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Mehr Geld für Studierende: Bundestag beschließt Bafög-Erhöhung

DPA Ab Herbst gibt es mehr Geld für Bafög-Empfänger. Das hat am Donnerstagabend der Bundestag beschlossen. Doch die Erhöhung stößt auf Kritik.
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#1 - 16.05.2019, 20:13 von Stäffelesrutscher

Solange das BAföG niedriger ist als der Zahlbetrag an Studierende der Bundeswehr-Uni und der Verwaltungshochschulen sowie niedriger als Hartz IV, kann man nicht von »Ausbildungsförderung« sprechen.
Ferner muss man immer wieder darauf hinweisen, dass die »Regelstudienzeit« nicht als gegen Studierende einzusetzende Knute erfunden wurde, sondern als Verpflichtung für die Hochschulen, ihre Studiengänge so zu organisieren und ihre materiellen Bedingungen (Anzahl Plätze, Öffnungszeiten der Bibliotheken usw.), dass Studierende das Studium in der »Regelstudienzeit« absolvieren können. Und nicht etwa zwei Semester länger brauchen, weil keine Plätze im Seminar mehr frei sind, ohne diesen Schein aber drei andere Veranstaltungen nicht belegt werden können usw.

#2 - 17.05.2019, 09:12 von isi-dor

Ich kenne Leute, die haben 20 Jahre an ihrem Studium abbezahlt. Eine BaföG-Erhöhung bringt außerdem Studierenden nur wenig, wenn gleichzeitig - wie ja wohl geschehen - am Qualitätspakt Lehre massiv gekürzt und gestrichen wird. Damit bezahlen alle Studierenden das BaföG für wenige durch erheblich schlechtere Studienbedinungen und Lehrqualität. Das ist absurd.

#3 - 17.05.2019, 09:17 von isi-dor

Ich kenne Leute, die haben 20 Jahre an ihrem Studium abbezahlt. Eine BaföG-Erhöhung bringt außerdem Studierenden nur wenig, wenn gleichzeitig - wie ja wohl geschehen - am Qualitätspakt Lehre massiv gekürzt und gestrichen wird. Damit bezahlen alle Studierenden das BaföG für wenige durch erheblich schlechtere Studienbedinungen und Lehrqualität. Das ist absurd.

#4 - 17.05.2019, 09:46 von nrw.progger

Es ist ein erster Schritt, in die Richtige Richtung

Eine BAföG erhöhung ist ein Anfang, jedoch sollte sich das System begutachtet werden. Denke ich an das BAföG, dass ich bekam und was ich arbeiten musste, war ein Studium in Regelzeit nicht möglich. Ich hatte das Glück fachtreu Arbeiten zu könenn und habe für meine jetzige Stelle viele Erfahrungen sammeln können. Jedoch muss man sich überlegen, möchte ich, dass der Studi Vollzeit studiert und nichts anderes machen muss, außer zu lernen oder möchte ich nur eine gewisse Unterstützung geben. Sollte sich für ersteres entscheiden werden, dann muss mind. auf Hartz-IV Regelsatz erhöht werden, incl. allen Leistungen wie Miete, Krankenkasse und Co.. Denn mir 735€ oder 861€ kann man nur schwer leben, vorallem wenn man immer wieder Materialien kaufen muss.

Sollte die Zielsetzung seun nur zu unterstützen, kann der Studi nicht Vollzeit studieren und noch nebenher arbeiten. Dann müsste die Regelstudienzeit angepasst werden. In den MINT-Fächern weiß ich aus eigener Erfahrung das diese mehr als nur eng bemessen ist...

#5 - 17.05.2019, 10:57 von mhwse

die SGB-II Leistung

Zitat von nrw.progger
Eine BAföG erhöhung ist ein Anfang, jedoch sollte sich das System begutachtet werden. Denke ich an das BAföG, dass ich bekam und was ich arbeiten musste, war ein Studium in Regelzeit nicht möglich. Ich hatte das Glück fachtreu Arbeiten zu könenn und habe für meine jetzige Stelle viele Erfahrungen sammeln können. Jedoch muss man sich überlegen, möchte ich, dass der Studi Vollzeit studiert und nichts anderes machen muss, außer zu lernen oder möchte ich nur eine gewisse Unterstützung geben. Sollte sich für ersteres entscheiden werden, dann muss mind. auf Hartz-IV Regelsatz erhöht werden, incl. allen Leistungen wie Miete, Krankenkasse und Co.. Denn mir 735€ oder 861€ kann man nur schwer leben, vorallem wenn man immer wieder Materialien kaufen muss. Sollte die Zielsetzung seun nur zu unterstützen, kann der Studi nicht Vollzeit studieren und noch nebenher arbeiten. Dann müsste die Regelstudienzeit angepasst werden. In den MINT-Fächern weiß ich aus eigener Erfahrung das diese mehr als nur eng bemessen ist...
liegt bei irgendwo bei 360 EUR pro Person - das Kindergeld wird "angerechnet".
Eher wäre es besser die SGB-II Leistung dem BAFÖG anzupassen.
Offensichtlich brauchen arbeitende sich nebenberuflich weiterbildende Eltern (man kann an der Fernuni studieren und zugleich arbeiten ..) weniger Geld als Vollzeit-Studenten ..

