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Hausdurchsuchung illegal: Kim Dotcom gewinnt ein Scharmützel vor Gericht

REUTERS Erfolg für Kim Dotcom: Der neuseeländische Hight Court hat entschieden, dass die Hausdurchsuchung beim Megaupload-Gründer illegal war. Die Beschlüsse seien zu weit gefasst gewesen. Das Gericht will nun das Material sichten, US-Ermittler haben aber längst Kopien der Daten.
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#1 - 28.06.2012, 13:13 von cs01

Übrigbleiben wird am Ende nur die Geldwäsche und dafür wird er ordentlich verknackt.

#2 - 28.06.2012, 13:15 von akeley

Wenn die Fernsehkrimis recht haben, dann darf vor US-Gerichten bei einer illegal erfolgten Hausdurchsuchung erlangtes Beweismaterial nicht verwendet oder beim Urteil berücksichtigt werden, selbst wenn es sich um eine Mordwaffe handelt.

#3 - 28.06.2012, 13:40 von daskänguru

Genau so ist es.

Zitat von akeley
Wenn die Fernsehkrimis recht haben, dann darf vor US-Gerichten bei einer illegal erfolgten Hausdurchsuchung erlangtes Beweismaterial nicht verwendet oder beim Urteil berücksichtigt werden, selbst wenn es sich um eine Mordwaffe handelt.
In amerikanischen Gerichten darf illegal beschafftes Beweismaterial nicht verwendet werden. Zu mal man noch abwarten darf ob Kim nach USA ausgeliefert wird. Bis jetzt sieht es danach nicht aus, übrig bleibt das sie ihm die Geschäftsgrundlage entzogen haben, schmerzlich genug für ihn. Und den anderen OneClick Hostern haben sie mal ordentlich Angst eingejagt. Also für die Content-Industrie war es trotzdem ein voller Erfolg.

#4 - 28.06.2012, 13:59 von Brillalein

Geldwäsche...

Zitat von
cs01 heute, 13:13 Uhr Übrigbleiben wird am Ende nur die Geldwäsche und dafür wird er ordentlich verknackt.
Das was die US-Behörden für Geldwäsche halten, sind die bezahlten Rechnungen an die Serverfirma, bei der Dotcom den Space gemietet hatte...

#5 - 28.06.2012, 14:26 von surfingod

Zitat von daskänguru
In amerikanischen Gerichten darf illegal beschafftes Beweismaterial nicht verwendet werden. Zu mal man noch abwarten darf ob Kim nach USA ausgeliefert wird. Bis jetzt sieht es danach nicht aus, übrig bleibt das sie ihm die Geschäftsgrundlage entzogen haben, schmerzlich genug für ihn. Und den anderen OneClick Hostern haben sie mal ordentlich Angst eingejagt. Also für die Content-Industrie war es trotzdem ein voller Erfolg.
Naja, Angst eingejagt ist etwas übertrieben. Ich beobachte diese ach so böse Szene schon ziemlich lange. Die meisten und wichtigsten OneClickHoster haben sich davon nicht beindrucken lassen und machen munter weiter. Eine Änderung im Angebot habe ich nicht feststellen können. Schlauerweise stehen die auch in Länder, die sich von den Amis nicht beindrucken lassen.

#6 - 28.06.2012, 14:35 von cs01

Zitat von akeley
Wenn die Fernsehkrimis recht haben, dann darf vor US-Gerichten bei einer illegal erfolgten Hausdurchsuchung erlangtes Beweismaterial nicht verwendet oder beim Urteil berücksichtigt werden, selbst wenn es sich um eine Mordwaffe handelt.
Generell richtig, aber ob die Hausdurchsuchung gerechtfertigt war oder nicht beurteilen diese Gerichte dann selber, sie sind nicht an das neuseeländische Urteil gebunden. Dann gibt es auch noch gewisse Ausnahmen, wann solche Fehler geheilt werden können, das ist aber sehr kompliziert.

#7 - 28.06.2012, 15:04 von prontissimo

ist doch klar.

Zitat von akeley
Wenn die Fernsehkrimis recht haben, dann darf vor US-Gerichten bei einer illegal erfolgten Hausdurchsuchung erlangtes Beweismaterial nicht verwendet oder beim Urteil berücksichtigt werden, selbst wenn es sich um eine Mordwaffe handelt.
Die US-amerikanische StPO richtet sich nach deutschen TV - Krimis
und sicher sind die dortigen Ermittler alle so helle Köpfe wir T. Schweiger.

#8 - 28.06.2012, 15:09 von Methados

.

Zitat von cs01
Generell richtig, aber ob die Hausdurchsuchung gerechtfertigt war oder nicht beurteilen diese Gerichte dann selber, sie sind nicht an das neuseeländische Urteil gebunden. Dann gibt es auch noch gewisse Ausnahmen, wann solche Fehler geheilt werden können, das ist aber sehr kompliziert.
dann kann er ja froh sein, dass er noch in NZ ist. und das wohl auch für länger, denn ich bezweifle, dass die ihn ausliefern KÖNNEN.

#9 - 28.06.2012, 15:20 von passover

Parallelen

...Der neuseeländische High Court hat entschieden, dass die Hausdurchsuchung beim Megaupload-Gründer illegal war. [...] US-Ermittler haben aber längst Kopien der Daten....

Und da fragen sich allen Ernstes die Leute noch warum sich Assange gegen seine Auslieferung nach Schweden wehrt. Da würde es am Ende auch nur heißen das er von dort aus nicht in die USA hätte ausgeliefert werden dürfen - nachdem er's wurde und seine Hinrichtung durch ist.

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