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Firefox Send: Mit diesem Tool können Sie große Dateien versenden

Mozilla mischt jetzt auch beim Filesharing mit. Der Entwickler des Firefox-Browsers hat eine neue Seite vorgestellt, auf der sich großer Dateien sicher versenden lassen sollen. Vorbild ist eine Snapchat-Funktion.
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#1 - 06.08.2017, 10:52 von quark2@mailinator.com

Tja, irgendwie wärs mir lieber, die Leute würden sich eigene Domains bei 1&1 oder Strato oder so einrichten und einfach FTP bzw. SFTP verwenden. Dann hätte man die Daten komplett unter eigener Kontrolle und bräuchte keine US-Konzerne zu behelligen. Ja, ja, Mozilla ist kein Konzern ... ist aber derart von Google abhängig, daß man sich die Differenzierung sparen kann. Schon mal überlegt, warum man zwar wie 1995 Cookies blocken kann, die gleiche Funktionalität aber nie für Flash-, Silverlight-, HTML5-Cookies nachgerüstet wurde, um auch Supercookies wirksam zu blocken ? Wäre jetzt technisch nicht das Ding, aber echte Verhinderung der Verfolgbarkeit im Netz steht halt nicht oben an. Warum nur ? Da die Prioritäten also nicht auf Datenschutz liegen, würde ich so ein Tool sicher nicht nutzen, um noch dem Browserhersteller Infos darüber zu geben, mit wem ich Dateien tausche.

#2 - 06.08.2017, 11:18 von herman-pohl

klingt erstmal spannend, bietet aber nur Transportverschlüsselung und keine Autentifizierung des Benutzers in irgendeiner Form (jeder der den Link kennt kann die Datei VOR dem eigentlichen Adressaten runterladen)
Die hier genutzte Art der Verschlüsselung ist für mich nicht sinnvoll nutzbar

#3 - 06.08.2017, 12:56 von Echt jetzt

Kann die Bedenken und Einwände meiner Vorposter nicht so recht nachvollziehen. Diese Funktion ist wohl weder für Power-User gedacht, die sich mal eben eine eigene FTP-Domäne einrichten, noch für Geheimnisträger, die absolute Sicherheit brauchen. Es geht wohl eher darum, mal eben mit einem Kollegen oder Freund möglichst unkompliziert eine Datei zu tauschen, die für e-Mail zu groß ist. Die Verschlüsselung und anschließende Löschung ist wohl eher als Zusicherung zu sehen, dass Mozilla nicht selbst mitließt und weniger, dass das ganze vor der NSA geschützt sein sollte. Das würde ja schon deshalb nicht ghen, da der entsprechende Link vermutlich in 99% der Fälle per unverschlüsselter e-Mail übertragen wird.

#4 - 06.08.2017, 13:13 von F9Race

@herman-pohl.
1. Annahme: Die Dateien sind auf dem Mozilla-Server verschlüsselt gespeichert
Wenn ich es richtig deute, ist es nicht nur eine reine Transportverschlüsselung. Offenbar sind die auf dem Mozilla-Server abgelegten Dateien ebenfalls verschlüsselt, sonst könnten die Mozilla-Mitarbeiter sie ja dort einsehen. Im Artikel steht aber, dass sie das nicht können. Freilich: Ob man das nun glaubt oder nicht, ist jedermanns eigene Sache, überprüfen lässt es sich nicht so leicht. Ich persönlich würde da aber der Mozilla-Stiftung recht weit über den Weg trauen. Aber wie gesagt: Das ist eine persönliche Entscheidung.

2. Annahme: Wenn was geklaut wird, merkt man es
Es stimmt: Wenn jemand den Download-Link vor dem eigentlichen Adressaten in die Finger kriegt, kann er die abgelegte Datei abgreifen. Da sie dann aber auch gleich gelöscht wird, dürfte das bemerkt werden. Früher oder später wird ja entweder der Sender oder der Adressat erfahren, dass die Datei nicht angekommen ist. Also: Zumindest fliegt der Datendiebstahl auf. Das mag im Einzelfall freilich nur ein schwacher Trost sein...

#5 - 06.08.2017, 14:56 von Newspeak

Wenn ich die NSA waere, wuerde ich mir eine Firma suchen, die so eine Seite aufsetzt (oder besser noch selber eine Scheinfirma gruenden), um so Daten frei Haus geliefert zu bekommen.

Sorry, aber wenn man heute eine Nachricht sicher uebermitteln will, trifft man sich am Besten im Park. Oder schreibt von Hand einen Brief, den man persoenlich einwirft. Sobald Technik im Spiel ist, kann doch niemand, ausser ausgewiesenen Fachleuten, ueber gar nichts sicher sein.

#6 - 06.08.2017, 18:55 von BitteNichtWiederZensieren

Kalter Kaffee

Zitat von Newspeak
Wenn ich die NSA waere, wuerde ich mir eine Firma suchen, die so eine Seite aufsetzt (oder besser noch selber eine Scheinfirma gruenden), um so Daten frei Haus geliefert zu bekommen. Sorry, aber wenn man heute eine Nachricht sicher uebermitteln will, trifft man sich am Besten im Park. Oder schreibt von Hand einen Brief, den man persoenlich einwirft. Sobald Technik im Spiel ist, kann doch niemand, ausser ausgewiesenen Fachleuten, ueber gar nichts sicher sein.
Genau so wird es doch gemacht. Über Strohfirmen.

Das ist kaum mehr ein Geheimnis bei einigen Sachen, aber selten bis gar nicht in der Presse erwähnt-.
Siehe dazu das "TOR-Netzwerk" als Beispiel, wo Militär und Geheimdienste die Geldgeber sind, während Hein Blöd denkt, man ist dort sicher...

#7 - 06.08.2017, 19:02 von Wunderhorn

Der Schlüssel ist ein von der NSA emphohlener. Damit ist die Verschlüsselung nur ein wenig mehr als ein Placebo-Effekt. Außerdem, im normalen täglichen Umgang, ob privat oder geschäftlich ist ein 24-Stunden-Fenster extrem eng. Daß alle Addressaten ihre Dateien rechtzeitig herunterladen ist fraglich.
Daher ist momentan eigentlich nur WeTransfer ein geeigneter Dienst in diesem Metier.

#8 - 06.08.2017, 19:46 von spicer011

Da ich, wie die meisten hier, nur absolut streng vertrauliche und hochbrisante Daten zu versenden habe, kommt dieser Dienst für mich auch nicht in Frage. Viel zu gefährlich. Irgendein Geheimdienst könnte ja meine Urlaubsfotos sehen. OMG!

#9 - 06.08.2017, 22:33 von Arckenheidt

Wenn Sie auf diesen Bildern in einem Zustand zu sehen sind, der - bei böswilligst möglicher Auslegung - als Hinweis auf ein immanentes Suchtproblem interpretiert werden KANN - so man sich denn Mühe gibt - und wenn Organisationen wie die Schufa auf nicht dokumentierten Wegen diese Daten verwenden, dann kann es für Sie durchaus von Nachteil sein, wenn Behördenmitarbeiter diese Bilder zu sehen bekommen. Was Sie nicht können, ist, davon ausgehen, dass Sie über die eigentliche Ursache diverser Probleme jemals wahrheitsgemäß informiert werden.

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