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EuGH-Urteil: Provider können zum Sperren von Tauschbörsen verpflichtet werden

DPA Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: The Pirate Bay verletzt mit seinem Angebot das Urheberrecht. Rechteinhaber haben nun eine neue Möglichkeit, gegen Filesharing-Websites vorzugehen.
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#1 - 14.06.2017, 14:21 von Nonvaio01

und?

wen kuemmert das denn? Es gibt ueber 100 Pirtae bay mirror seiten.

Ausserdem gilt das nur fuer die Niederlande, die provider koennen garnicht alle seiten blocken.

Was passieren wird ist das die Musik verbaende oder sonst wer an die provider einen antrag stellen muessen eine bestimmte seite zu blocken, da kann man nicht pauschal sagen die muessen alles blocken. Daswerden wohl die wenigsten machen, denn daskostet immer, da die provider nur seiten blocken werden mit richterlichem beschluss, zumindest in dem Land wo ich lebe.

Und da es ueber 100 mirror seiten gibt und diese taeglich mehr werden, kommen die ganicht nach mit Antraegen stellen, ausserdem wird das viel zu teuer.

#2 - 14.06.2017, 14:26 von C. V. Neuves

Überfällig

Wenn solche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden sollten, dann haben User keine Möglichkeit mehr Raubkopien von von Filmen und Musik zu bekommen. Das wird zu einem Boom in Film- und Musikindustrie führen und zehntausende, oder gar hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen. Ich frage mich nur, warum man das nicht schon vor Jahren durchgezogen hat.

#3 - 14.06.2017, 14:57 von chalchiuhtlicue

Zitat von C. V. Neuves
Wenn solche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden sollten, dann haben User keine Möglichkeit mehr Raubkopien von von Filmen und Musik zu bekommen. Das wird zu einem Boom in Film- und Musikindustrie führen und zehntausende, oder gar hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen. Ich frage mich nur, warum man das nicht schon vor Jahren durchgezogen hat.
Sind sie wirklich so naiv, wie sie sich hier gerade geben? 1. Nicht jeder, der sich Filme illegal besorgt kann für den Kauf dieser Filme das Geld aufbringen oder würde es zahlen, sondern lieber verzichten. Soviel zu ihrer Milchmädchenrechnung. 2. Sperren gegen audländische Angebote gehen nur über DNS-Sperren, die aber sehr leicht zu umgehen sind (z.B. via außereuropäische DNS-Server). 3. Die Geschichte zeigt, dass es keine technischen Maßnahmen ohne mögliche Gegenmaßnahmen gibt. Und die Seite der Missbrauch treibenden war bislang die cleverere und flexiblere. 4. Sobald die Bürger mehr Geld in ihren Taschen haben und Angebote fair sind, sind sie auch bereit, Geld dafür auszugeben. Aber es ist ja wichtiger, Geld von unten nach oben umzuverteilen als für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Zur Erinnerung: Die ärmeren 50% der deutschen Haushalte besitzen gerade mal 2,5% des gesammten Privatvermögens in der BRD. Dass da nicht viel Geld für den Kauf von CDs/DVDs/etc. da ist, sollte klar sein.

#4 - 14.06.2017, 15:04 von wanderer777

Boom? Von wegen.

Der obige Kommentar ist Blödsinn. Die Film- bzw Musikbranche wird mitnichten "boomen" wenn es keine Tauschbörsen mehr gäbe. Denn kaum einer, der sich am Band Filme runterlädt, würde sich all diese auch im Orignal kaufen. Es würde einfach nur weniger konsumiert werden, vielleicht mit mehr bedacht und kritischer. Denn wer gibt schon gerne Geld für Schund aus?

#5 - 14.06.2017, 15:08 von rst2010

wer ist bitte der 'rechteinhaber'?

der eigentümer (urheber) oder der temporäre besitzer (rechteverwerter)? muss letzterer nachweisen, die nötigen handlungsvollmachten zu besitzen?

C. V. Neuves: war das ironisch oder meinen sie das wirklich? windows hat sich nur so weit verbreitet, weil es problemlos raubkopierbar war. wer zahen will, tut es jetzt schon; die nicht zahlen wollen, finden immer mittel und wege, das zu vermeiden. der anteil der zahlenden wird sich egal durch welche neuen regeln nicht groß verändern.

