Forum
Leben und Lernen

Prognosefehler: Lehrermangel an Grundschulen gravierender als angenommen

Sebastian Gollnow / DPA Bei den Prognosen zum Lehrerbedarf an Grundschulen haben sich einige Fachleute gründlich verrechnet, zeigt eine Studie. Sie seien von falschen Zahlen ausgegangen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/18   10  
#1 - 09.09.2019, 05:41 von norobato

Merkwürdig

Auch vor 20 Jahren waren es einzig und allein die Gewerkschaften, die den kommenden Lehrermangel prognostiziert haben, die Politiker wollten lieber sparsam erscheinen. Dabei ging z.B. unser im Schnitt ca 45-jähriges Kollegium im Gleichschritt auf den Ruhestand zu und wir waren keineswegs die einzigen. Eigentlich keine schwere Rechenaufgabe, wie es 20 Jahre später aussieht. Referendare wurden kaum übernommen und wanderten zu Verlagen und anderen Institutionen ab.

#2 - 09.09.2019, 05:42 von phthalo

Maßnahmanen

Man könnte auch Referendare, die Aufgrund ihrer Fächerkombination wie Deutsch und Sport nicht sofort einen Job an einem Gymnasium bekommen, als Grundschullehrer einstellen und Einstellung, verbeamten und dann für .... 5 Jahre verpflichten an der Grundschule zu arbeiten. Anschließend darf er sich dann an Gymnasien bewerben.

#3 - 09.09.2019, 06:00 von bananaropa

Auf Kante genäht

zeigen sich die "Planungen" det Schul- und Kultusministerien seit Jahren. Wer immer nur die knappsten Berechnungen für seine Vorhersagen nimmt, wird aus der Manglsituation nicht herauskommen. Hier in NRW wird bis 2030 mit einem Mangel an Lehrkräften gerechnet. Wenn man bedenkt, dass die Ausbildung 6 Jahre dauert, bedeutet das: Mehr als 5 Jahre nichts gemacht! Und bei verfassungswidrig ungleicher Bezahlung der Grundschullhrkräfte (Stichwort A13 für Alle) versagt die Regierung Laschet bislang bei der Anpassung.

#4 - 09.09.2019, 06:12 von fblars

Schulpflicht abschaffen

Eine Umstrukturierung wäre sinnvoll. Nur noch verpflichtende Leistungskontrollen aber freiwilliger Schulbesuch.

#5 - 09.09.2019, 06:12 von eunegin

Investition in die Zukunft. Fehlanzeige.

Vor 10 Jahren hat man geklagt, dass wir alle zu wenig Kinder hätten. Nun sind sie da und alle wundern sich. Deutschland katapultiert sich -auch durch die unsägliche schwarze Null- bald auf das Niveau eines Schwellenlandes. Hier in Berlin haben wir auch sehr kämpfen müssen, um einen Kitaplatz (25 Absagen) und einen Grundschulplatz zu bekommen. Der Zustand der Schulen ist im Vergleich zu anderen Bundesländern mäßig, die Folgen der Nichtverbeamtung der Lehrer übel und die Bezahlung wirkt auch nicht anziehend. Soll jetzt bitte niemand sagen, wir müssten nicht hier wohnen. Wir sind eben hier zu Hause, wohnen und arbeiten hier. Investitionen in die Zukunft sind Investitionen in die Zukunft. Auch die wirtschaftliche.

#6 - 09.09.2019, 06:12 von gweihir

Schule ist in Deutschalnd nicht wichtig

Deswegen spielt auch Anzahl und Qualitaet der Lehrer keine Rolle. Das wird ja schon seit laengerer Zeit so gehandhabt. So verspielt man die Zukunft eines Landes....

#7 - 09.09.2019, 06:17 von ja-nuss

Ständig wird von Bildung lamentiert und über deren Wichtigkeit. Am System ändert sich nichts. Es darf in jedem Land herumgewurschtelt werden so gut es eben geht. Wen verwundert das Ergebnis.Bildung ist von elementarer Bedeutung und aus welchem Grund soll sie nicht zentral, von weniger, dafür von qualifizierterem Personal, gesteuert werden.

#8 - 09.09.2019, 06:27 von schacht3

Hausgemacht!

Solange tausende ausgebildete Lehrer jahrelang nur befristete und schlechter bezahlte Arbeitsverträge erhalten wird sich an dieser Misere so schnell auch nichts ändern! Ich persönlich kenne einige Betroffene, die entnervt dem Schuldienst den Rücken gekehrt haben, weil sie diese elendige Hinhaltetaktik leid waren! Diese Diskussionen sind völlig unnötig und im höchsten Maße heuchlerisch! Der Fisch stinkt immer vom Kopf her!

#9 - 09.09.2019, 06:29 von Ph1l

Mittelfristige Prognose überflüssig

Alle Kinder, die heute geboren werden werden, werden in 6 Jahren zur Schule gehen. Dieser Planungshorizont ist vollkommen ausreichend, um Lehramtsstudenten gründlich auszubilden. Sogar neue Schulgebäude könnten in dieser Zeit gebaut werden. Für mich ist es völlig unverständlich, wie es überhaupt zu einem solch gravierenden Lehrermangel kommen konnte.

    Seite 1/18   10