass sich Jugendliche entscheiden müssen, ob sie ihre Zukunft evtl. im Sport sehen zu Lasten der Schulleistungen, oder sich auf die Schule konzentrieren und dadurch natürlich kaum noch eine Zukunft im Sport erwarten zu haben. Denn auch andersherum, kenne ich Jugendliche, die mit ihren Sport zum Teil oder ganz aufgehört haben oder aus der Jugendmannschaft eines großen Vereins in den kleinen lokalen Ortverein zurückgewechselt sind, da sie durch die Schule nicht mehr die Zeit dazu haben entweder so weit zum Training zu fahren, oder dieses Training generell zu bestreiten. Da wird es kaum Unterschiede zwischen normalem Sport und E-Sport geben, außer dass normaler Sport wahrscheinlich etwas gesünder für den Körper sein wird als E-Sport.
Normaler Sport ist sicherlich gesünder, aber wenn man zB Fußball, Tennis oder Turnen als Profi betreibt, nein.
Professionelle E-Sportler müssen (üblicherweise) auch körperliches Training absolvieren, um die konzentrierten Stunden am Computer mit hoher Leistung zu überstehen.

#46 - 12.06.2019, 19:57 von vitalik

Zitat von TS_Alien
Nur weil die Preisgelder vergleichsweise hoch sind, können von diesem "Sport" einige leben. Doch die Karrieredauer ist kurz, so dass selbst die einstmals besten Spieler schnell aussortiert werden. Und dann folgt nicht selten der Absturz in die Wirklichkeit. Die Spieleindustrie lebt davon, dass immer wieder jüngere Menschen den "Aufstieg" in den Profibereich schaffen. Die Spiele sind genau dafür konzipiert. Ältere Spieler haben irgendwann aufgrund der nachlassenden Reflexe kaum noch Chancen, selbst die größere Erfahrung bringt dann wenig. Man könnte die Spiele auch realistischer und weniger hektisch gestalten und schon hätte man als Erfahrener große Vorteile. Aber das ist nicht gewollt. Letztens habe ich einen Ballerspiel-Wettkampf im TV gesehen. Das Spiel ist derart unrealistisch gewesen, dass das Zuschauen nach kurzer Zeit genervt hat. Da ist Pong als Tennisspiel realistischer.
Sie verstehen das System nicht und versuchen es mit unsinnigen Sportvergleichen zu erklären.
Ein Spiel kann man nicht beliebig zu einem erfolgreichen E-Sports Titel machen. Bei Fortnite hat niemand den Erfolg vorhergesehen und dass plötzlich Millionen von jungen Menschen sich für dieses Spiel begeistern. Es gibt mittlerweile Tausende von Computerspielen, von ganz schnellen bis zu ganz langsamen. Es ist aber eben nicht einfach ein Spiel so populär zu machen. Ohne Popularität gibt es kein E-Sport und auch keine Sponsorengelder. Die Tatsache, dass es kaum langsame E-Sportstitel gibt, deutet darauf hin, dass sich kaum Spieler dafür interessieren.

E-Sports hat sich mittlerweile auch weiterentwickelt. Sehen Sie sich doch einfach einige erfolgreiche Teams an. Da gibt es nicht nur die Spieler, sondern auch Trainer, Strategen, Manager und anderes Personal. Viele ehemalige Profispieler besetzen genau diese Positionen.

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