Zumal der Student noch ca. 350 EUR dazuverdienen darf - Eltern wird das Geld aus der Arbeit nahezu voll "angerechnet" - also sofort in Abzug gebracht ..

Das Kindergeld bekommt der "richtige" Student auch noch.
Kinder in der Schule z.B. am Gymnasium, müssen davon ihren Lebensunterhalt, also Schulmaterial Fahrkarten und Kleidung kaufen.
(Ja ist leider so - man will de Fakto verhindern,das Kinder aus sozial schwachen Familien überhaupt erst an die Uni kommen ..)

Ein Student hat also ca. 1000/1300 EUR im Monat (wenn er noch einen kleinen Job hat) - Ein Schüler so um die 150-200.(davon muss aber Essen + Kleidung gekauft werden ..)
(die Eltern haben dann entsprechend 300).

Klingt viele ist es aber nicht, da ja Strom, Warmwasser, Telefon Versicherungen, Zahnreinigung - etc. Anschaffungen Kleidung (s.o.) + Nahrung (soll ja Bio und gesund sein .. gerade sich weiter bildende Menschen wissen das - uns müssen dann staatlich verordnet minderwertige Nahrung essen ..) davon beglichen werden müssen.

Dagegen lebt der Student schon fast im Luxus - ist auch nicht richtig, wenn man die Mieten in den Städten mit Universitäten anguckt ..

So sozial ist Deutschland eben gar nicht - man muss nicht verhungern - die gestohlene Lebenszeit (in der ja kontinuierlich Steuer bezahlt wird - auf konsumierte Güter - z.B.) - wir nicht rückwirkend vergütet .. denn wer Sozialleistungen bezieht - steht hierzulande unter Hausarrest. (wissen nur Wenige - ist aber so.)

Dagegen ist nun BAFöG fast schon Freiheit.

#6 - 17.05.2019, 11:39 von frankfurtbeat

lustig...

lustig ein Studentenleben mit 700€ als luxuriös zu betiteln ... WG-ZIMMER 400€, Fahrkarte öffentlicher Nahverkehr, food, Nebenkosten Wohnen, Studienmaterial und schon ist Schicht im Schacht.

#7 - 17.05.2019, 12:06 von petra,köln

Ich finde es mehr als interessant, dass hier manche Kommentare gar nicht berücksichtigt werden! Viele Grüße an die Redaktion

#8 - 17.05.2019, 13:08 von Kein Besserwisser

BAFÖG zu erhöhen ist der falsche Weg!

Bei allem Verständnis dafür dass unser Land Akademiker braucht; aber es muss nicht Hinz und Kunz studieren können, sondern nur die, die dann auch ein Studium erfolgreich abschließen können. Studieren sollte jeder mit Intelligenz und nicht mit BAFÖG für alle.

#9 - 17.05.2019, 13:30 von petra,köln

Wenn man die ständig steigende Zahl von Studierenden sieht, die meint, es seicooler, statt einer Ausbildung erstmal einStudiumin irgendeinerabgefahrenen Stadt zu beginnen, zumal man BAföG bekommt und bspw. hier in Köln inzentrumsnaher und sehr hipper Wohnlageauch noch großzügigNeubau-Wohnungen -nur für Studenten!- zur Verfügung gestellt bekommt, muss man sich nicht wundern, dass so viele Ausbildungsplätze leer bleiben und kaum einer noch eine Ausbildung macht. Zudem könnten Studenten aufgrund ihrer Gängigkeit auch außerhalb wohnen, weil sie mit Rad und Bahn besser unterwegs sind, als jemand mit Rente und/oder Gehbehinderung. Auch ganz wichtig für die Rentenkasse, in die diese schon einmal vorerst nicht einzahlen und je nach Verlauf des Studiums und des späteren Jobs vielleicht gar nicht in die gesetzliche Rente einzahlen, finde ich es schon sehr bemerkenswert, wie der Staat immer die pampert, die ihm eh auf der Tasche liegen. Und Rentner, die ihr ganzes Leben für diesen Staat und das Sozialsystem gearbeitet und gezahlt haben, sollen sehen, wo sie bleiben.

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