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Antisemitischer Anschlag in Halle: Eine Gaming-Debatte als Beruhigungspille

Jens Schlueter / Getty Images Das Internet ist eine Radikalisierungsmaschine, die Wurzel von Gewaltakten wie in Halle ist es aber nicht. Sascha Lobo diskutiert in seinem Podcast über Judenhass als Treiber für rechtsextremen Terror.
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#1 - 20.10.2019, 12:53 von Hank the voice

Amokläufer gab es immer

in den 80ern waren es die bösen Videos wie Horror oder Kriegsfilme, davor wahrscheinlich böse Bücher. Offensichtlich haben das 0,1% der Bevölkerung offensichtlich in sich, auch wenn Sie nur Comics lesen würden.

#2 - 20.10.2019, 12:57 von brux

Blah blah

Dass picklige, sexuell frustrierte Jungmänner zur Gewalt neigen, ist eine Binse.
Die Frage ist nur, wie sich die Gewalt äussert.
Und da bietet das internet einiges an. Wer seinen Frust mit Ballerspielen auslebt, muss dann nur noch eine Grenze überschreiten.
Das internet besteht eben leider aus ganz viel Dreck, Herr Lobo.
Bücherwürmer laufen nicht Amok, oder?

#3 - 20.10.2019, 12:59 von thorsten.munder

Die Wurzel des Hasses

In Ostdeutschland geht nach wie vor zurück auf alte DDR Zeiten .Die Gesellschaft damals war ein Spiegel Bild der Gesellschaft im Dritten Reich . Die Diktatur war die gleiche bis auf wenige Änderungen. Dementsprechend wurden auch Leute so Erzogen und das sind die Erwachsenen von Heute. Leider hat man es verpasst als die Wende kam die Weichen im zu schnell Wiedervereinigten Deutschland in die richtige Richtung zu stellen Dementsprechend haben wir Heute ein Rechtsaussen Problem . Mit Internet und Ballerspiele hat das nichts zu tun.

#4 - 20.10.2019, 13:16 von 7eggert

Zitat von brux
Dass picklige, sexuell frustrierte Jungmänner zur Gewalt neigen, ist eine Binse. Die Frage ist nur, wie sich die Gewalt äussert. Und da bietet das internet einiges an. Wer seinen Frust mit Ballerspielen auslebt, muss dann nur noch eine Grenze überschreiten. Das internet besteht eben leider aus ganz viel Dreck, Herr Lobo. Bücherwürmer laufen nicht Amok, oder?
Wer seinen Frust behält, hat sie bereits überschritten.

#5 - 20.10.2019, 13:17 von Msc

2015 haben 35 Millionen Deutsche Videospiele in irgendeiner Form gespielt. "Gamer" ist so nichtssagend wie "Wassertrinker" oder "Atmer".

#6 - 20.10.2019, 13:17 von Dokoqueen

Games sind nicht die Ursache

Nun die Gamerszene für den Anschlag in Halle verantwortlich zu machen, ist einfach lächerlich.
Hierfür gibt es ganz andere Ursachen, die es zu untersuchen und aufzuarbeiten git.
Woher kommt der Hass auf Menschen, die auch nur geringfügig fremd erscheinen? Auf Juden, Muslime, Ausländer, dunkelhäutige Menschen, auf Schwule, Lesben, Linke, Behinderte, Roma, Arbeitslose, Hartz-4-Empfänger (Liste ist unvollständig).
Was macht einige von uns so unversöhnlich und derart überheblich, dass sie mit Waffengewalt auf andere losgehen?
Ich stelle fest, dass in vielen Bereichen (nicht nur im Web) heutzutage Dinge gesagt werden dürfen, die noch vor ein paar Jahren absolut tabu waren.
Wenn sich z.B. Frau Kühnast mit Ausdrücken beleidigen lassen muss, die ich hier nicht wiedergeben mag, dann zeigt das für mich, wie verroht unsere Gesellschaft inzwischen geworden ist. Und sowas wird auch noch von Richtern offiziell gut geheißen.
Ich will eigentlich nicht wieder von Gaulands "Vogelschiss" anfangen, aber, seine öffentlichen Äußerungen waren wohl kalkuliert und sind bei vielen labilen Menschen auf fruchtbaren Boden gefallen.
Und in Thüringen kandidiert ein Rechtsradikaler (Höcke) allen Ernstes auf Listenplatz 1 einer zugelassenen Partei.
Noch vor wenigen Jahren hätte ein solcher Nazi keinen Fuß auf den Teppich bekommen, Vielleicht hätten einige Ewiggestrige oder uriefe Jugendliche ihm hinter vorgehaltener Hand zugestimmt oder seine Thesen vertreten, aber nie und nimmer hätte der Chancen gehabt, irgendwo gewählt zu werden.
Ja, es ist (auch) das Internet, das solchen Kerlen den Weg bereitet. Aber es ist weniger die Gamerszene, es sind vielmehr soziale Medien (Facebook, Twitter) und diverese Foren (auch SPON!) die Neonazis eine Plattform bieten um ihre Fakenews und ihren Hass zu verbreiten.
Hier muss intensiv dran gearbeitet werden. Und zwar von uns allen.

#7 - 20.10.2019, 13:22 von spiegeltomate

Missachtung

Die tatsächlichen Opfer des Terroristen von Halle waren (zum Glück!) keine Juden, sondern ganz normale deutsche Bürger. Dass in Politik und Medien dagegen ausschließlich Judenhass als Motiv diskutiert wird, finde ich eine krasse Missachtung der Opfer, deren sinnloser Tod einfach übergangen wird, weil sie nun mal keine Juden waren. Genau diese konkreten Opfer zeigen meines Erachtens aber den Irr-Sinn der Motive dieses Terroristen, dem es am Ende offenbar nur noch um Gewalt ging - egal gegen wen.

#8 - 20.10.2019, 13:25 von Hank the voice

Israelische Politik ist wohl auch eine Ursache

abgesehen von ein paar Ewiggestrigen aus der rechte Ecke. Ist der aktuelle Antisemitismus wohl in der Expansionspolitik Israels geschuldet.

#9 - 20.10.2019, 13:32 von .freedom.

Die Gewaltfrage.

Viele Menschen mögen Gewalt. Nur nicht wenn sie gegen einen selbst gerichtet ist.
Gewalt in den Medien und erlebte Gewalt sind im ersten Moment weit auseinander. Wie nah sind sie sich wirklich.
Gewalt in den Medien fängt schon beim Tatort an und geht bis zu den schlimmsten Computerspielen. Warum will der Mensch Gewalt zur Unterhaltung?

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