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Firmeneigene Mobilfunknetze: Netzbetreiber verärgert über 5G-Lizenzen für Industriebe

Audi Unternehmen haben die Chance, eigene, lokale 5G-Mobilfunknetze aufzubauen: Nach SPIEGEL-Informationen plant dies etwa Audi. Die etablierten Netzbetreiber fürchten den Verlust wichtiger Geschäftskunden.
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#1 - 09.03.2019, 08:03 von marsman

Netzbetreiber

Leider bekommen die etablierten Netzbetreiber außer Gewinnoptimierung und Abzocke von Kunden nicht viel hin. Das Netz ist hier schlechter als in fast allen anderen Ländern. Was natürlich auch an zu großzügigen Klagerechten für Individualinteressen liegt. Man sollte die Frequenzen verschenken und den Staat lieber am Gewinn beteiligen, dann wäre echter Wettbewerb möglich.

#2 - 09.03.2019, 08:12 von meinung2013

5 G ist in erster Linie für die Industrie attraktiv

und weniger für die Endverbraucher. Ich habe erwartet, dass sich Industrien Lizenzen werden sichern und auf ihren Werksgeländen ein eigenes Netz aufbauen wollen. Und das ist auch gut so.
Besser jedenfalls wie das geplante national Roaming, dass Firmen wie 1&1 , Drillisch den freien Zugang zu den Netzen gewähren soll. So haben diese Firmen nicht die Kosten der Lizenzersteigerung und des Netzausbaus. Das ist in der Tat unfair gegenüber den Netzbetreibern und deren Mitarbeiter.

#3 - 09.03.2019, 08:20 von kruegerson

5G Risiken ?

Zu einer umfassenden Berichterstattung über 5G gehört, das auch mögliche Risiken thematisiert werden .. ich finde im Spiegel dazu kaum eine Information.. warum?
z.B. hier:
https://m.tagesspiegel.de/gesellschaft/mobilfunk-wie-gesundheitsschaedlich-ist-5g-wirklich/23852384.html

#4 - 09.03.2019, 08:34 von new#head

Es gibt auch Zeit, dass in dieser Branche eine neue Konkurenzsituation entsteht.
So überwinden wir vielleicht unseren Techchnologierückstand und die grossen Drei kommen mal in Bewegung. Da kann man es sich hoffentlich bald nicht mehr leisten, roaming usw. zu unterbinden.

#5 - 09.03.2019, 08:48 von heino.dengel

Erst eine Auktion ansetzen und dann andere, an dieser Auktion vorbei bedienen, das ist schon merkwürdig. Generell sollte der Bund mal schauen, ob er nicht Auktion gegen Ausbauverpflichtung tauscht.

Das es auch ohne Versteigerung geht, haben andere Länder vorgemacht

#6 - 09.03.2019, 08:53 von AxelSchudak

Dienste ausserhalb?

>"die Campus-Netzbetreiber dürfen nach aktuellem Stand sogar Dienste außerhalb ihrer Gelände für Dritte anbieten."

Das scheint ein grober Fehler im Konzept zu sein. Dass man das eigene Werksgelände versorgt macht Sinn, aber dass man durch diese Erlaubnis, Dienste ANDEREN anzubieten eine Möglichkeit einrichtet, den regulären Netzbetreibern Konkurrenz zu machen, macht einfach keinen Sinn. Dadurch kann man ggf. Vorgaben unterlaufen, in dem z.B. eine Einzelhandelskette ihre Läden versorgt und gleich alle Kunden im Umfeld - was einer Ausnahme für Netze nur in dicht besiedelten Gebieten gleichkommt. Gerade die brauchen aber die Netzbetreiber, um die Kosten in der Fläche aufzufangen. Konkretes hängt von der Vertragsgestaltung ab, aber da bekleckern sich deutsche Ministerien in letzter Zeit ja nicht gerade mit Ruhm oder Kompetenz.

Wer sein eigenes Netz betreibt, sollte damit ausschliesslich eigene Bedürfnisse erfüllen dürfen. Eine Angebotsweitergabe an Dritte ist kontraproduktiv.

#7 - 09.03.2019, 09:00 von nikklas01

Das Stichwort....

....heißt Ericsson!
"Dafür experimentieren die Autobauer in Zusammenarbeit mit dem Ausrüster Ericsson auch mit dem neuenMobilfunkstandard 5G.

wir brauchen China nicht.

#8 - 09.03.2019, 09:06 von j.vantast

Jammern auf hohem Niveau

Ich kann das Gejammer der Netzbetreiber wirklich nicht mehr hören. Deutschland hat eine schlechte Netzabdeckung, aber dafür kassieren die Netzbetreiber Höchstpreise. Im Bereich Breitband/Glasfaser sieht es genauso aus. Die Netzbetreiber wollen nichts investieren aber maximale Erträge kassieren.
Schon in den ländlichen Gebieten wurde nichts in den Breitbandausbau investiert und nun machen viele Stadtwerke dort das Geschäft. Wer Geld verdienen will muss auch investieren.

#9 - 09.03.2019, 09:09 von reinerotto

Kein Argument

>Mit den superschnellen drahtlosen Verbindungen lassen sich beispielsweise Industrieroboter kabellos betreiben und Transportvehikel oder Gabelstapler fahrerlos durch Werkshallen manövrieren.<
Das alles gibt es z.T. schon seit 40 Jahren (fahrerlose Transportsysteme in Werkshallen) , allerdings mit anderen Kommunikationstechnologien. 5G wuerde dies vereinheitlichen, und evtl. verbilligen. Allerdings mit hohem Risiko: Es gibt jetzt schon sog. Jammer (Stoersender) fuer Mobilfunk. Ein paar von diesen an verschiedenen Stellen auf dem Werksgelaende installiert machen eine Firma sehr einfach erpressbar: Was kostet jede Stunde Produktionsausfall ?

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