#6 - 14.06.2017, 15:31 von totalmayhem

Zitat von rst2010
windows hat sich nur so weit verbreitet, weil es problemlos raubkopierbar war.
Falsch, Windows "hat sich so weit verbreitet", weil Microsoft die Computerindustrie dazu gezwungen hat. Wenn ein Hersteller es wagte, Rechner ohne oder mit alternativem Betriebssystem anzubieten, drohte Microsoft schlicht damit, dem Hersteller keine OEM Lizenzen mehr zu verkaufen. Wenn sich ein Hersteller doch mal "traute", Rechner mit Linux anzubieten (z.B. Dell) dann nur unter der strengen Auflage von Microsoft, dass diese auf keinen Fall guenstiger sein duerfen, als das Aequivalent mit Windows. Dass nennt man ein "erfolgreiches Geschaeftsmodell". ;)

#7 - 14.06.2017, 15:35 von jhea

Da hat ein Richter mal wieder bewiesen, dass er gar keine Ahnung von der Materie hat

und solche Leute entscheiden über unsere Zukunft... OH MY GAWD

Was macht "the Piratebay"?

Das ist in erster Linie eine Art Schwarzes Brett, wo Torrents hingehängt werden.
Gut jetzt sind einige oder besser gesagt viele davon, illegal, weil man dort dinge illegal kopieren kann (raubkopieren ist es ja nicht, man Überfällt ihn ja nicht und bedroht niemanden mit einer Waffe, und am Ende hat der Eigentümer immer noch das Original...)

Aber auf den Seiten wie Piratebay gibt es auch legale Downloads.
Wenn ich heute 20 Dateien erstelle, die alle original von mir sind, kein Urheberrecht verletzt etc. und ich mich entschließe das dort hinzustellen.... ist das legal. So ein Mist aber auch!

Oder wollen die jetzt Torrents sperren? wie zB µTorrent
Nunja, ein Torrent ist ja auch nicht per se nicht illegal.
Wie gesagt, ich habe etwas erstellt, es ist legal und ich will es an all meine Freunde verteilen.
Mit einem Torrent geht das am einfachsten.

Oder wenn ich jetzt an diverse Onlinespiele Denke.
World of Tanks, World of warships, Star Trek Online, World of Warcraft... whatever.
Alle nutzen ein Torrentähnliches System zum Verteilen der updates...

Aber hey, Hauptsache die Spende für den Richterball in stelliger Höhe kam an und der gute Mann von der Anwaltskammer kann auch kommen und zusammen genießt man dann Hummer und Champus. Oh Gott... hab ich grad angedeutet da sei jemand bestechlich?
Böses ich... *sich selbst auf Finger Hau*

#8 - 14.06.2017, 15:39 von jhea

Zitat von C. V. Neuves
Wenn solche Maßnahmen tatsächlich ergriffen werden sollten, dann haben User keine Möglichkeit mehr Raubkopien von von Filmen und Musik zu bekommen. Das wird zu einem Boom in Film- und Musikindustrie führen und zehntausende, oder gar hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen. Ich frage mich nur, warum man das nicht schon vor Jahren durchgezogen hat.
Lolololol
Hab den Contentmafia gefunden!

und wenn die Leute jetzt also halt keine Filme mehr gucken können für Lau im Netz, gehen die morgen alle ins Kino?
Eher nicht.

#9 - 14.06.2017, 15:43 von Manni M.

Ironie

Zitat von chalchiuhtlicue
Sind sie wirklich so naiv, wie sie sich hier gerade geben? 1. Nicht jeder, der sich Filme illegal besorgt kann für den Kauf dieser Filme das Geld aufbringen oder würde es zahlen, sondern lieber verzichten. Soviel zu ihrer Milchmädchenrechnung. 2. Sperren gegen audländische Angebote gehen nur über DNS-Sperren, die aber sehr leicht zu umgehen sind (z.B. via außereuropäische DNS-Server). 3. Die Geschichte zeigt, dass es keine technischen Maßnahmen ohne mögliche Gegenmaßnahmen gibt. Und die Seite der Missbrauch treibenden war bislang die cleverere und flexiblere. 4. Sobald die Bürger mehr Geld in ihren Taschen haben und Angebote fair sind, sind sie auch bereit, Geld dafür auszugeben. Aber es ist ja wichtiger, Geld von unten nach oben umzuverteilen als für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Zur Erinnerung: Die ärmeren 50% der deutschen Haushalte besitzen gerade mal 2,5% des gesammten Privatvermögens in der BRD. Dass da nicht viel Geld für den Kauf von CDs/DVDs/etc. da ist, sollte klar sein.
scheint nicht gerade Ihre Stärke zu sein ;-)

Filesharingprogramme sind doch sowas von 2005. Nur Leute, die gern in Abmahnfallen tappen benutzen heute noch sowas wie edonkey. Über Filehoster kann man alles saugen was das Herz begehrt. Kostet zwar etwas Geld, ist aber absolut sicher.

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