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Leben und Lernen

Wohnungsnot zum Semesterstart: Mehr als 11.200 Studenten suchen in München ein Zimmer

DPA In vielen Uni-Städten stehen bei den Wohnheimen Tausende Studenten auf den Wartelisten - und viele Vermieter nutzen die Verzweiflung aus. Neue Zahlen zeigen, wo es am schlimmsten ist.
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#10 - 09.10.2018, 18:29 von wauz

Andere Strategie nötig

Wer sagt eigentlich, dass Leute in deutschland studieren müssen? In anderen Ländern ist nicht nur die Produktion von Plastikspielzeug billiger, auch die von Elektrotechnikern, Germanisten und Maschinenbauinscheniören. Einfach einige Campus in Billiglohnländern auf der Grünen Wiese errichten. Ghana oder Marolkko bieten niedrige Lebenshaltungskosten und haben trotzdem genügend ausbaufähige Infrastruktur. Wenn man die jeweilige Uni als Campusuniversität konzipert und das englische College-System übernimmt, kann man für geringe Kosten das als Generalausbildung nutzen. Schließlich werden dann auch Feuerwehr, Ordnungs- und Rettungsdienst mit studentischen Kräften betrieben. In befreundeten Ländern könnte man das auch in Form von Militärakademien machen. Zucht und Ordnung, Kameradschaft, Abenteuer - für weniger als 1000 Euro im Monat! Dass man für eingeflogenes Lehrpersonal noch Buschgeld oben drauf legen muss, gleicht sich durch die niedrigeren Gehälter der Einheimischen wieder aus.
Da mit so einem Studium auch gleich Auslandserfahrung verbunden ist, bedeutet Outsourcing ein Zugewinn an Kompetenzen, was ja das Kriterium für Outsourcing ist.

#11 - 09.10.2018, 18:31 von chiemseecorsar

Falscher Ansatz.

Nicht zu wenig Zimmer sondern zu viele Studenten.
München Hotspot? Im negativen Sinn? Also bitte! Symptome nicht mit Ursache verwechseln.
OneWorldNoBorder.

#12 - 09.10.2018, 18:37 von irobot

In München regiert wirklich nur noch der Wahnsinn. Gefühlte 50% der 1-Zimmer-Wohnungen sind möbliert (Mietpreisbremse). Da zahlt man dann für 18qm mal eben 1.000 Euro kalt. Da gibt es nur eine Lösung. Nicht in München studieren. Denn ehe das Wohnungsproblem gelöst ist, vergehen noch Jahre.

#13 - 09.10.2018, 18:38 von Ashurnasirapli

Man könnte sich ja auch z.B. in Jena, Leipzig, Dresden, Potsdam, Greifswald oder Rostock einschreiben, aber das wäre anscheinend zu einfach.

#14 - 09.10.2018, 18:39 von lynx999

Keine neuen Studienplätze in Großstädten

Es zeigt sich, dass der Wohnungsmangel in den Großstädten sowie die Landflucht 2 sich gegenseitig bedingende Probleme für Deutschland sind. Leider sind die Probleme massiv und verstärken sich gegenseitig.
Eigentlich müsste jetzt der Bund gegensteuern - Förderung für Hochschulen im ländlichen Bereich, weit weg von Großstädten und Wohnungsnot. Wo Studenten studieren werden auch Unternehmen gegründet, Familen haben Wohnraum und Existenzen. Es ist mir unbegreiflich warum weiterhin die Förderung immer noch an die Großstadt-Unis geht. Man muss diesen Prozess durchbrechen!

#15 - 09.10.2018, 18:44 von nickleby

Der Markt regelt alles

Es ist eine volkswirtschaftliche Tatsache, dass knappe Güter immer teuer sind. München ist gefragt. also ist München teuer. Man kann ja auf Universitäten ausweichen, die nicht so frequentiert sind, wie z. B. die im Osten Deutschlands Greifswald, Frankfurt/0der, Chemnitz, Halle usw. Dort sind die Mieten nicht so hoch und die Lehrangebote sind ebenfalls gut. Die Studenten müssen flexibel sein und nicht so hysterisch reagieren. Cottbus hat z.B. nur 7000 Studenten

#16 - 09.10.2018, 18:46 von harald441

Tja, wenn soviele

Studenten dem Herdentrieb folgen und meinen z. B. auch in München studieren zu müssen, weil das so eine tolle Stadt mit duften Studentenfeten sei, dann muß man sich das halt was kosten lassen.
Und nicht auf die Vermieter schimpfen, denn die Grün-Roten hatten über Jahrzehnte diese gesetzgeberisch benachteiligt und die Mieter bevorteilt, sodaß viele Vermieter, die Wohnraum vermieten könnten, jetzt keine Lust mehr dazu haben. IHR Studenten hattet doch zumeist die ROT-GRÜNEN gwählt - oder etwa nicht?

#17 - 09.10.2018, 18:46 von isar56

Die Problematik

hat sich seit den 80er Jahren nicht geändert, als ich in München studierte. Meine Kommilitonen lebten im VW Käfer oder auf dem Zeltplatz. An einem Wintermorgen ging die Klappe zu einem großen Kiesbehälter am Straßenrand von innen auf. Es war ein Schlafplatz. Besonders in München dürften bei weiteren Zuzügen demnächst nur noch Stehplätze verfügbar sein.

#18 - 09.10.2018, 18:51 von flohego

Zu viele Studenten...

Das Problem dürfte nicht unbedingt zu wenige Studentenwohnungen sein, sondern zu viele Studenten. Seit Jahrhunderten wird in meiner Heimatstadt Göttingen (auch oben in der Liste) fleißig studiert. Und natürlich gab es immer Unterkünfte für die Studenten. Aber seit den 1970er Jahren nimmt überall die Anzahl der Studenten rasant zu, obwohl die Bevölkerung Deutschlands gar nicht wächst. Jeder muss studieren, jeder Mist muss studiert werden. Vielleicht sollte man mal nur so viele Studienplätze auf Kosten der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, wie auch später für die Gesellschaft tatsächlich Absolventen gebraucht werden. Statt Soziologen, Geologen, Archäologen usw. für viel Steuergeld über den Bedarf auszubilden und über die Wohnungsnot in den Unistädten zu klagen, würden sich die Handwerksbetriebe quer durchs Land freuen, intelligente junge Menschen ausbilden zu dürfen.

#19 - 09.10.2018, 18:58 von Sharoun

Allein in Rostock 1400 Studenten, die offiziell abgewiesen werden mußten.
Nun hat Rostock natürlich nur die älteste Uni Nordeuropas und ist deswegen hier keine Erwähnung wert, aber die Zahlen alarmieren.

Welcher Markt das wohl regeln wird?
Denn darauf setzt doch heute alles - ob man es nun ausspricht oder nicht.

Die öffentliche Hand ist zu einem aufgeblasenen, überfinanzierten und unfähigen Popanz verkommen - der von Kohl eingeleiteten und von Schröder weiterbetriebenen Wende sei Dank (ältere Wessis dürften sich noch erinnern, welche Wende da gemeint ist).

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