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Internetkontrolle in Russland: Telegram blockieren? Leichter gesagt als getan!

REUTERS Russlands Medienaufsicht blockiert den beliebten Messenger-Dienst Telegram, theoretisch zumindest. Praktisch zeigt ihr Vorgehen vor allem, wie überfordert die Behörde im Duell mit den Machern der Chat-App ist.
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#1 - 18.04.2018, 23:53 von Newspeak

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Man fragt sich, ob man in Russland wirklich versteht, was man da tut. Und ich meine nicht die technische Seite. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat sich ein Regime halten koennen, dass es sich mit seiner Jugend verscherzt.

#2 - 19.04.2018, 07:08 von Plasmabruzzler

Ob Blockade oder nicht - jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch sollte Telegram meiden. Der Messenger-Dienst hat keine AGB. Was mit den Daten passiert, die man über sich und andere mittels Adressbuchzugriff preisgibt, kann man sich vorstellen. Und dass Chats nur auf Anforderung verschlüsselt werden, ist für mich auch ein k.o.-Kriterium.

#3 - 19.04.2018, 08:56 von taddeusz

WOW der Kreml

Wow der Kreml spioniert die halbe Welt aus und beeinflusst die US Wahlen. Aber Telgram kriegen sie nicht in den Griff. Vkontakte ist voll mit Mems wo man sich darüber lustig macht. Echt zum Lachen. Wer glaubt Trump, May und Co noch?

#4 - 19.04.2018, 09:36 von burgunder82

Telegrams Schwachstellen

Telegram weist bezüglich Sicherheit ohnehin erhebliche Schwachstellen auf. Es ist nicht mal so sicher wie das verhasste WhatsApp, von sicheren Diensten wie Threema ganz zu schweigen.

#5 - 19.04.2018, 10:17 von Milli_Teskilati

Nicht nur in Russland

auch hier wird der Messenger Dienst Telegramm gern von Terroristen benutzt, wie der Fall Anis Amri eindrucksvoll belegt.

#6 - 19.04.2018, 10:23 von conrad.berlin

open source alternative

Nahezu jedermann kann einen open source messenger server aufsetzen, das xmpp-Protokoll ist ein Standard. Transportverschlüsselung ist ohnehin an Bord, end-to-end-Verschlüsslung via OTR oder OMEMO liefern gängige clients wie chatsecure oder conversations. Die Schlüssel bleiben in den Händer der user.
Dem steht nur die Bequemlichkeit der Anwender entgegen :-)

#7 - 19.04.2018, 11:08 von varlex

Zitat von conrad.berlin
Nahezu jedermann kann einen open source messenger server aufsetzen, das xmpp-Protokoll ist ein Standard. Transportverschlüsselung ist ohnehin an Bord, end-to-end-Verschlüsslung via OTR oder OMEMO liefern gängige clients wie chatsecure oder conversations. Die Schlüssel bleiben in den Händer der user. Dem steht nur die Bequemlichkeit der Anwender entgegen :-)
Für das private Gespräch reicht aber die EzE-Verschlüsselung von WA doch völlig aus.

Und ja, benutzerfreundlich bedeutet massentauglich.
Das ist auch eine der Gründe, warum sich Linux in der Vergangenheit nicht durchsetzen konnte.

#8 - 19.04.2018, 12:21 von Fritz Meier

Terror!

"Terror" wird als Rechtfertigung für nahezu alles hergenommen. Terroristen haben Telegram genutzt? Sperren! Hoffentlich benutzen Terroristen nie Telefone, sonst werden die auch noch gesperrt. Oder Autos, dann werden die auch noch verbot... Upps!

#9 - 19.04.2018, 15:02 von cosmose

Zitat von conrad.berlin
Nahezu jedermann kann einen open source messenger server aufsetzen, das xmpp-Protokoll ist ein Standard. Transportverschlüsselung ist ohnehin an Bord, end-to-end-Verschlüsslung via OTR oder OMEMO liefern gängige clients wie chatsecure oder conversations. Die Schlüssel bleiben in den Händer der user. Dem steht nur die Bequemlichkeit der Anwender entgegen :-)
Soso... "nahezu jedermann".
Haben Sie das im heise-Forum gelesen?
Der Server muss von außen erreichbar sein. Kabel-Kunden sind also schon mal aussen vor wegen DS-Lite und anderer Sauereien.
Man benötigt also zunächst einen (kostenpflichtigen) Server im "echten Internet" ausserhalb des Provider-LANs.
DSL-Kunden ohne fixe IP müssen dafür sorgen, dass ihr Server zumindest immer unter dem gleichen Namen erreichbar ist. Man begibt sich also auch hier in die Abhängigkeit eines weiteren Dienstleisters (oder schluckt die bittere Pille und zahlt ne Menge Geld für einen Business-Tarif mit fixer IP). NAT und Firewall müssen auch vernünftig konfiguriert sein...

Sie sehen, dem eigenen Betrieb eines XMPP-Servers steht noch so einiges anderes entgegen.

Nein, dann doch lieber 3 Euro für Threema ausgeben...

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